Theo Eble

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Theo Eble (* 1. Juni 1899 in Basel, Schweiz; † 2. Mai 1974 in Basel) war ein Schweizer Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutenden Vertretern der realistisch-sachlichen Malerei in den 1920er Jahren und der Abstrakten Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Theo Eble erhielt seine Ausbildung von 1916 bis 1920 an der Allgemeinen Gewerbeschule in Basel und von 1922 bis 1925 als Meisterschüler von Professor Karl Hofer an der Akademie der Künste in Berlin. Im Jahr 1925 heirate Eble die Berliner Malerin Julia Ris (* 21. September 1904 in Kingston upon Hull (England), † 16. Dezember 1991 in Basel). Die beiden ziehen nach Basel. 1926 unternahm Eble ausgedehnte Studienreisen nach Italien und Frankreich und hielt sich 1930 fast ein ganzes Jahr im Tessin zum Malen auf.

Von 1931 bis 1967 war Theo Eble Lehrer für Zeichnen an der Allgemeinen Gewerbeschule in Basel. Im Jahr 1933 war Eble Mitbegründer der Schweizer Künstlergruppe «Gruppe 33».

Ab dem Jahr 1934 begann er mit der Abstrakten Malerei. Er hatte seine erste Einzelausstellung 1939 (zusammen mit Paul Camenisch) in der Galerie Marguerite Schulthess in Basel. 1935 wurde seine Tochter Doris geboren. Er heiratete 1949 ein zweites Mal, diesmal Helli Merkle. In den Jahren 1953 und 1954 hatte er die ersten Ausstellungen seiner abstrakten Werke in Basel, Zürich, Chur und Glarus. 1956 bis 1957 baute er sein Atelierhaus auf dem Bruderholz in Basel. Seine Kunst bekam internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung: Theo Eble hatte Ausstellungen in Frankreich und den USA, 1958 war er Teilnehmer der Biennale von Venedig und im Jahr 1959 der documenta 2 in Kassel. In den Jahren 1961 bis 1963 unternahm Eble längere Studienreisen nach Griechenland.

Wichtige Ausstellungen[Bearbeiten]

(Auswahl)

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 1939: Galerie Marguerite Schulthess, Basel
  • 1950/57: Galerie d’Art Moderne, Basel
  • 1958: Kestnergesellschaft Hannover; Karl-Ernst- Osthaus-Museum Hagen und Städtische Kunsthalle Baden-Baden
  • 1959: Graphisches Kunstkabinett, Frankfurt am Main
  • 1960: Erste Retrospektive, Kunsthalle Basel
  • 1963: Galerie Riehentor, Basel
  • 1965: Werke der Jahre 1955-1965, Kollegiengebäude der Universität Basel
  • 1966: Abstrakte Landschaften 1966, Galerie Riehentor, Basel
  • 1970: Zweite Retrospektive: Theo Eble, Werke 1960–1970, Kunsthalle Basel
  • 1974: Kettenmotiv, Galerie Liatowitsch, Basel
  • 1977: Theo Eble, Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde, Galerie „zem Specht“
  • 1980: Theo Eble, Werke 1934–1953, Galerie von Bartha Basel
  • 1981: Theo Eble (1899–1974), Frühe Werke, Galerie „zem Specht“
  • 1986: Theo Eble, Zeichnungen, Aquarelle, Bilder, Galerie „zem Specht“
  • 1988: Galerie Carzaniga + Ueker, Basel
  • 1991: Galerie Carzaniga + Ueker, Basel Theo Eble, Gemäldeausstellung der gegenständlichen und abstrakten Epoche; Kunstraum, Davos Platz
  • 1994: Galerie Carzaniga + Ueker, Basel
  • 1999: Theo Eble zum 100. Geburtstag, Figuration 1922–1943, 1. Studioausstellung, Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern

Gruppenausstellungen[Bearbeiten]

