Thedinghausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Thedinghausen
Thedinghausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Thedinghausen hervorgehoben
52.9666666666679.016666666666713Koordinaten: 52° 58′ N, 9° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Verden
Samtgemeinde: Thedinghausen
Höhe: 13 m ü. NHN
Fläche: 65,77 km²
Einwohner: 7674 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 27319–27321
Vorwahl: 04204
Kfz-Kennzeichen: VER
Gemeindeschlüssel: 03 3 61 013
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Braunschweiger Str. 10
27321 Thedinghausen
Webpräsenz: www.thedinghausen.de
Bürgermeister: Diethelm Ehlers (SPD)
Lage der Gemeinde Thedinghausen im Landkreis Verden
Emtinghausen Riede Dörverden Blender Ottersberg Oyten Achim Bremen Langwedel Thedinghausen Verden (Aller) Kirchlinteln Landkreis Verden Niedersachsen Landkreis Diepholz Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme)Karte
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Die Gemeinde Thedinghausen (Plattdeutsch Thänhusen bzw. Theenhusen) liegt im Landkreis Verden in Niedersachsen und ist Verwaltungssitz der nach ihr benannten Samtgemeinde Thedinghausen. In der Gemeinde leben etwa 7650 Einwohner. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 65,77 Quadratkilometern. Im Norden bildet die Weser die Grenze zur Stadt Achim.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Thedinghausen gehören die Ortsteile Ahsen-Oetzen, Beppen, Dibbersen, Donnerstedt, Eißel, Holtorf, Horstedt, Lunsen, Morsum, Oenigstedt, Werder und Wulmstorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Herzogtum Bremen und Verden (Auszug Thedinghausen)
Thedinghausen 1899

Die ersten Ortschaften auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde werden urkundlich zwischen 1138 (Werder) und 1534 (Donnerstedt) erstmals erwähnt. In Thedinghausen wurde im späten 13. Jahrhundert eine Burg errichtet (an der Stelle des späteren Amtsgerichtes, heute Jugendzentrum). Burg und Ort wechselten mehrfach die territoriale Zugehörigkeit, bis Thedinghausen schließlich für lange Zeit zur Grafschaft Hoya kam. Nach dem Tod des letzten Grafen von Hoya kam die Grafschaft Hoya an das Welfenhaus und wurde unter den verschiedenen Linien der Welfen (Braunschweig-Lüneburg-Celle, Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel, Calenberg) aufgeteilt. Thedinghausen kam zu Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel. Während die übrige Grafschaft Hoya schließlich im Kurfürstentum Hannover "wiedervereinigt" wurde, blieb das Amt Thedinghausen bei Braunschweig-Wolfenbüttel, später beim Herzogtum Braunschweig und schließlich beim Freistaat Braunschweig. Zunächst gehörte Thedinghausen als braunschweigische Exklave zum Kreis Holzminden, ab 1850 bis zum 30. Juni 1972 zum Landkreis Braunschweig (ab 1946 innerhalb des Verwaltungsbezirks Braunschweig). Auch heute erinnert noch vieles an die braunschweigische Geschichte des Ortes. So ist die Hauptgeschäftsstraße nach Braunschweig benannt, sowie die 1758 vom Herzog Karl von Braunschweig genehmigte Brunsviga Apotheke[2]. Auch der Löwe des Thedinghäuser Wappens ist dem Wappen des Landkreises Braunschweig nachempfunden. Mit der niedersächsischen Kreisgebietsreform wurde es am 1. Juli 1972 in den Landkreis Verden eingegliedert.

Zur Entwicklung des Postwesens in Thedinghausen siehe: Postroute Braunschweig-Hildesheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Dibbersen-Donnerstedt, Eißel, Holtorf-Lunsen, Horstedt und Werder eingegliedert.[3]

Am 1. November 2006 fand die Vereinigung mit der Gemeinde Morsum zur vergrößerten Gemeinde Thedinghausen statt.[4]

Religion und Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten]

