Theodoor Hendrik van de Velde

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Der friesisch-niederländische Arzt und Gynäkologe Theodoor Hendrik van de Velde (* 12. Februar 1873 in Leeuwarden; † 27. April 1937 in der Nähe von Lugano) war Direktor des Gynäkologischen Instituts in Haarlem (Niederlande).

Leben[Bearbeiten]

Sein 1926 erschienenes Buch Het volkomen huwelijk (deutsch: Die vollkommene Ehe) machte ihn international bekannt. Das Buch tritt für Wissen und Sinnlichkeit in der Erotik ein. Es gilt als "die Mutter aller Aufklärungsbücher".[1] In Deutschland erreichte Die vollkommene Ehe 1932, obwohl es von der römisch-katholischen Kirche auf die Liste der verbotenen Bücher (Index librorum prohibitorum) gesetzt wurde, die 42. Auflage. Im protestantischen, sozialdemokratischen Schweden war Det fulländade äktenskapet weithin bekannt, obwohl es als pornographisch und bis in die 1960er Jahre als ungeeignet für junge Leser betrachtet wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.welt.de/vermischtes/article123376912/Meine-wilden-Porno-Jahre.html

Werke[Bearbeiten]

  • Die vollkommene Ehe. Ein Studie über ihre Physiologie und Technik (1926).
  • Die Abneigung in der Ehe. Eine Studie über ihre Entstehung und Bekämpfung (1928).
  • Die Erotik in der Ehe. Ihre ausschlaggebende Bedeutung (1928).
  • Die Fruchtbarkeit in der Ehe und ihre wunschgemäße Beeinflussung (1929).

Rezeption[Bearbeiten]

  • 1928 wurde in Deutschland der van de Velde Film „Die Ehe“ gedreht. Regie: Eberhard Frowein, Autor: Theodoor van de Velde. Uraufführung Titania-Palast, 24. April 1929.
  • 1929 der Film „Fruchtbarkeit (Das Problem der Mutterschaft)“. Regie: Eberhard Frowein, Autor: Theodoor van de Velde.
  • 1968 „Die vollkommene Ehe“, Rialto Film Berlin. Regie: Franz-Josef Gottlieb. Buch: nach Theodoor van de Velde. Erstaufführung am 8. August 1968.

Literatur[Bearbeiten]

  • 1929 Hans Reimann: Die voll und ganz vollkommene Ehe. Eine Parodie auf van de Velde. Medizynischer Verlag Paul Steegemann, Berlin und Leipzig.
  • 1952 D. Felder: Die idealste und vollkommenste Ehe. Planet-Verlag, Braunschweig.
  • 1964 Elinor Goulding Smith: Die absolut vollkommene Ehe. Diogenes, Zürich.
  • G. Lindeboom: Dutch medical biography, 1984.
  • Volkmar Sigusch, Günter Grau (Hg.): Personenlexikon der Sexualforschung, Campus, Frankfurt a. M. 2009 ISBN 978-3-593-39049-9

Weblinks[Bearbeiten]