  • 1918: Erste Gruppenausstellungen in der Kunsthalle Basel
  • 1926: GSMBA, Sektion Basel, Kunsthalle Basel
  • 1928: Junge Basler, Kunsthalle Basel
  • 1933: Gruppe 33, Galerie Marguerite Schulthess, Basel
  • 1934: Gruppe 33, Kunsthalle Basel
  • 1936: «Allianz», Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik, Kunsthaus Zürich
  • 1938: «Allianz», Neue Kunst in der Schweiz, Kunsthalle Basel
  • 1942: «Allianz», Vereinigung moderner Schweizer Künstler, Kunsthaus Zürich
  • 1943: 10 Jahre «Gruppe 33», Kunsthalle Basel
  • 1947: «Allianz», Vereinigung moderner Schweizer Künstler, Kunsthaus Zürich
  • 1948: Salon des Réalités Nouvelles, Paris
  • 1950: «Gruppe 33», Galerie Kléber, Paris
  • 1951: Schweizerische Kunstausstellung, Kunstmuseum Bern
  • 1953: 20 Jahre «Gruppe 33», Kunsthalle Basel
  • 1954: «Allianz», Vereinigung moderner Schweizer Künstler, Helmhaus Zürich; Basler Maler, Bündner Kunstmuseum Chur; «Gruppe 33», Kunsthaus Glarus
  • 1955: Ausstellung der Carnegie-Stiftung, Pittsburgh
  • 1956: club bel étage, Zürich (mit Jean Arp, René Acht, Francis Bott, Fritz Winter und Walter Bodmer); Abstrakte Maler, Galerie Beyeler, Basel
  • 1957: La Peinture Abstraite en Suisse, Musée des Beaux-Arts, Neuchâtel
  • 1958: Biennale von Venedig; Ungegenständliche Malerei in der Schweiz, Winterthur und Berlin; GSMBA, Sektion Basel, Kunsthalle Basel
  • 1959: documenta II, Kassel
  • 1960: 16 Basler Maler, Kunsthaus Zürich
  • 1968: Basler Künstler, Kunsthaus Aarau
  • 1979: Diagonale und Kreis, Galerie von Bartha, Basel
  • 1983/84: 50 Jahre «Gruppe 33», Wanderausstellung: Kunsthalle Basel, Bündner Kunstmuseum Chur, Villa Malpensata Lugano, Musée Cantonale des Beaux-Arts Lausanne
  • 1999: «Gruppe 33»mit Hommage an Theo Eble zum 100. Geburtstag, Galerie Carzaniga + Ueker, Basel

Werke[Bearbeiten]

Neben seinem malerischen und grafischen Werk hat Eble auch (ab 1961) zahlreiche Wandgemälde in und an öffentlichen Gebäuden geschaffen. Sein Werk war geprägt von der realistisch-sachlichen Malerei der 1920er Jahre. Die Themen seines frühen Werks waren Landschaftsgemälde und Bilder von Städten und ihrem Leben. Er reduzierte seine Bildsprache stets auf das allernötigste. Auch seine abstrakten – oft in zahlreichen Variations-Reihen angelegten Malereien und Grafiken – waren immer einfach gehalten.

Werke im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

  • Glasfenster im Augenkrankenhaus der Universität Basel (1953)
  • Wandbild «Fliegende Fahrt» im Wasgenring-Schulhaus Basel (1954)
  • Wandbild in der neuen Kunstgewerbeschule Basel (1961)
  • Wandbild «Aus meinem Garten» im Felix Platter-Spital Basel (1966)
  • Wandbild im Gymnasium Bodenacker in Liestal (1969/70)
  • Wandbild im Foyer der Schweizerischen Bankgesellschaft in Basel (1971)

Werke in Museen und Sammlungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ausstellungskatalog zur documenta II (1959) in Kassel: II.documenta’59. Kunst nach 1945. Katalog: Band 1: Malerei; Band 2: Skulptur; Band 3: Druckgrafik; Textband. Kassel/Köln 1959
  • Georg Schmidt: Meine lieben 33er Freunde. In: Künstlervereinigung Gruppe 1933 Basel, Basel 1939
  • Werner Schmalenbach: Theo Eble. In: Katalog der Kestner-Gesellschaft, Hannover 1958
  • Ulrich Seelmann-Eggebert: Der Maler Theo Eble. In: Katalog Theo Eble, Werke 1960–1970. Kunsthalle Basel 1970
  • Dorothea Christ: Theo Eble 1899–1974 zu seinem Schaffen 1930–1950. In: Katalog: Theo Eble. Galerie von Bartha, Basel, 1980
  • Dorothea Christ: Theo Eble. In: Yvonne Höflinger-Griesser u. a.: Gruppe 33. Die Geschichte der «Gruppe 33» zum 50jährigen Bestehen einer Basler Künstlervereinigung. Editions Galerie «zem Specht», Basel 1983
  • Helli Eble: Hommage à Theo. In: Katalog der Galerie Carzaniga + Ueker, Basel 1988

Weblinks[Bearbeiten]