Maria-Magdalena-Kirche

In der Gemeinde Thedinghausen befinden sich zwei evangelische Kirchen mit angeschlossenen Friedhöfen: eine im Ortskern und eine im Ortsteil Lunsen, im Ortsteil Wulmstorf gibt es zudem einen Friedhof mit Kapelle. Im Ortsteil Morsum gibt es zudem einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas. Im Bereich der niederen Quarnstedt (heute Blankenburger Straße) gab es einen jüdischen Friedhof, der 1941 verkauft und mit einem Wohnhaus überbaut wurde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[5]
Wahlbeteiligung: 53,61 % (2006: 52,93 %)
 %
40
30
20
10
0
37,94 %
32,96 %
19,86 %
7,38 %
1,84 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-2,91 %p
-8,57 %p
+8,21 %p
+7,38 %p
-4,12 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Thedinghausen setzt sich aus 21 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU SPD FDP Grüne Liste UBL Gesamt
2006 9 Sitze 9 Sitze 1 Sitz 2 Sitze 21 Sitze
2011 7 Sitze 8 Sitze 4 Sitze 2 Sitze 21 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Diethelm Ehlers (SPD)
  • 1. stellvertretender Bürgermeister: Andreas Wulf (CDU)
  • 2. stellvertretender Bürgermeister: Dieter Mensen (Grüne Liste)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Thedinghausen zeigt in Blau den rotgezungten goldenen Braunschweiger Löwen, begleitet von acht goldenen Sternen, unter goldenem Zinnenkranz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Thedinghausens ist noch immer sehr landwirtschaftlich geprägt, dennoch existiert ein ausgeprägter Mittelstand. Durch die Nähe zu Bremen, Verden und Achim pendelt die Mehrheit der Einwohner zur Arbeit in diese Städte. Bis zu ihrem Ende hatte die Braunschweigische Staatsbank eine Filiale in Thedinghausen. Mit ihrer Fusion zur Norddeutschen Landesbank zum 1. Juli 1970 übertrug sie das regionale Geschäft an die Kreissparkasse Verden.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße

Weserbrücke an der L156 mit Blick nach Achim vor der Renovierung 2013

Es bestehen Verbindungen zu den Bundesautobahnen 1 und 27. Die einzige Weserquerung der Gemeinde liegt auf der Route Thedinghausen-Achim.

Thedinghausen wird von drei Buslinien des VBN angefahren. Die Linie 702 nach Achim, die Linie 720 über Morsum und Blender nach Verden ZOB am Bahnhof, sowie die Linie 750 von Beppen, Morsum, über Thedinghausen und Riede zum Bremer Hauptbahnhof. Thedinghausen gehört dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen an.

Eisenbahn
Die Bremen-Thedinghauser Eisenbahn wird im Personenverkehr als Museumseisenbahn (deren Spitzname Pingelheini lautet) sowie für Gütertransporte befahren. Eine Wiederbelebung der Strecke für den Personenverkehr wird seit Jahren geplant, wobei diese nur Streckenabschnitte außerhalb der Gemeinde Thedinghausen betrifft. Die nächsten Regionalbahnhöfe befinden sich in Achim und Verden, der nächste ICE-Bahnhof in Bremen.

Medien[Bearbeiten]

Die Thedinghäuser Zeitung ist der Kreiszeitung Syke angegliedert. Diese unterhält aber nur eine Lokalredaktion für Thedinghausen und wird als Thedinghäuser Zeitung in der Samtgemeinde Thedinghausen vertrieben. Als weitere Tageszeitungen werden im Bereich der Samtgemeinde Thedinghausen sowohl der Achimer Kurier als auch die Verdener Nachrichten als Teil des Weser Kuriers vertrieben, die ebenfalls in den Lokalteilen über die Samtgemeinde Thedinghausen berichten.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Das ehemalige Kreiskrankenhaus wird heute als Altenpflegeheim (Kreisaltenheim "Haus in der Bürgerei") genutzt. Das nächste Krankenhaus ist die Aller-Weser-Klinik mit ihren Standorten in Achim und Verden.

Bildung[Bearbeiten]

In Thedinghausen gibt es die Nils Holgersson Grundschule sowie das Schulzentrum Gudewill als Oberschule. Im Ortsteil Morsum befindet sich eine weitere Grundschule. Weiterführende Schulen befinden sich in Achim, Syke und Verden. Die nächste Berufsbildene Schule befindet sich in Syke. Innerhalb des Schulzentrums befindet sich eine öffentlich zugängliche Bücherei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thedinghausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Geschichte der Brunsviga Apotheke abgerufen am 14. Dezember 2013
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 266.
  4. www.destatis.de StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands. (XLS-Datei; 68 KB)
  5. http://www.thedinghausen.de/wahlen/kommunal/2011/thedinghausen/00_tabelle.html