Theo Bos

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Dieser Artikel behandelt den niederländischen Radrennfahrer. Zum gleichnamigen niederländischen Fußballspieler und -trainer siehe Theo Bos (Fußballspieler).
Theo Bos (2008)
Theo Bos bei den Bahn-WM 2007 in Manchester

Theo Bos (* 22. August 1983 in Egmond aan de Hoef) ist ein niederländischer Radrennfahrer.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Bos wurde 2004 bei den Bahn-Radweltmeisterschaften in Melbourne Weltmeister im Sprint. Im 1000-m-Zeitfahren gewann er die Bronzemedaille. Im August 2004 nahm Bos an den Olympischen Spielen in Athen teil. Dort gewann er im Sprint hinter dem Australier Ryan Bayley die Silbermedaille. 2005 wurde er Weltmeister im 1000-m-Zeitfahren, 2006 im Sprint und Keirin sowie 2007 nochmals im Sprint. Damit ist er der erfolgreichste Bahnradsportler der Niederlande bisher.

Theo Bos ist der Bruder des niederländischen Eisschnellläufers Jan Bos. Er lebt zusammen mit der Radsportlerin Adrie Visser in Wieringerwerf.

Zur Saison 2009 wechselte Bos von der Bahn auf die Straße und fuhr für das Rabobank Continental Team, das er gegen Ende der Saison jedoch wieder verlassen wird,[1] um zum Cervélo TestTeam zu wechseln.[2]

Auf der Schlussetappe der Türkei-Rundfahrt am 19. April 2009 brachte Theo Bos den südafrikanischen Radsportkollegen Daryl Impey und sich selbst in der Spurtvorbereitung zu Fall.[3] Impey erlitt einen Wirbelbruch, verlor mehrere Zähne und trug tiefe Schnittwunden im Gesicht davon. Bos wurde daraufhin von der UCI wegen Unsportlichkeit disqualifiziert und erhielt zunächst eine Geldstrafe.[4] Im Juli 2009 wurde zudem eine einmonatige Sperre ab 15. August gegen ihn ausgesprochen.[5]

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2011 im niederländischen Apeldoorn errang Bos Bronze im Zweier-Mannschaftsfahren, gemeinsam mit Peter Schep. Eine angepeilte Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London scheiterte daran, dass er sich im November 2011 einer Operation unterziehen musste, was ihn daran hinderte, an den notwendigen Qualifikationswettbewerben teilzunehmen.[6]

2013 trat Theo Bos mit seinem elf Jahre jüngeren Neffen Maikel bei den niederländischen Bahnmeisterschaften im Zweier-Mannschaftsfahren an; das Duo belegte Platz zehn.[7] Sein Bruder Jan ist Radrennfahrer und Eisschnellläufer

Erfolge – Bahn[Bearbeiten]

2001
2002
2003
  • Europameister Sprint
  • Europameister 1km-Zeitfahren
  • Vize-Europameister Keirin
2004
2005
  • Weltmeister 1km-Zeitfahren
  • Vize-Weltmeister Teamsprint
2006
  • Weltmeister Sprint
  • Weltmeister Keirin
2007
  • Vize-Weltmeister Keirin
  • Weltmeister Sprint
2008
  • Europameister im Sprint-Omnium

Erfolge – Straße[Bearbeiten]

2009
2010
2011
2012
2013
2014

Platzierungen bei den Grand Tours[Bearbeiten]

Grand Tour 2010 2011 2012 2013 2014
Pink jersey Giro - - WD - -
Yellow jersey Tour - - - -
red jersey Vuelta DNF - - WD

Legende:

  • DNF: did not finish, Fahrer hat eine Etappe nicht beendet
  • WD: withdrawal, Fahrer hat die Rundfahrt nach einer Etappe abgebrochen

Teams[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BN De Stem v. 18. September 2009
  2. Theo Bos zum Cervélo TestTeam, Radsport-News.com v. 25.September 2009
  3. Radsport-News.com v. 19. April
  4. Presseerklärung zum Fall Theo Bos vom 1. Mai 2009
  5. Radsport-news.com v. 4. Juli 2009
  6. Ehemaliger Bahnrad-König Bos verpasst Olympia 2012 auf kurier.at v. 8. November 2011
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTheo Bos in actie op NK baanwielrennen. Sportniews.nl, 18. Dezember 2013, abgerufen am 31. Dezember 2013 (niederländisch).