Theo Klöckner

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Theo Klöckner (* 19. Oktober 1934) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der 1959 mit Schwarz-Weiß Essen den DFB-Pokal und 1965 mit Werder Bremen die Deutsche Meisterschaft gewann.

Laufbahn[Bearbeiten]

Der gelernte Elektriker Theo Klöckner kam 1954 vom Mülheimer SV 07 zum VfB Speldorf, dem Verein des Alt-Nationaltorhüters und späteren Ehrenvorsitzenden dieses Mülheimer Klubs, Fritz Buchloh. Mit Speldorf erreichte Klöckner 1956 das Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft (2:3 gegen die Spvgg. 03 Neu-Isenburg), im Finale wurde er bereits in der Anfangsphase nach brutalen Attacken seines Gegenspielers durch einen Wadenbeinbruch schwer verletzt, erzielte aber trotz Handicap den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Auswechselungen waren damals noch nicht erlaubt.

Zur Saison 1956/57 wechselte Theo Klöckner dann zu Schwarz-Weiß Essen. Seinen größten Erfolg in Schwarz-Weiß feierte er 1959. Am 27. Dezember gewann das Team den DFB-Pokal. Im Endspiel siegte SWE mit 5:2 gegen Borussia Neunkirchen, Klöckner war Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:0. Bis 1963 blieb Theo Klöckner am Essener Uhlenkrug, das Team pendelte in dieser Zeit zwischen der "alten" 2. Liga und der Oberliga West. In der Oberliga brachte Klöckner es auf 102 Spiele und 28 Tore.

Da Schwarz-Weiß Essen keine Aufnahme in die neue Bundesliga fand, wechselte Theo Klöckner 1963 mit 29 Jahren in den Norden zu Werder Bremen. Im zweiten Jahr der Liga, 1964/65, führte Trainer Willi Multhaup die Bremer zur Deutschen Meisterschaft. Klöckner kam in der Meistersaison 17-mal zum Einsatz (vier Tore). Insgesamt kam er bei Werder auf 31 Bundesligaspiele (acht Tore).

Im Sommer 1965 wechselte er wieder zurück zu Schwarz-Weiß Essen. Mit dem Klub erreichte Theo Klöckner 1967 als Regionalliga-Vizemeister die Bundesliga-Aufstiegsrunde und verpasste hinter Borussia Neunkirchen nur knapp den Aufstieg ins Oberhaus. Danach nahm er Abschied vom großen Fußball und kehrte zum VfB Speldorf zurück. Dort erreichte er 1969 unter dem späteren Uerdinger Bundesliga-Trainer Klaus Quinkert den Aufstieg in die höchste Amateurklasse.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Im Dezember 1958 wurde Klöckner von Bundestrainer Sepp Herberger in die Nationalmannschaft berufen. Sein Debüt bestritt er beim Spiel in Kairo gegen Ägypten, das mit 1:2 verloren wurde. Es war insofern ein bemerkenswertes Spiel, als es das erste Länderspiel einer Deutschen Nationalmannschaft außerhalb Europas war. Helmut Rahn besetzte den rechten, Theo Klöckner den linken Flügel. Klöckner bestritt danach noch ein weiteres Länderspiel. Am 20. Mai 1959 spielte er in Hamburg beim 1:1 gegen Polen. Außerdem kam er am 8. November 1959 beim Spiel der B-Nationalmannschaft gegen Ungarn zum Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten]