Theodor W. Adorno
Theodor W. Adorno (* 11. September 1903 in Frankfurt am Main; † 6. August 1969 in Visp, Schweiz; eigentlich Theodor Ludwig Wiesengrund) war ein deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist. Seine Arbeiten als Philosoph und Soziologe stehen in der Tradition von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx und Sigmund Freud. Mit seiner Gesellschaftskritik war er neben Max Horkheimer einer der Begründer und Hauptvertreter der als Frankfurter Schule oder Kritische Theorie bekannten Denkrichtung. Als „zweiter Meisterdenker der Frankfurter Schule“[1] repräsentierte er das Frankfurter Institut für Sozialforschung und galt wegen seiner schonungslosen Kritik am „Verblendungszusammenhang der bürgerlichen Gesellschaft“, der Auschwitz ermöglicht habe, als einer der theoretischen Väter der deutschen Studentenbewegung.
In behüteten großbürgerlichen Verhältnissen in Frankfurt aufgewachsen, war der musisch und intellektuell Hochbegabte früh der Musik und der Philosophie zugetan. Schon während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit dem vierzehn Jahre älteren Siegfried Kracauer, der sein erster philosophischer Mentor wurde. Als Student lernte er Anfang der zwanziger Jahre den Kommilitonen Horkheimer kennen, mit dem ihn eine enge lebenslange Freundschaft und Arbeitsgemeinschaft verband. Auch die Bekanntschaft mit seiner späteren Ehefrau Gretel Karplus und mit Walter Benjamin geht auf die Studentenzeit zurück. Der Freundschaft mit Benjamin verdankte er nachhaltige intellektuelle Anregungen.
Wie die anderen Mitglieder der Frankfurter Schule emigrierte Adorno aus politischen Gründen und wegen der Judenverfolgung aus Deutschland. Nach seiner Remigration aus den USA hat er wie wenige andere als „öffentlicher Intellektueller“ mit seinen Reden, Rundfunkvorträgen und Publikationen, trotz seiner anspruchsvollen Diktion, auf das kulturelle und intellektuelle Leben Nachkriegsdeutschlands eingewirkt und zur demokratischen Umerziehung des deutschen Volkes beigetragen.[2]
Als akademischer Lehrer begeisterte er viele Schüler und übte auf die Studentenbewegung intellektuellen Einfluss aus; ihren regelverletzenden und teilweise in Gewalt übergehenden Aktionen begegnete er allerdings mit Befremden und Distanz. So kritisch er auch die gesellschaftlichen Verhältnisse beurteilte, als Philosoph und Soziologe sah er seine primäre Aufgabe darin, „Phänomene zu deuten“.[3]
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Leben [Bearbeiten]
Frühe Frankfurter Jahre (1903–1924) [Bearbeiten]
Theodor (genannt "Teddie") Ludwig Wiesengrund war das einzige Kind des Weingroßhändlers Oscar Alexander Wiesengrund (1870–1946) und der Sängerin Maria Barbara Calvelli-Adorno (1865–1952), die „gerne den väterlichen Nachnamen des Sohnes durch den Zusatznamen mütterlicherseits ergänzt hätte“ – ein Wunsch, den ihr später der Sohn erfüllen sollte.[4] Die Mutter war Tochter eines Offiziers und korsisch-italienischer Herkunft und trat als ausgebildete Sängerin auch am kaiserlichen Hof in Wien auf. Der Vater stammte aus einer jüdischen Familie und konvertierte später zum Protestantismus, bevor er die katholische Maria Barbara heiratete.
Aufgewachsen ist Adorno in derselben Straße, in der Arthur Schopenhauer lange gelebt hatte: der Schönen Aussicht. Adornos Geburtshaus stand in der Nr. 9; im Nebenhaus, Schöne Aussicht 7, betrieb sein Vater eine Weinhandlung, zu der ein großes Weingut im Rheingau gehörte.[5] 1914 zog die Familie in ein neuerbautes, zweieinhalbstöckiges Haus im Stadtteil Oberrad, Seeheimer Straße 19.[6]
Adorno wurde katholisch getauft, empfing die Erstkommunion, ließ sich jedoch später unter dem intellektuellen Einfluss seines Religionslehrers evangelisch konfirmieren. Anders als seine Jugendfreunde Leo Löwenthal und Erich Fromm, die sich in dem − in Frankfurt einflussreichen – Freien Jüdischen Lehrhaus betätigten,[7] hatte er zur Religion seiner väterlichen Vorfahren keine besondere Beziehung. Ein engeres Verhältnis zum Judentum gewann er erst unter dem Eindruck des Völkermords an den Juden, wohl auch beeinflusst durch seine späte Freundschaft mit Gershom Scholem.
Adorno hatte „eine überaus behütete Kindheit“, vornehmlich geprägt von den beiden „Müttern“.[8] Die im Haus der Familie lebende, unverheiratete Tante, die Sängerin und Pianistin Agathe Calvelli-Adorno nannte Adorno stets seine „zweite Mutter“.[9] Von ihr erlernte er das Klavierspiel. Die Musik bildete den kulturellen Mittelpunkt der kosmopolitisch ausgerichteten, großbürgerlichen Familie. So zog seine Mutter mit der Partie des Waldvögleins aus Richard Wagners Oper Siegfried durch Europa. Adorno wurde mit einem Großteil der kammermusikalischen und symphonischen Literatur durch das Vierhändigspielen vertraut gemacht und konnte somit seine musikalische Kompetenz schon früh ausbilden.[10] Er nahm neben dem Schulunterricht bei Bernhard Sekles Privatstunden in Komposition. 1923 wurde ein Streichquartett des jungen Komponisten als Teil eines Konzerts des Lange-Quartetts aufgeführt, das ihm die Anerkennung eines Kritikers eintrug, „fast gleichberechtigt neben seinem Lehrer Bernard Sekles und seinem Rivalen Paul Hindemith genannt“ zu werden.[11]
Nachdem er zwei Klassen übersprungen hatte, bestand der „privilegierte Hochbegabte“[12] am Kaiser-Wilhelms-Gymnasium (heute Freiherr-vom-Stein-Schule) in Frankfurt bereits mit 17 Jahren, 1921 das Abitur als Jahrgangsbester.[13] Als Primus erlebte er Ressentiment und Feindseligkeit, die eine solche Begabung mit sich bringen kann.[14] So sah er sich im Gymnasium Quälereien von denen ausgesetzt, die „keinen richtigen Satz zustande brachten, aber jeden von mir zu lang fanden“; er hat diese Erlebnisse später in Minima Moralia verarbeitet.[15]
Früh zeigte sich so Adornos „überragende“ Begabung,[16] philosophisch geschult durch seinen 14 Jahre älteren Freund Siegfried Kracauer, einen bedeutenden Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Gemeinsam lasen sie über Jahre hinweg regelmäßig an Samstagnachmittagen Kants Kritik der reinen Vernunft, eine Erfahrung, die nach Adornos Selbstzeugnis für ihn prägend war: „Nicht im leisesten übertreibe ich, wenn ich sage, dass ich dieser Lektüre mehr verdanke als meinen akademischen Lehrern.“[17] Als Abiturient las er fasziniert die gerade erschienenen Bücher Theorie des Romans von Georg Lukács und Geist der Utopie von Ernst Bloch.[18] Scheinbar mühelos erlernte er Fremdsprachen: Latein, Griechisch, Französisch und in der Emigration Englisch.
An der Universität Frankfurt belegte er ab 1921 Philosophie, Musikwissenschaft, Psychologie und Soziologie; zur gleichen Zeit begann er seine Tätigkeit als Musikkritiker. Philosophie hörte er bei Hans Cornelius, Soziologie bei Gottfried Salomon-Delatour und Franz Oppenheimer.[19] In der Universität traf er 1922 in einem Seminar auf Max Horkheimer, mit dem er gemeinsame theoretische Ideen teilte und eine lebenslange Freundschaft schloss. Auch mit Walter Benjamin, den er durch Vermittlung Kracauers als Student kennengelernt hatte, pflegte er eine enge und dauerhafte Freundschaftsbeziehung. Das Studium absolvierte er sehr zügig: Ende 1924 schloss er es mit einer Dissertation über Edmund Husserls Phänomenologie mit summa cum laude ab. Die Arbeit, die er im Geist seines Lehrers Hans Cornelius abfasste, enthielt reine Schulphilosophie, die noch kaum etwas von Adornos späterem Denken ahnen ließ.
Aus der Geschäftsbeziehung zwischen der Frankfurter Weinhandlung Oscar Wiesengrund und der Berliner Fabrik für Lederverarbeitung Karplus & Herzberger und dem sich daraus entwickelnden freundschaftlichen Verhältnis zwischen den Firmen-Familien ging eine Liebesbeziehung zwischen dem temperamentvollen jungen „Teddie“ Wiesengrund und der Berlinerin Margarete (Rufname: Gretel) Karplus hervor, die zu einer lebenslangen Bindung führen sollte.[20]
Aufenthalt in Wien (1925–1926) [Bearbeiten]
Im März 1925 zog Adorno nach Wien, in die Geburtsstätte der Zwölftonmusik, wo er sich ein Zimmer in der Pension „Luisenheim“ im 9. Bezirk nahm.[21] Seine Absicht war es, bei Alban Berg, dem Schüler Arnold Schönbergs, ein Aufbaustudium in Komposition aufzunehmen und gleichzeitig bei Eduard Steuermann Klavierunterricht zu nehmen. Adorno hatte Alban Berg anlässlich der Uraufführung seiner Drei Bruchstücke für Gesang und Orchester aus Wozzek 1924 in Frankfurt kennengelernt.[22] Der aus Polen stammende Steuermann war der maßgebliche Pianist der Zweiten Wiener Schule, der die meisten Klavierwerke Schönbergs uraufgeführt hatte. Auch mit dem Begründer der Zweiten Wiener Schule, Schönberg, traf er zusammen. Adorno schätzte an Schönberg den „revolutionären Veränderer der überlieferten Kompositionsweise“,[23] seine Zwölftonkompositionen, die er in seiner später (1949) veröffentlichten Philosophie der neuen Musik entsprechend würdigte. Persönlich jedoch entwickelte sich eine „wechselseitige Antipathie“ zwischen beiden.[24] Schönberg hielt Adornos „Schreibstil für manieriert, die musiktheoretische Begriffsbildung für zu unverständlich“ und glaubte, dass dies der Neuen Musik in der öffentlichen Wirkung schade.[25] Adornos „musikästhetische Wertschätzung und persönliche Sympathie galt in erster Linie Alban Berg“,[26] zu dem er eine freundschaftliche Beziehung pflegte, die sich bis zu dessen frühem Tod (1935) in einem intensiven Briefwechsel niederschlug. Er begleitete Berg auch zur Uraufführung des Wozzeck im Dezember 1925 nach Berlin. Später veröffentlichte er über ihn die Monographie Berg. Der Meister des kleinsten Übergangs (1968).
Aber schon im ersten Jahr seines Wiener Aufenthalts verfasste er Aufsätze über Werke von Berg und Schönberg.[27] Er setzte damit seine bereits als Student aufgenommene musikkritische Tätigkeit fort, die er 1928 mit dem Eintritt in die Redaktion der musikalischen Avantgarde-Zeitschrift Anbruch krönen konnte.[28] Adornos Bestreben, die Zeitschrift als musikpolitisches Machtinstrument zur Durchsetzung avancierter Musik zu nutzen, stieß jedoch auf Widerstand in der Redaktion, aus der er dann 1931 offiziell ausschied.[29]
Die Jahre seines Wiener Aufenthalts waren für Adorno die kompositorisch intensivsten. Unter seinen Kompositionen machen eine Reihe von Klavierliederzyklen den umfangreichsten und auch gewichtigsten Teil aus. Daneben schrieb er Orchesterstücke, Kammermusik für Streicher und A-cappella-Chöre und bearbeitete französische Volkslieder.
Adornos Wiener Zeit stand auch unter dem Eindruck von Karl Kraus, dessen Lesungen er zusammen mit Berg besuchte. Die spektakuläre Vortragsweise Kraus' machten auf ihn anfänglich den Eindruck eines „halb priesterlichen und halb clownesken Komödianten“, erst später, vermittelt durch Lektüre, begann er ihn zu schätzen.[30] Zu den zahlreichen Bekanntschaften, die er in Wien machte, zählte auch die von Georg Lukács, der hier „unter schwierigen Lebensbedingungen“ als Emigrant lebte. Gegenüber Berg gestand er, dass Lukács ihn „geistig [...] tiefer fast als jeder andere beeinflusst“ habe. Dessen Theorie des Romans hatte ihn ja bereits als Abiturienten begeistert und dessen 1922 in Wien abgeschlossene Arbeit Geschichte und Klassenbewußtsein war für seine Marx-Rezeption (wie auch für die seiner engeren Freunde) eminent wichtig.[31] Eine enge Freundschaft verband ihn in dieser Zeit mit dem Prager Schriftsteller und Musiker Hermann Grab.
Mit Berg und dessen Frau Helene besuchte er nicht nur Konzerte und Opern; die Bergs führten ihn auch in exzellente Restaurants.[32] Überhaupt genoss er die sinnliche Lebensfreude der Donaumetropole, inklusive „vorsichtig erprobter Liebschaften“.[33]
Mittlere Frankfurter Jahre (1926–1934) [Bearbeiten]
Zurück aus Wien, widmete er sich der musikpublizistischen Tätigkeit und dem Komponieren. Neben Kritiken für einschlägige Zeitschriften, verfasste er Musikalische Aphorismen ,[34] von denen er die ersten in den Musikblättern des Anbruch, die späteren in der Frankfurter Zeitung veröffentlichte.[35] Im Dezember 1926 wurden seine unter der Ägide Bergs entstandenen Zwei Stücke für Streichquartett, op. 2, im Rahmen des Programms der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik vom Kolisch-Quartett uraufgeführt,[36] 1928 seine Sechs kurzen Orchesterstücke, op. 4, in Berlin unter Leitung von Walter Herbert.[37]
Daneben begann Adorno die Arbeit an einer Habilitationsschrift. Die Ergebnisse einer ausführlichen Beschäftigung mit der Psychoanalyse verarbeitete er in einer umfangreichen philosophisch-psychologischen Abhandlung mit dem Titel Begriff des Unbewußten in der transzendentalen Seelenlehre, die er seinem Doktorvater Cornelius vorlegte. Nachdem dieser Bedenken dagegen geäußert hatte, denen sich sein Assistent Horkheimer anschloss, zog Adorno 1928 das Habilitationsgesuch zurück. Cornelius hatte bemängelt, dass die Arbeit zu wenig originell sei, sein eigenes Denken paraphrasiere.[38]
Die Jahre 1928–30 waren für Adorno Jahre der beruflichen Ungewissheit. Vergeblich bemühte er sich um eine feste Anstellung als Musikkritiker bei Ullstein in Berlin. Seine Pläne für eine grundlegende redaktionelle Umgestaltung der Musikblätter des Anbruch zugunsten der avancierten Musik wurden schließlich von Geschaftsführung und den beiden anderen Mitgliedern der Redaktion unumwunden zurückgewiesen.[39] Diese Rückschläge ließen indessen seine Produktivität nicht erlahmen: zahlreiche Kompositionen und musikkritische Beiträge stammen aus dieser Zeit. Auch über seine finanzielle Lage brauchte er sich keine Sorgen zu machen, denn sein Vater sicherte ihm seine weitere Unterstützung zu.[40] Adorno weilte in diesen Jahren mehrfach in Berlin bei der mit ihm inzwischen verlobten Gretel Karplus, der promovierten Chemikerin und Berliner Unternehmerin; mir ihr unternahm er auch mehrere Reisen, u.a. nach Amorbach, Italien und Frankreich.[41] Bei seinen Berlin-Aufenthalten traf er mit vielen zeitgenössischen Autoren und Künstlern zusammen, u.a. mit Ernst Bloch, Kurt Weill, Hanns Eisler und Bertolt Brecht.
Adorno konzentrierte sich zudem auf die Abfassung einer zweiten Habilitationsschrift, „die er nun umstandslos ‚mein Kierkegaard-Buch‘ titulierte“.[42] Er hatte das Angebot des 1929 auf einen philosophischen Lehrstuhl neu berufenen evangelischen Theologen Paul Tillich, bei ihm zu habilitieren, angenommen. Nachdem er in „kaum mehr als zwölf Monaten“[43] die Arbeit über den dänischen Existentialphilosophen und Hegel-Kritiker niedergeschrieben hatte, reichte er sie als Habilitationsschrift Kierkegaard – Konstruktion des Ästhetischen ein und wurde damit im Februar 1931 an der Frankfurter Universität habilitiert. Die stark überarbeitete Buchausgabe (1933) trug die Widmung: „Meinem Freunde Siegfried Kracauer“. Kierkegaards Kritik an Hegels Geringschätzung des Individuums, das hinter dem objektiven Geist verschwindet, hat Adornos Blick auf Hegels Dialektik geschärft und nachhaltig beeinflusst. Viele später ausformulierte Motive Adornos finden sich in der von Horkheimer als „unerhört schwierig“ charakterisierten Kierkegaard-Schrift bereits versammelt;[44] darunter, wie Adorno in einer Nachschrift zur späteren Neuauflage hervorhebt, „das Motiv der Kritik von Naturbeherrschung und naturbeherrschender Vernunft, das der Versöhnung mit der Natur, des Selbstbewußtseins des Geistes als eines Naturmoments“.[45]
Nachdem Adorno die Venia legendi verliehen worden war, hielt er im Mai 1931 seine Antrittsvorlesung als Privatdozent für Philosophie; ihr Titel: „Die Aktualität der Philosophie“.[46] Aus seinem Nachlass zum ersten Mal erschienen, zeigt der Text viele Gedanken, die in sein späteres Gesamtwerk eingingen. Erstmals wurde darin der Begriff der Totalität in Frage gestellt, die das Denken nicht zu begreifen vermöge; Philosophie müsse lernen, auf die Totalitätsfrage zu verzichten. Zeitgenössischen Philosophierichtungen wie der Phänomenologie und der Seinslehre Heideggers sprach er ab, „die philosophischen Kardinalfragen“ zu beantworten. Einer Liquidation der Philosophie käme die These gleich, dass diese Fragen prinzipiell unbeantwortbar seien, wie sie der Positivismus der Wiener Schule vertrete, der die Philosophie in Wissenschaft aufzulösen vorschlage. Dem hielt Adorno entgegen: „die Idee der Wissenschaft ist Forschung, die der Philosophie Deutung“.[47] Anders als Horkheimer, der wenige Monate zuvor in seiner programmatischen Antrittsrede bei der Übernahme des Direktorats des Instituts für Sozialforschung[48] allein im interdisziplären Zusammenwirken der Einzelwissenschaften das Ziel einer „Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft als ganzer“ erreichbar sah,[49] wies Adorno in der „dialektischen Kommunikation“ von Soziologie und Philosophie der Soziologie die Aufgabe zu, das empirische Material, der Philosophie die, die Deutungsmuster zu liefern; letzteres fasste er in das Bild: „Schlüssel zu konstruieren, vor denen die Wirklichkeit aufspringt“.[50]
Im Auftrag Tillichs hatte Adorno schon vor seiner Antrittsvorlesung an der Frankfurter Universität Seminare veranstaltet. Sie waren, wie die nach der Ernennung zum Privatdozenten selbstständig durchgeführten Kollegs, der Ästhetik gewidmet. Nach der ihm erteilten Lehrbefugnis verblieben ihm noch vier Semester an der Frankfurter Universität. Zu den angebotenen Lehrveranstaltungen gehörten – neben „Kierkegaard“ und „Erkenntnistheoretische Übungen (Husserl)“ – „Probleme der Kunstphilosophie“, eine Veranstaltung, in der er sich mit Benjamins Schrift Ursprung des deutschen Trauerspiels befasste,[51] die Benjamin bereits 1925 als Habilitationsschrift bei der Frankfurter Philosophischen Fakultät eingereicht hatte und die von dieser abgelehnt worden war.
Adorno genoss bereits vor seiner Habilitation das Privileg, am „Kränzchen“ engagierter und links orientierter Intellektueller teilhaben zu dürfen, das sich im lockeren Turnus im Café Laumer zur Diskussion traf. Zu ihm gehörten Horkheimer, Tillich, Friedrich Pollock, der Nationalökonom Adolf Loewe und der frisch berufene Soziologe Karl Mannheim, gegen dessen wissenssoziologische Schrift Ideologie und Utopie Horkheimer und Adorno erhebliche Einwände erhoben.[52]
Vor seiner Emigration in die USA gehörte Adorno noch nicht zu den offiziellen Mitarbeitern des Instituts für Sozialforschung (wie Horkheimer, Pollock, Fromm und Löwenthal), er publizierte aber bereits im ersten Heft der von Horkheimer seit 1932 herausgegebenen Zeitschrift für Sozialforschung den Aufsatz Zur gesellschaftlichen Lage der Musik. Darin untersuchte er ideologiekritisch die Produktion und Konsumtion von Musik in der kapitalistischen Gegenwartsgesellschaft. Marxistische Begriffe wie „Warenproduktion“, „Verdinglichung“ und „Entfremdung“, „monopolkapitalistisch“, „Klassenherrschaft“ und „Klassenverhältnisse“, flossen ihm nun locker aus der Feder. Alle Musik trage das Zeichen der Entfremdung und fungiere als Ware. Über ihre Authentizität entscheide, ob sie sich Marktbedingungen widersetze oder unterwerfe. Ihre gesellschaftliche Funktion erfülle sie, wenn „sie in ihrem eigenen Material und nach ihren eigenen Formgesetzen die gesellschaftlichen Probleme zur Darstellung“ bringe.[53] Authentizität billigte er allein der atonalen Musik zu; alle anderen Formen klassifizierte er als kunstgewerbliche Produkte, deren ideologische Funktion es sei, vom gesellschaftlichen Zustand abzulenken.[54]
Adornos Lehrtätigkeit endete mit dem Wintersemester 1933. Das nationalsozialistische Regime entzog ihm im Herbst die Befugnis zur akademischen Lehre wegen seiner väterlicherseits jüdischen Abstammung. Wie viele andere Intellektuelle seiner Zeit erwartete er keine lange Dauer des neuen Regimes und räumte rückblickend ein, dass er die politische Lage 1933 völlig falsch beurteilt hatte.[55] Er machte sich anfangs sogar noch Hoffnung auf den Posten eines Musikkritikers bei der Vossischen Zeitung. In der Zeitschrift Europäische Revue glossierte er das von den Nationalsozialisten durchgesetzte Verbot des „Negerjazz“ dahingehend, dass das Dekret nachträglich sanktioniere, was sich musikalisch bereits vollzogen habe. Auch lobte er 1934 Männerchöre, die vertonte Gedichte von Hitlers Jugendführer Baldur von Schirach sangen.[56] Im Wintersemester 1962/63 von der Frankfurter Studentenzeitung Diskus mit diesen Veröffentlichungen konfrontiert, bedauerte er in einem offenen Brief seine „dumm-taktischen Sätze“, die der Torheit dessen geschuldet seien, „dem der Entschluß zur Emigration unendlich schwer fiel“.[57]
Zwischenstation Oxford (1934–1937) [Bearbeiten]
Als durch die nationalsozialistische Rassengesetzgebung definierter „Halbjude“ blieb Adorno zunächst noch Bewegungsspielraum in Nazi-Deutschland. Unter Beibehaltung seines amtlich gemeldeten Wohnsitzes in Frankfurt[58] ging er nach Großbritannien, wo er, obwohl bereits deutscher Philosophiedozent, nur als advanced student im Fach Philosophie am Merton College in Oxford aufgenommen wurde.[59] Er plante, mit einer Arbeit über die Philosophie Edmund Husserls den akademischen Grad Ph.D. zu erwerben. Sein Tutor war Gilbert Ryle, ein kompetenter Kenner der deutschen Philosophie, insbesondere Husserls und Heideggers, und der spätere berühmte Autor von The Concept of Mind. Kontakt hatte er auch zu dem Ideengeschichtler Isaiah Berlin.[60] Wie er Freunden mitteilte, arbeitete er „in einer unbeschreiblichen Ruhe und unter sehr angenehmen äußeren Arbeitsbedingungen“ (Brief an Ernst Krenek)[61], wenngleich er „das Leben eines mittelalterlichen Studenten mit Cap und Gown“ zu führen gezwungen war (Brief an Walter Benjamin).[62] An dem Manuskript arbeitete er von 1934 bis Herbst 1937, ohne es in Oxford abzuschließen.[63] Nachdem in den folgenden Jahren einzelne Kapitel veröffentlicht worden waren, erschien das Werk erst 1956 unter dem Titel Zur Metakritik der Erkenntnistheorie mit der Widmung „Für Max“.
Die Oxforder Jahre nutzte Adorno nicht nur für seine Husserl-Studien. Er schrieb eine kritische Abhandlung über die Wissenssoziologie Karl Mannheims[64] und musiktheoretische Artikel für die der Avantgarde verpflichtete Wiener Musikzeitschrift 23 sowie den Aufsatz Über Jazz, der 1936 in der Zeitschrift für Sozialforschung unter dem Pseudonym Hektor Rottweiler erschien.[65] Martin Jay verwies darauf, dass Adorno, der den Jazz noch nicht aus erster Hand kannte,[66] den Aufsatz „mit gelegentlich herausfordernden Behauptungen, die, kompromisslos vorgetragen, mehr dazu bestimmt waren, zu überwältigen als zu überzeugen“, ausgeschmückt habe.[67] Er lehnte gleich zu Beginn des Aufsatzes „jede Art von rein ästhetischer Analyse des Jazz emphatisch ab“. Mit der These „Der Jazz ist Ware im strikten Sinn“[68] bestritt Adorno seine erste prinzipielle Polemik gegen die aufkommende Unterhaltungsindustrie, die später in der Dialektik der Aufklärung die Bezeichnung Kulturindustrie erhalten sollte. Sein „Zerrbild vom Jazz“[69] hat er auch in späteren Veröffentlichungen nie mehr korrigiert.
Da die damaligen Devisenbestimmungen nur die Ausfuhr geringer Beträge erlaubten, kehrte Adorno, um sein Leben in Oxford finanzieren zu können, regelmäßig nach den Semestern zu längeren Aufenthalten nach Deutschland zurück – in ein Land, das ihm zur „Hölle“ geworden war, wie er dem in die USA emigrierten Horkheimer schrieb. Er traf dort neben Freunden seine Eltern und seine Verlobte,[70] für die, als Jüdin, das Leben in Deutschland immer prekärer wurde und die daher im August 1937 nach London übersiedelte, wo beide am 8. September 1937 im Standesamt des Districts Paddington heirateten. Einer der Trauzeugen war Horkheimer, der zu dieser Zeit, aus den USA kommend, die Zweigstellen des Instituts für Sozialforschung in Europa (Genf, Paris, London) bereiste.[71] Adorno bestand auf einer traditionellen Arbeitsteilung; „er dachte nicht im entferntesten daran, sich an der Organisation und Führung des Haushaltes zu beteiligen“.[72]
Während dieser Zeit unterhielt Adorno einen intensiven Briefwechsel mit dem bereits im amerikanischen Exil lebenden Max Horkheimer, den er im Dezember 1935 in Paris traf und im Juni 1937 für zwei Wochen in New York besuchte. Horkheimer machte ihm schließlich das Angebot, in den USA eine existenzsichernde wissenschaftliche Tätigkeit aufzunehmen und offizieller Mitarbeiter in seinem Institut für Sozialforschung zu werden.[73]
Mitte Dezember 1937 verbrachten die Adornos noch einen Urlaub an der Ligurischen Küste, wo sie sich mit Walter Benjamin trafen; und in Brüssel verabschiedete sich Adorno von den Eltern, die 1939 nachkommen konnten.[74]
Emigrant in den USA (1938–1953) [Bearbeiten]
Horkheimers Einladung folgend, siedelte Adorno mit seiner Frau im Februar 1938 in die USA über. Die Übersiedelung war eine Emigration aus Nazi-Deutschland. Seinen Eltern gelang die Emigration im Jahr darauf.[75] Nachdem die Adornos in den ersten Wochen eine provisorische Wohnung mitten in Greenwich Village (Christopher Street 45) bezogen hatten, mieteten sie ein Apartment am Riverside Drive 290, mit Blick auf den Hudson River und unweit der Columbia University, die dem Institut für Sozialforschung (nunmehr unter dem Namen Institute of Social Research) ein Gebäude zur Verfügung gestellt hatte. Das Paar richtete sich hier mit den aus Deutschland verschifften Möbeln ein und hatte von Anfang an keinen Mangel an privaten Kontakten und Beziehungen.[76]
Gleich nach seiner Ankunft wurde Adorno Mitarbeiter des Princeton Radio Research Projects, ein von dem österreichischen Soziologen Paul Lazarsfeld geleitetes größeres Forschungsvorhaben mit dem Titel The Essential Value of Radio to all Types of Listeners. Adorno wurde die Durchführung des musikalischen Teilprojekts übertragen, die für ihn eine gänzlich ungewohnte und aufreibende Tätigkeit bedeutete.[77] Während er seine Arbeit zur Hälfte dem empirischen Projekt widmete, war er zur anderen Hälfte als nunmehr offizieller Mitarbeiter an Horkheimers Institute of Social Research tätig[78] und neben Leo Löwenthal für die redaktionelle Arbeit für die Zeitschrift für Sozialforschung verantwortlich.[79] Überdies beteiligte er sich an den Seminaren, Vorträgen und internen Diskussionen über den Charakter des Nationalsozialismus.[80]
In seinem Rückblick auf Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika berichtete er, dass das Radio-Projekt „für kritische Sozialforschung wenig Raum“ ließ.[81] So schien ihm die Technik, dass Probanden per Knopfdruck über Gefallen oder Nichtgefallen von Musikstücken abstimmten, „gegenüber der Komplexität des zu Erkennenden höchst unzulänglich“.[82] Da sich die Untersuchungen im Rahmen des etablierten kommerziellen Radiosystems vollzogen und „verwertbare Informationen“ erwartet wurden,[83] war auf diese Weise kaum etwas über die Musiksoziologie zu ermitteln. Sein erster in den USA geschriebener Aufsatz – Über den Fetischcharakter der Musik und die Regression des Hörens –, der noch 1938 in der Zeitschrift für Sozialforschung erschien, war, nach des Autors eigenem Bekunden, der „erste Niederschlag“ seiner Arbeit am Radio Research Project.[84]
Da Adorno auf seiner kritischen Einstellung gegenüber dem administrative research[85] beharrte, kam es zu einem „anhaltenden Disput zwischen dem Musiktheoretiker und dem Sozialforscher“,[86] der schließlich dazu führte, dass Lazarsfeld die Zusammenarbeit nach zwei Jahren beendete. Adorno bewertete seine Erfahrungen als lehrreiche Auseinandersetzungen mit Sinn und Methoden der Sozialforschung sowie mit Radiomusik und Radiohörern. Aus dieser Tätigkeit resultierte schließlich eine umfangreiche Untersuchung in englischer Sprache: die unter dem Titel Current of Music zusammengefassten Studien, die Robert Hullot-Kentor rekonstruiert und herausgegeben hat.[87] Insgesamt betrachtet, fand Adorno in den New Yorker wie in den späteren kalifornischen Emigrationsjahren durch praktische Erfahrungen und Auseinandersetzungen einen Zugang zur empirischen Sozialforschung.[88]
Horkheimer, der Adorno nach seinem Ausscheiden aus dem Radio-Projekt eine volle Institutsstelle zugesagt und mit der redaktionellen Betreuung der Zeitschrift für Sozialforschung beauftragt hatte,[89] suchte in dieser Zeit die engere Zusammenarbeit mit ihm. Er hatte ihn als Mitarbeiter an dem schon länger geplanten Buch über „dialektische Logik“, das die Selbstzerstörung der Vernunft zum Thema haben sollte, vorgesehen. Ab Herbst 1939 fanden zwischen beiden Gespräche, etwa über die „Kritik am Positivismus“, „Krise des Individuums“, den „Begriff des Mythos“ und „Erkenntnis und Wahrheit“, statt, die Gretel Adorno teilweise protokollierte.[90] Zeitweilig war auch Herbert Marcuse, der damalige „hauptamtliche Philosoph des Instituts“,[91] mit dem Horkheimer in New York an einer materialistischen Kritik des Idealismus arbeitete, ebenfalls für die Mitarbeit vorgesehen. Da Horkheimer keineswegs mit letzter Deutlichkeit ausgeschlossen hatte, ihn an dem Dialektik-Buch zu beteiligen, war Adorno, „nicht frei von Eifersucht, […] alles dran gelegen, mit Horkheimer exklusiv das Buch zu schreiben“.[92] Bereits im Mai 1935 hatte Adorno aus Oxford an Horkheimer geschrieben, dass er an der Seite Horkheimers die Position Marcuses besser ausfüllen könne; es mache ihn traurig, dass „Sie philosophisch unmittelbar mit einem Mann arbeiten, den ich schließlich für einen durch Judentum verhinderten Faszisten halte“.[93][94]
Horkheimer und seine Frau Maidon siedelten 1940, vorwiegend aus gesundheitlichen Gründen – vor allem Maidon litt unter dem New Yorker Klima –, nach Los Angeles über und bezogen in Pacific Palisades einen eigens für sie gebauten Bungalow. Die Adornos zogen im November 1941 nach und zogen dort in ein gemietetes Haus ein.[95] Beide wohnten in unmittelbarer Nähe und zudem in Nachbarschaft einer Kolonie deutscher und österreichischer Emigranten, wie Berthold und Salka Viertel, Thomas und Katja Mann, Hanns Eisler, Bertolt Brecht und Helene Weigel, Max Reinhardt, Arnold Schönberg und vielen anderen. Die meisten von ihnen waren Hollywoods wegen gekommen, weil sie auf Arbeit für die Filmindustrie hofften.[96]
Ab Anfang 1942 begannen beide mit der Arbeit an dem Buch, das später den Titel Dialektik der Aufklärung tragen sollte. Mit ihm entstand als Gemeinschaftsarbeit von Adorno und Horkheimer unter Mithilfe von Adornos Frau Gretel das Hauptwerk der Kritischen Theorie, das erstmals 1944 im Herstellungsverfahren der Mimeographie unter dem Titel Philosophische Fragmente mit der Widmung „Friedrich Pollock zum 50. Geburtstag“ im Verlag des New York Institute of Social Research erschien und in seiner endgültigen Form 1947 im Amsterdamer Querido Verlag veröffentlicht wurde.
Angesichts des an den Juden – und anderen – verübten Massenmords legten die beiden Autoren eine Geschichtsphilosophie der Gesellschaft nach Auschwitz vor, die eine grundsätzliche Kritik der Aufklärung darstellte, deren Fortschrittsoptimismus obsolet geworden sei. Programmatisch heißt es gleich auf der ersten Seite, es gehe um „die Erkenntnis, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt“.[97] Dies zu erklären, setzte das Buch mit der dialektischen These einer Verschränkung von Vernunft und Mythos, von Natur und Rationalität ein. Die Vernunftkritik erfolgte aus einer katastrophischen Perspektive.[98]
Hartmut Scheible bezeichnet die „Jahre in Kalifornien“ als „die fruchtbarsten in Adornos Leben“.[99] Hier entstanden neben der Dialektik der Aufklärung die Minima Moralia und die Philosophie der neuen Musik, letztere als „ein ausgeführter Exkurs zur ‚Dialektik der Aufklärung‘“ verstanden.[100]
In diese Jahre fällt auch die Zusammenarbeit mit Thomas Mann, der für seinen Roman Doktor Faustus nicht nur zahlreiche Anregungen aus dem Manuskript zur Philosophie der neuen Musik bezog,[101] sondern Adorno, dem intimen Kenner der Musik-Avantgarde, wichtige Auskünfte zu musikphilosophischen und kompositionstechnischen Fragen verdankte. Im September 1943 hatte Thomas Mann Adorno in sein Haus am San Remo Drive eingeladen und aus dem achten Kapitel vorgelesen. Adornos Einwände und Ergänzungsvorschläge, die er „zunächst spontan, dann in schriftlicher Form machte, hat der Autor für die ersten Kapitel seines Romans [...] weitgehend berücksichtigt“.[102] Insbesondere der erste Teil der Philosophie der neuen Musik, der Teil über Schönberg, den Thomas Mann im Manuskript von Adorno erhalten hatte, begleitete die Arbeit am Roman. Bis ins kleinste musikalische Detail profitierte Thomas Mann sowohl in Gesprächen anlässlich mehrerer wechselseitiger Einladungen beider Familien als auch durch die Korrespondenz von der Expertise eines „so erstaunlichen Kenners“ (Mann über Adorno).[103]
Hanns Eisler, mit dem Adorno seit 1925 befreundet war und der nur ein paar Straßen weiter wohnte, trat im Dezember 1942 an Adorno mit der Idee heran, zusammen ein Buch über Filmmusik zu schreiben. Das 1944 auf Deutsch abgeschlossene Buch erschien 1949 unter dem Titel Composing for the films auf Englisch, mit Eisler als alleinigem Autor. Adorno, der in einem Brief an seine Mutter beanspruchte, 90 Prozent des Textes verfasst zu haben, war als Co-Autor zurückgetreten, weil Eisler, ein Anhänger des Sowjetmarxismus, vor das Committee of Un-American Activities zitiert worden war und Adorno nicht „Märtyrer einer Sache“ werden wollte, die nicht die seine war.[104] Erst in den 1960er Jahren bekannte er sich zu dieser gemeinsamen Arbeit und veröffentliche sie 1969 nach Eislers Tod mit dem Titel Komposition für den Film unter beider Namen.[105]
Nachdem Anfang 1944 das Manuskript des Dialektik-Buchs – zunächst noch mit Philosophische Fragmente betitelt – abgeschlossen worden war, stieg Adorno in das gemeinsam von der University of Berkeley und dem Institute of Social Research bearbeitete großangelegte Forschungsprojekt zum Thema Antisemitismus ein.[106] Auf dieses Projekt geht die 1950 veröffentlichte soziologische Studie The Authoritarian Personality (Die autoritäre Persönlichkeit) zurück, die Vorurteilsstrukturen und den Zusammenhang von Autoritätsgläubigkeit und Faschismus untersucht. In einem Brief vom 19. Juli 1947 an Horkheimer äußerte sich Lazarsfeld geradezu begeistert über die gelungene Kombination von kritischer und empirischer Sozialforschung.[107] Die von Adorno verfassten Teile sowie die von ihm und den beteiligten Autoren gemeinsam verfasste Einleitung, ferner das Kapitel über die F-Skala ließ er von Milli Weinbrenner, einer Mitarbeiterin des Instituts, übersetzen; erst posthum erschienen diese Texte unter dem Titel Studien zum autoritären Charakter (1973) auf Deutsch in der Bundesrepublik Deutschland.
Seine letzte Tätigkeit in den USA trat er im Oktober 1952 als Forschungsdirektor der Hacker Psychiatric Foundation an und befasste sich mit inhaltsanalytischen Untersuchungen über Zeitungshoroskope und Fernsehserien. Nachdem er mit dem Aggressionsforscher Friedrich Hacker in konfliktreiche Auseinandersetzungen geraten war, kündigte er seine Stellung und kehrte im August 1953 nach Deutschland zurück.[108]
So kritisch der Emigrant Adorno auch die in den USA beobachtete konformistische Gleichschaltung, die konsequente „Hereinziehung der Kulturprodukte in die Warensphäre“ beurteilte, ja, das Schreckbild einer möglichen Konvergenz des „europäischen Faschismus und der amerikanischen Unterhaltungsindustrie“ heraufziehen sah, stets behielt er als „existentielle Dankespflicht“ im Gedächtnis, dass er den USA seine „Rettung vor der nationalsozialistischen Verfolgung“ zu verdanken hatte.[109]
Späte Frankfurter Jahre (1949–1969) [Bearbeiten]
Im Oktober 1949 kehrte Adorno zum ersten Mal seit seiner Emigration wieder nach Deutschland zurück. Unmittelbarer Grund war die Vertretung Horkheimers in der Lehre an der Frankfurter Universität, die Horkheimer bereits 1949 wieder zum ordentlichen Professor, diesmal für Philosophie und Soziologie, berufen hatte.[110] Nach wechselnden Aufenthalten in Deutschland und den USA kehrte Adorno im August 1953 endgültig nach Deutschland zurück, wo ihn die Frankfurter Universität zum außerordentlichen Professor für Philosophie und Soziologe ernannte.[111]
Adornos Motivation zur Rückkehr nach Deutschland war nach eigener Aussage subjektiv durch Heimweh und objektiv durch die Sprache bestimmt. Er war auf die deutsche Sprache angewiesen, die für ihn eine „besondere Verwandtschaft zur Philosophie“ habe.[112] Als Wissenschaftler war er zurückgekommen, um an seiner Heimatuniversität als Lehrender an die ihm 1933 entzogene Privatdozentur für Philosophie anzuknüpfen, er wurde aber bald als Repräsentant einer anderen Disziplin, der Soziologie, bekannt, für die er während seiner Emigrationsjahre vielfältige Qualifikationen erworben hatte. Über die frühen Erfahrungen, die Adorno im besiegten Deutschland machte, äußerte er sich einerseits sehr kritisch: man treffe so gut wie keine Nazis, keiner wolle es gewesen sein und man habe von Allem nichts gewusst,[113] andererseits lobte er an den Studenten eine „leidenschaftliche Teilnahme“.[114] Eine frühe Freundschaft schloss er mit der Dichterin Marie Luise Kaschnitz; eine enge Zusammenarbeit entstand mit den beiden Herausgebern der Frankfurter Hefte, Walter Dirks und Eugen Kogon.[115]
Von den alten Institutsmitarbeitern war neben Horkheimer und Adorno nur noch Pollock nach Frankfurt zurückgekehrt; Fromm, Löwenthal, Marcuse, Neumann und Wittfogel zogen es vor, in den USA ihre akademische Karriere zu machen.[116] Für das am 14. November 1951 im neuen Gebäude wiedereröffnete Institut für Sozialforschung war Adorno von Anfang an als stellvertretender Direktor mitverantwortlich. Das Institut war die erste akademische Einrichtung, die ein Soziologiestudium im Nachkriegsdeutschland ermöglichte.[117] Nach dem Rückzug Horkheimers nach Montagnola in der Schweiz ruhte die Hauptarbeit faktisch auf seinen Schultern. 1958 übernahm er offiziell dessen Leitung.[118] In seiner Frau fand er eine aktive Mitarbeiterin, die gemeinsam mit ihm das Institut morgens betrat und abends verließ. Sie hatte ein eigenes Büro, im dem sie alle Texte Adornos vor der Drucklegung redigierte und den Studenten als „Beichtmutter“ und Vermittlerin zum „Übervater“ beistand. Selten verpasste sie eine seiner Vorlesungen.[119]
Die wissenschaftliche Produktivität, die Adorno in den USA entfaltet hatte, und die dort gemachten Erfahrungen mit der andersgearteten Soziologie bildeten die Grundlage dafür, dass er in Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Soziologie anerkannt wurde. Dazu beigetragen haben ferner seine kritischen Erörterungen über die empirische Sozialforschung und seine Beiträge zu dem bedeutendsten empirischen Nachkriegsprojekt des Instituts für Sozialforschung: das an die Fragestellungen der Authoritarian Personality anknüpfende Gruppenexperiment.[120] 1952 hielt er die Rede Zur gegenwärtigen Stellung der empirischen Sozialforschung in Deutschland, in der er deren Bedeutung in modifizierter Form für die Kritische Theorie betonte,[121] und in dem erstmals 1957 veröffentlichten Vortrag Soziologie und empirische Forschung stellte Adorno seine Kritik an der zeitgenössischen Soziologie und empirischen Sozialforschung dar.[122] Nachdem 1955 Ludwig von Friedeburg als der für die empirischen Forschungsprojekte verantwortliche neue Abteilungsleiter des Instituts eingestellt worden war, zog sich Adorno allmählich aus der empirischen Forschung zurück, obgleich er sich in der Folgezeit weiterhin „zum Verhältnis von theoretischer Reflexion und empirischer Forschung“ zu Wort meldete.[123] Adorno hatte zunächst, unter Einbeziehung der aus den USA stammenden Methoden, für den Ausbau der empirischen Sozialforschung in Deutschland und die Verbindung von quantitiven mit qualitativen Verfahren (wie Content Analysis und Gruppendiskussion) votiert. Hatte er dabei noch die Möglichkeit einer Verknüpfung von Empirie mit Theorie betont, äußerte er sich später zunehmend skeptischer hinsichtlich einer derartigen Vermittlung.[124] Diese Skepsis steigerte sich zur Polarisierung im sogenannten Positivismusstreit, der 1961 mit einem Referat von Karl Popper und dem Korreferat Adornos zur „Logik der Sozialwissenchaften“ auf einer Tübinger Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie seinen Ausgang nahm und an dessen weiterem Verlauf sich Ralf Dahrendorf, Jürgen Habermas und Hans Albert beteiligten.[125]
Von 1963 bis 1967 amtierte Adorno als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und zeichnete für den 16. Deutschen Soziologentag verantwortlich, der unter dem Titel Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft 1968 in Frankfurt am Main veranstaltet wurde.[126] Der Zeitpunkt fiel mit dem Höhepunkt der Studentenbewegung zusammen, so dass ein störungsfreier Verlauf der Debatten nicht zu erwarten war. Die Akteure auf dem Podium reagierten indessen gelassen auf die wiederholten Regelverletzungen der Studenten.
Neben seiner Tätigkeit als Universitätslehrer und als Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung verfasste Adorno bedeutende philosophische Schriften. Bereits 1951 war die aus der Emigration mitgebrachte und erweiterte Sammlung von Aphorismen: Minima Moralia erschienen, die er Max Horkheimer widmete und in denen er „Momente der gemeinsamen Philosophie von der subjektiven Erfahrung her“[127] festgehalten hatte. Das mehr als 100.000 mal verkaufte Buch enthält die berühmt gewordene Sentenz „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“.[128][129] Das 1956 publizierte Werk über Husserl, Zur Metakritik der Erkenntnistheorie, ging in Teilen noch auf die Oxforder Studien zurück. Diese hat er 1955/56 überarbeitet und erweitert. Noch 1968 bezeichnete er die Arbeit als das ihm nächst der Negativen Dialektik wichtigste Buch.[130] Sein philosophisches Hauptwerk war die Negative Dialektik, die Adorno selbst als „Antisystem“ charakterisierte (erschienen erstmals 1966).[131]
Am westdeutschen Musikleben der Nachkriegszeit nahm Adorno durch seine musikphilosophischen und musiksoziologischen Veröffentlichungen teil, wie mit der schon in der Emigration entstandenen Philosophie der neuen Musik (1949), den Monographien über Wagner (1952), Gustav Mahler (1960) und Alban Berg (1968) sowie der Einleitung in die Musiksoziologie (1962),[132] aber auch als Musiklehrer im Rahmen der bis in die späten 1960er Jahre im jährlichen Turnus stattfindenden Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, an denen er zwischen 1950 und 1966 als Kursleiter und Vortragender nahezu regelmäßig teilnahm.[133]
Außer der Musik war es die Literatur, die Adornos ästhetisches Denken beflügelte; seine philosophischen Ansichten zu dieser Kunstgattung legte er in zahlreichen Aufsätzen nieder, die in den vier Bänden der Noten zur Literatur zusammengefasst sind.[134] Mit Schriftstellern wie Ingeborg Bachmann, Alexander Kluge und Hans Magnus Enzensberger pflegte er freundschaftliche Beziehungen. Er entwickelte eine erstaunliche Medienpräsenz, die ihn zum gefragten Kenner und Diskutanten nicht nur auf den Gebieten der Philosophie und Soziologie, sondern auch der Musiktheorie und Literaturkritik machte.[135] In den letzten Lebensjahren arbeitete er an seiner Ästhetik, die nach dem Germanisten Gerhard Kaiser „alle Motive seines Denkens engführt“.[136] Sie erschien posthum als Fragment 1970.
Adorno war ein geschätzter Hochschullehrer. Seit Ende der 1950er Jahre strömten Studenten aller Fachrichtungen in seine Vorlesungen, die im größten Hörsaal stattfanden. Am zahlreichsten unter den Hörern waren freilich Soziologiestudenten. Sein auf wenige Notizen sich stützender, in nuancierter Diktion frei formulierter Vortrag schlug viele in den Bann. Die „Emphase des sprachlichen Ausdrucks“ und die „stilistischen Manierismen“, erzeugten aber auch, vornehmlich bei ich-schwachen Menschen, Hemmungen und Ängste, die in einen „elitären Gestus“ (Adornismus) umschlagen konnten.[137]
Die letzten Jahre Adornos standen ganz im Zeichen von Konflikten mit seinen Studenten. Die ersten Irritationen gingen jedoch von München und Berlin aus. In München hatten Dieter Kunzelmann und die studentische Subversive Aktion 1964 Adornos Namen in einer Zitatenmontage missbraucht, um auf den Zwiespalt zwischen radikaler Gesellschaftskritik und ausbleibenden praktischen Konsequenzen hinzuweisen. In Berlin verwickelte Rudi Dutschke Adorno nach dessen Vortrag über den Begriff der Gesellschaft an der Freien Universität 1965 in eine scharfe Kontroverse über das Missverhältnis von Theorie und Praxis.[138] Aber erst, als sich aus der außerparlamentarischen Opposition (APO) gegen die von der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gebildete Regierung und deren geplante Notstandsgesetze wie auch gegen den Vietnamkrieg eine neuartige Studentenbewegung mit dem SDS an der Spitze bildete, verschärften sich die Spannungen.[139] Während Adorno sich den entschiedenen Kritikern dieser Gesetze anschloss und mit ihnen öffentlich auf einer Veranstaltung des Aktionskomitees Demokratie im Notstand am 28. Mai 1968 Stellung bezog, hielt er Distanz zum studentischen Aktionismus.
Es waren nicht zuletzt Schüler Adornos, die den Geist der Revolte repräsentierten und „praktische Konsequenzen“ aus der Kritischen Theorie zu ziehen versuchten. Als am 2. Juni 1967 bei einer Berliner Demonstration gegen den Schah-Besuch der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen wurde, begann sich die APO zu radikalisieren. Unmittelbar nach dem Tod Ohnesorgs hatte Adorno vor Beginn seiner Ästhetik-Vorlesung seine „Sympathie für den Studenten“ ausgesprochen, „dessen Schicksal […] in gar keinem Verhältnis zu seiner Teilnahme an einer politischen Demonstration steht“.[140] Die Köpfe der Frankfurter Schule hatten zwar Sympathie mit den studentischen Kritikern und deren Protesten gegen restaurative Tendenzen und „technokratische Hochschulreform“,[141] waren aber nicht bereit, deren aktionistisches Vorgehen zu unterstützen.
Zum Verhältnis von Theorie und Praxis äußerte sich Adorno In einem längeren Spiegel-Interview im Mai 1969: „Ich habe neulich in einem Fernsehinterview gesagt, ich hätte zwar ein theoretisches Modell aufgestellt, hätte aber nicht ahnen können, dass Leute es mit Molotow-Cocktails verwirklichen wollen. […] Seitdem es in Berlin 1967 zum erstenmal zu einem Zirkus gegen mich gekommen ist, haben bestimmte Gruppen von Studenten immer wieder versucht, mich zur Solidarität zu zwingen, und praktische Aktionen von mir verlangt. Das habe ich verweigert.“[142]
Die Studenten agierten zunehmend gegen ihre einstigen Vorbilder, beschimpften sie in einem Flugblatt gar als „Büttel des autoritäten Staates“.[143] Adornos Vorlesungen wurden wiederholt von studentischen Aktivisten gesprengt, am spektakulärsten, als im April 1969 Hannah Weitemeier und zwei andere Studentinnen Adorno mit entblößten Brüsten auf dem Podium bedrängten und ihn mit Rosen- und Tulpenblüten bestreuten.[144] „Das Gefühl, mit einem Mal als Reaktionär angegriffen zu werden, hat immerhin etwas Überraschendes“, schrieb Adorno an Samuel Beckett.[145] Andererseits waren Adorno und Horkheimer Vorwürfen von rechts ausgesetzt, sie seien die geistigen Urheber der studentischen Gewalt.
1969 sah Adorno sich gezwungen, seine Vorlesung einzustellen. Als am 31. Januar Studenten in das Institut für Sozialforschung eingedrungen waren, um kategorisch eine sofortige Diskussion über die politische Situation durchzusetzen, riefen die Institutsdirektoren – Adorno und Ludwig von Friedeburg – die Polizei und zeigten die Besetzer an. Adorno, der immer ein Gegner des Polizei- und Überwachungsstaats gewesen war, litt unter diesem Bruch seines Selbstverständnisses. Er musste als Zeuge vor dem Frankfurter Landgericht gegen Hans-Jürgen Krahl, einen seiner begabtesten Schüler, aussagen. Adorno äußerte sich dazu in einem Brief an Alexander Kluge: „Ich sehe nicht ein, warum ich mich zum Märtyrer des Herrn Krahl machen soll, von dem ich mir doch ausdachte, dass er mir ein Messer an die Kehle setzt, um mir diese durchzuschneiden, und auf meinen gelinden Protest erwidert: Aber Herr Professor, das dürfen Sie doch nicht personalisieren“.[146]
Ab Februar 1969 bis zu Adornos Tod trugen Adorno und Herbert Marcuse in einem intensiven Briefwechsel einen Dissens aus, von dem Adorno in einem Brief an Horkheimer bereits befürchtete, er könnte einen „Bruch zwischen ihm und uns“ herbeiführen.[147] Marcuse kritisierte Adornos Praxis-Abstinenz ebenso wie Habermas’ Vorwurf des „linken Faschismus“ gegenüber den rebellierenden Studenten sowie die polizeiliche Räumung des besetzten Instituts.[148] Adorno verteidigte Habermas’ Vorwurf. Auch er sah jetzt Tendenzen, die „mit dem Faschismus unmittelbar konvergieren“, und nahm, wie er Marcuse schrieb, „die Gefahr des Umschlags der Studentenbewegung in Faschismus viel schwerer als Du“.[149]
Am Tag nach der Gerichtsverhandlung gegen Krahl fuhr er mit seiner Frau in den üblichen Sommerurlaub in die Schweizer Berge nach Zermatt. Ungenügend akklimatisiert, fuhr er mit der Seilbahn in noch größere Höhe. Mit Herzbeschwerden wurde er in eine Klinik gebracht und erlag dort am 6. August 1969 einem Herzinfarkt.
Der Pädagoge und Religionsphilosoph Georg Picht schrieb in seinem Nachruf:[150]
„Gesetzt, der Geist hätte nach Auschwitz in Deutschland noch eine Geschichte, so müßte der Tod von Theodor W. Adorno wirken, als ob plötzlich die Uhr still stünde.“
Das Grab von Theodor W. Adorno befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.
Intellektuelle Einflüsse [Bearbeiten]
Hegel [Bearbeiten]
Adornos Aneignung der Hegelschen Philosophie lässt sich bis auf seine Antrittsvorlesung von 1931 zurückverfolgen; der Schlüsselbegriff ist die Dialektik. Hegel lehnte es ab, Methode und Inhalt zu trennen, da Denken immer Denken von etwas ist, so dass Dialektik für ihn „die begriffene Bewegung des Gegenstands selbst“ ist.[151] Nach Gerhard Schweppenhäuser hat Adorno sich diesen Anspruch zu eigen gemacht, vornehmlich indem er seine Denkweise auf eine der Hegelschen Grundkategorien, der bestimmten Negation, gründete,[152] derzufolge Etwas nicht abstrakt verneint und in Null aufgelöst, sondern durch Entgegengesetztes in einem neuen, reicheren Begriff aufgehoben wird.[153]
Seine Drei Studien zu Hegel verstand Adorno als „Vorbereitung eines veränderten Begiffs von Dialektik“; sie hören dort auf, „wo erst zu beginnen wäre“.[154] Dieser Aufgabe widmete sich Adorno in einem seiner späteren Hauptwerke, der Negativen Dialektik (1966). Der Titel bringt „Tradition und Rebellion gleichermaßen zum Ausdruck“.[155] Unter Heranziehung Hegelscher Motive entfaltet er gegen dessen spekulative Dialektik seine, die negative Dialektik des Nichtidentischen (siehe dazu weiter unten).
Karl Marx [Bearbeiten]
Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie gehört zum Hintergrundverständnis des Adornoschen Denkens, freilich – nach Jürgen Habermas – als „verschwiegene Orthodoxie, deren Kategorien [...] sich in der kulturkritischen Anwendung [verraten], ohne als solche ausgewiesen zu werden“.[156] Seine Marx-Rezeption erfolgte zunächst vermittelt durch Georg Lukács' einflussreiche Schrift Geschichte und Klassenbewußtsein; von ihm übernahm Adorno die marxistischen Kategorien des Warenfetisch und der Verdinglichung. Sie stehen in enger Verbindung zum Begriff des Tauschs, der wiederum im Zentrum von Adornos Philosophie steht und erkenntnistheoretisch weit über die Ökonomie hinausweist. Unschwer ist die entfaltete „Tauschgesellschaft“ mit ihrem „unersättlichen und destruktiven Expansionsprinzip“[157] als die kapitalistische zu dechiffrieren. Neben dem Tauschwert nimmt der Marxsche Ideologiebegriff in seinem gesamten Werk einen prominenten Stellenwert ein.
Auch der Klassenbegriff, den Adorno eher selten benutzte, hat seinen Ursprung in der Marxschen Theorie. Zwei Texte Adornos beziehen sich explizit auf den Klassenbegriff: der eine ist das Unterkapitel Klassen und Schichten aus der Einleitung in die Musiksoziologie, der andere ein unveröffentlichter Aufsatz aus dem Jahre 1942 mit dem Titel Reflexionen zur Klassentheorie, der erstmals posthum in den Gesammelten Schriften veröffentlicht wurde.[158]
Sigmund Freud [Bearbeiten]
Die Psychoanalyse ist ein konstitutives Element der Kritischen Theorie. Zwar hat Adorno, im Gegensatz zu Horkheimer, sich nie der praktischen Erfahrung einer Psychoanalyse unterzogen,[159] aber schon früh das Werk Sigmund Freuds rezipiert. Seine Freud-Lektüre reicht in die Zeit seiner Arbeit an der ersten (zurückgezogenen) Habilitationsschrift - Der Begriff des Unbewußten in der transzendentalen Seelenlehre - von 1927 zurück. Darin vertrat Adorno die These, „dass die Heilung aller Neurosen gleichbedeutend ist mit der vollständigen Erkenntnis des Sinns ihrer Symptome durch den Kranken“.[160] In dem Aufsatz Zum Verhältnis von Soziologie und Psychologie (1955) begründete er als Notwendigkeit, „angesichts des Faschismus“ die „Theorie der Gesellschaft durch Psychologie, zumal analytisch orientierte Sozialpsychologie zu ergänzen“. Um den Zusammenhalt der repressiven, gegen die Interessen der Menschen gerichteten Gesellschaft erklären zu können, bedürfe es der Erforschung der „in den Massen vorherrschenden Triebstrukturen“.[161]
Adorno blieb immer Anhänger und Verteidiger der Freudschen Orthodoxie, der „Psychoanalyse in ihrer strengen Gestalt“.[162] Aus dieser Position heraus hat er schon früh Erich Fromm[163] und später Karen Horney wegen ihres Revisionismus angegriffen.[164] Vorbehalte äußerte er sowohl gegen eine Soziologisierung der Psychoanalyse[165] als auch gegen ihre Reduzierung auf ein therapeutisches Verfahren.[166] Der Freud-Rezeption verdankte Adorno zentrale analytische Begriffe wie Narzissmus, Ichschwäche, Lust- und Realitätsprinzip. Freuds Schriften Das Unbehagen in der Kultur und Massenpsychologie und Ich-Analyse waren ihm wichtige Referenzquellen. Der „geniale(n) und viel zu wenig bekannte(n) Spätschrift über das Unbehagen in der Kultur“[167] wünschte er „die allerweiteste Verbreitung gerade im Zusammenhang mit Auschwitz“; zeige sie doch dass mit der permanenten Versagung, die Zivilisation auferlege, „im Zivilisationsprinzip selbst die Barbarei angelegt ist“.[168]
Werk [Bearbeiten]
Jan Philipp Reemtsma hat Adornos Publikationen zu den verschiedenen Themengebieten nach quantitativen Anteilen an seinen Gesammelten Schriften erfasst: demnach entfallen auf im weitesten Sinne philosophische Fragen 2.600 Seiten, auf soziologische Themen 1.500 Seiten, auf literaturtheoretische bzw. -kritische rund 800 Seiten, auf die musikalischen Schriften hingegen mehr als 4.000 Seiten.[169]
Philosophie, Soziologie, Kulturkritik [Bearbeiten]
Rolf Wiggershaus, der Chronist der Frankfurter Schule, bezeichnet in seiner Einführung zu Adornos Denken dessen „Philosophie des Nichtidentischen“ als den Horizont seiner kritischen Gesellschaftstheorie.[170]
Die Philosophie des Nichtidentischen wendet sich sowohl gegen Ursprungsphilosophie (die ein Erstes – Geist oder Materie – voraussetzt) als auch gegen Subjektphilosophie (die das Objekt als ein dem Subjekt Unterworfenes oder Nachgeordnetes denkt). Objekt hat verschiedene Bedeutungen bei Adorno: andere Subjekte, Natur, Dinge, Verdinglichtes. Das Subjekt ist als bewusstes Wesen für Adorno zugleich Teil des ihm gegenüberstehenden Naturzusammenhangs, den es im eigenen Bewusstsein hat, aber als etwas anderes erkennt. Mit dem Verweis auf das mit dem Subjekt nicht Identische plädiert Adorno als „Anwalt des Nicht-Identischen“[171] für ein anderes Verhältnis zur eigenen und äußeren Natur, das nicht mehr durch Verfügung und Herrschaft bestimmt ist, sondern durch Versöhnung und Anverwandlung.[172] Für letzteres bemüht Adorno häufig den Begriff Mimesis.
Adornos Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse und ihrer Ideologie richtet sich gegen die „verwaltete Welt“ (ein Synonym für den nachliberalen Spätkapitalismus) und die „Kulturindustrie“. Beiden wohne die Tendenz zur Liquidation des Individuums und alles Abweichenden inne, mit anderen Worten: der Beseitigung oder Unterwerfung des Nichtidentischen und Nichtverfügbaren. Im Rahmen des verordneten Konsums und der organisierten Ausfüllung der arbeitsfreien Zeit „durch Kulturindustrie, Technikbegeisterung und Sport“ erfolge eine „restlose Erfassung der Menschen bis in ihr Innenleben hinein“.[173] Durchgängig ist Adornos negativer Bezug auf die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse. Auf ein positives Wort wartete schon Thomas Mann 1952 vergebens. Er kritisierte die Negativität des Adornoschen Denkens: „Gäbe es nur je ein positives Wort bei Ihnen, Verehrter, das eine auch nur ungefähre Vision der wahren, der zu postulierenden Gesellschaft gewährte! Die Reflexionen aus dem beschädigten Leben ließen es daran, nur daran, auch schon fehlen. Was ist, was wäre das Rechte?“[174]
Adornos Kritische Theorie ist nach dem Germanisten Gerhard Kaiser wesentlich „ästhetische Theorie“: in seiner posthum erschienenen Ästhetik würden alle Motive seines Denkens enggeführt.[175] Die Zentrierung der Kritischen Theorie auf die Ästhetik sieht Kaiser darin begründet, dass Adorno in der Kunst den „authentischen Ausdruck des Leidens an der hoffnungslosen und ausweglosen gesellschaftlichen Wirklichkeit“ wahrnehme. Adornos Satz – „In jedem genuinen Kunstwerk erscheint etwas, was es nicht gibt“[176] – verweist auf ein Glücksversprechen (Stendhals promesse du bonheur), das als „Totalnegation der gegebenen Wirklichkeit“ gelesen werden kann.[177] Glück gibt es nur „als Erscheinung, die eschatologisch der Erfüllung harrt“.[178] Wichtige Anregungen seines ästhetischen Denkens verdankt Adorno dem befreundeten Walter Benjamin, der „in allen seinen Phasen […] den Untergang des Subjekts und die Rettung des Menschen zusammengedacht“ habe.[179] Beide sehen im Lichte einer „inversen Theologie“ das verdinglichte, verkehrte Leben aus der Perspektive des erlösten.[180]
Als Adornos Hauptwerke gelten heute vier sehr unterschiedliche Werke (siehe dazu die jeweiligen Sonderseiten). Die in der Emigration gemeinsam mit Max Horkheimer verfasste Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente (1947) wird auch als zentraler Text der Frankfurter Schule angesehen und prägte den Begriff der Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug. Ebenfalls in der Emigration entstanden die Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben (1951), ein aphoristisches „Kaleidoskop der global organisierten Unmündigkeit“. Selbst betrachtete Adorno die Negative Dialektik (1966) als sein Hauptwerk, eine philosophische Kritik des „identifizierenden Denkens“; der Titel war für ihn gleichbedeutend mit dem Konzept der Kritischen Theorie. Posthum erschien 1970 Adornos Ästhetische Theorie, die seine Philosophie der Kunst darstellt.
Adorno bestand darauf, dass in einer widersprüchlichen Welt auch das Denken widersprüchlich sein müsse, und somit die Systembildung abzulehnen sei („das Ganze ist das Unwahre“). Er beschäftigte sich mit den Einzelwissenschaften, übte gleichwohl immanente Kritik an der Arbeitsteiligkeit, welche immer mehr einzelne wissenschaftliche Disziplinen von der Philosophie abgespalten und zu gegeneinander abgegrenzten Fächern im Wissenschaftsbetrieb gemacht habe. Reflexion über die gesellschaftlichen Bedingungen der wissenschaftlichen Arbeitsteilung machte ihn zum Kritiker des Positivismus, den er weiter fasste als allgemein üblich. Im so genannten Positivismusstreit zwischen Karl Popper und Hans Albert auf der einen Seite und den Vertretern der Frankfurter Schule auf der anderen Seite, der in den 1960er Jahren um Methoden und Werturteile in den Sozialwissenschaften geführt wurde, war Adorno einer der Protagonisten. Von ihm stammte der Begriff Positivismusstreit, der von den Kontrahenten zunächst abgelehnt wurde, sich aber schließlich durchgesetzt hat.[181]
Der philosophischen Dechiffrierung von Dichtung waren seine unter dem Titel Noten zur Literatur zusammengefassten Essays gewidmet. Sie enthalten die in der Fachwelt mit großer Resonanz aufgenommenen Essays über Kafka, Beckett und Hölderlin. Adorno sah in der Literatur, neben der Musik, einen „letzten Ort für den ‚Vor-Schein‘ des Utopischen als eines möglichen Anderen“.[182]
Einen anderen Schwerpunkt seines Denkens hat Adorno gern mit der Formulierung Walter Benjamins, des neben Horkheimer ihm wohl am nächsten verwandten Philosophen, gekennzeichnet, der zufolge „das Ewige jedenfalls eher eine Rüsche am Kleid ist als eine Idee“. Nicht vom „Sein des Seienden“ oder ähnlichen Abstraktionen, die durch die Fundamentalontologie und ihre Abwandlungen große Bedeutung in der Philosophie des 20. Jahrhunderts hatten, ist bei Adorno die Rede, der in Heidegger seinen größten philosophischen Gegner sah. Adornos Denken wendet sich häufig gerade dem Unscheinbaren, Undurchsichtigen, dem „Abhub der Erscheinungswelt“ zu, von dem Freud gesprochen hat.
Abgesehen von den im engeren Sinn fachphilosophischen Schriften lässt sich der philosophische Gehalt der Texte Adornos nur selten leicht erschließen. Meistens ist er der Analyse des Konkreten verpflichtet, macht Beobachtungen, bildet Begriffe. Konzepte, Formeln und Anweisungen zum Verständnis fehlen. Im Mittelpunkt steht jeweils das Individuum in der zeitgenössischen Gesellschaft. Er legte Wert auf den Primat des Inhaltlichen gegenüber den leer gewordenen Abstraktionen der traditionellen Philosophie. Insbesondere kritisierte er die klassische Erkenntnistheorie, weil in Systemen das Individuelle und Nichtidentische verstümmelt werde, statt es zu begreifen. Wenn man nicht hinter Kant und Hegel zurückfallen wolle, müsse Philosophie Kritik sein. Entsprechend ist die „Negative Dialektik“ ein „Antisystem“, das negativ ist, weil es Widersprüche aufdeckt, und dialektisch, weil es die begriffliche Vermitteltheit der Gegensätze der gesellschaftlich historischen Situation erfasst.
Dennoch hat Adorno an der Philosophie, sogar an Metaphysik im Sinn der Spekulation, die sich nicht nur mit dem Seienden beschäftigt, festgehalten. Nur als Negation, so seine Lehre in der Negativen Dialektik, überdauert dies Bedürfnis, über das Bestehende hinauszudenken. Es „vertritt in der innersten Zelle des Gedankens, was nicht seinesgleichen ist. Die kleinsten innerweltlichen Züge haben Relevanz fürs Absolute.“ Adornos Philosophie richtet sich gegen Ideologien und metaphysische Gedankengebäude, aber auch gegen die Akzeptanz des Faktischen.
„Demokratische Pädagogik“ [Bearbeiten]
Jürgen Habermas hat in einem Vortrag über jüdische Remigranten auf eine andere Seite des Gesellschaftskritikers Adorno aufmerksam gemacht.[183] In zahlreichen öffentlichen Auftritten und Vorträgen habe sich der vermeintlich pessimistische Sozialphilosoph und resignative Intellektuelle als „reformistischer, geradezu sozialdemokratischer […] Volkspädagoge“[184] gezeigt, der das Programm der amerikanischen Besatzungsmächte zur demokratischen Umerziehung (Re-Education) der Deutschen ernst nahm.[185]
Der Kulturwissenschaftler Volker Heins hat nach erster Durchsicht der ab Herbst 2012 im Suhrkamp Verlag zur Veröffentlichung anstehenden Publikationen Adornos mit „improvisierten Vorträgen“ (2 Bände) und mit „Gesprächen, Diskussionen und Interviews“ (3 Bände) bei ihm eine „aufklärerische Prämisse der Einsichtsfähigkeit und Erziehbarkeit des Publikums“ entdeckt,[186] die deutliche Spannungen „zwischen seiner Kritischen Theorie und der Rhetorik seiner öffentlichen Vorträge“[187] erkennen ließen. Als einer der bekanntesten pädagogischen Texte Adornos gilt sein Vortrag von 1966 im Hessischen Rundfunk Erziehung nach Auschwitz.[188]
Musikalische Schriften und Kompositionen [Bearbeiten]
Rolf Wiggershaus sieht in der Musikphilosophie den „Ausgangs- und Endpunkt“ des Adornoschen Denkens.[189] In der 20bändigen Ausgabe seiner Gesammelten Schriften sind allein acht Bände den musikalischen Schriften Adornos vorbehalten (Bände 12 bis 19), beginnend mit der Philosophie der neuen Musik (Erstausgabe 1949) und endend mit der Sammlung seiner Opern- und Konzertkritiken.
Dirigenten wie Gary Bertini, Michael Gielen, Giuseppe Sinopoli und Hans Zender setzten sich für den Komponisten Adorno ebenso ein wie Walter Levin mit dem LaSalle String Quartet. Die Pianistin Maria Luisa Lopez-Vito hat seit 1981 die Klavierstücke Adornos nach und nach bei Konzerten in Palermo, Bozen, Berlin, Hamburg und an anderen Orten uraufgeführt. Frühe Streichquartette wurden vom Neuen Leipziger Streichquartett, Streichtrios vom Freiburger trio recherche uraufgeführt. Unter dem schwachen Echo, das seine Kompositionen fanden, hat Adorno gelitten. Diese Enttäuschung dürfte dazu beigetragen haben, dass er allmählich seine Ambitionen als Komponist zugunsten einer Laufbahn als akademischer Lehrer der Philosophie und Soziologie zurückstellte.
Von seinen Kompositionen wurden zu Adornos Lebzeiten nur die Sechs kurzen Orchesterstücke, op. 4, gedruckt; die Partitur erschien 1968 bei Ricordi in Mailand. Gespielt wurde der Komponist Adorno vor 1933 gelegentlich, erst seit den fünfziger Jahren häufiger.
Rezeption [Bearbeiten]
Wirkungsgeschichte [Bearbeiten]
Adorno hat zumindest im institutionellen Sinn keine „Schule“ gebildet, obwohl es ihm an Schülern nicht gemangelt hat. Das hatte Auswirkungen, indem sein Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie nach seinem Tod aufgeteilt und mit Wissenschaftlern besetzt wurde, die eher entgegengesetzte Positionen vertraten. Das Institut für Sozialforschung wurde nach seinem Tod zu einem vorwiegend empirisch ausgerichteten Forschungsinstitut unter der Geschäftsführung Ludwig von Friedeburgs und Gerhard Brandts.
Das schriftstellerische Werk Adornos wurde von seinem Schüler Rolf Tiedemann bald in umfangreichen Ausgaben herausgegeben: Gesammelte Schriften (1970 ff.) und Nachgelassene Schriften (1993 ff.), die im Frankfurter Suhrkamp Verlag erschienen. Tiedemann schildert in einem editorischen Nachwort die Schwierigkeiten, die dadurch entstanden, dass Adorno sich für eine Aufarbeitung seines Werkes gar nicht interessiert habe: „Ihr macht das dann schon“, sei stets die ausweichende Antwort gewesen. Adorno habe es abgelehnt zum „Museumswärter seines eigenen Denkens“ zu werden. Dies und der Rundfunkvortrag Erziehung zur Mündigkeit sowie Kritik an Denkschulen (Jargon der Eigentlichkeit) lassen den Schluss zu, dass Adorno kein Meister für seine Schüler sein wollte, sondern eher das selbstständige, kritische Denken befördern wollte. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass er bestimmte Texte als „Flaschenpost“ bezeichnete, also als eine Botschaft, deren Dechiffrierung zeitlich, räumlich und in der Person des Finders äußerst unbestimmt in der Zukunft liegt.
Heinz-Klaus Metzger, ein Freund Adornos, gab gemeinsam mit dem Komponisten Rainer Riehn Adornos „Kompositionen“ in 2 Bänden in der Münchner edition text + kritik heraus (1981), Maria Luisa Lopez-Vito die Klavierstücke (2001). 2007 erschien, herausgegeben von Maria Luisa Lopez-Vito und Ulrich Krämer, ein abschließender dritter Band von Adornos Kompositionen, der neben den Klavierstücken im Nachlass vorhandene, vom Komponisten jedoch verworfene Kompositionen enthält.
Die Stadt Frankfurt stiftete 1976 den Theodor-W.-Adorno-Preis. Ebendort wurde 1985 von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur das Theodor W. Adorno Archiv gegründet, in dem der wissenschaftliche und künstlerische Nachlass Adornos mit dem Nachlass Walter Benjamins vereinigt werden konnte. Das Archiv wurde von 1985 bis 2002 von Rolf Tiedemann aufgebaut und geleitet, der auch die Reihe Frankfurter Adorno Blätter, die Erstdrucke Adornoscher Texte mit Diskussionsbeiträgen zu seinem Denken vereinigte, und die „Dialektischen Studien“ herausgab, in denen unzugängliche und neuere Arbeiten aus der Schule oder dem Geist Adornos publiziert wurden. 2004 wurde der Benjamin-Nachlass aus dem Theodor W. Adorno Archiv wieder ausgegliedert und in der Archivabteilung der Berliner Akademie der Künste deponiert; der Adorno-Nachlass befindet sich inzwischen im Frankfurter Institut für Sozialforschung.
Zum 100. Geburtstag Adornos im Jahr 2003 rief die Stadt Frankfurt ein Adorno-Jahr aus.[190] In unmittelbarer Nähe zur Frankfurter Universität wurde ein Platz in Theodor W. Adorno-Platz umbenannt und darauf ein Denkmal für den Philosophen eingeweiht (ein Glaskasten mit Stuhl, Schreibtisch und einem darauf befindlichen Metronom). An seinem vormaligen Wohnhaus im Kettenhofweg im Frankfurter Westend, in dem Adorno von 1949 bis 1969 lebte, erinnert außerdem eine Gedenktafel an sein Wirken.
Im Adorno-Jahr erschienen neben mehreren Einführungen und Text-Ausgaben auch die drei wichtigsten Biographien Adornos, die Philipp von Wussow kritisch unter die Lupe nahm. Stefan Müller-Doohms Adorno. Eine Biographie[191] stellt auf über tausend Seiten eine Fülle von Material zusammen, so dass sich das Buch „als Kompendium zu Adornos Leben und Werk“ empfehle, aber „kaum linear lesen lässt“.[192] Dagegen versuche sich Detlev Claussen mit Theodor W. Adorno. Ein letztes Genie[193] an einer Genie-Biographik, gegen die Adorno massive Einwände hatte. Indem er Adorno als „eine Art moderner Goethe, ein großes Individuum trotz des Verfalls von Individualität“ darstelle, schreibe Claussen „eine den Umständen des 20. Jahrhunderts angepasste monumentalische Historie“ (siehe Monumentalische Historie) und will „durch die lebensgeschichtlichen Hintergründe die ungebrochene kritische Aktualität Adornos erweisen“.[194] Lorenz Jäger hingegen unternehme es, mit Adorno. Eine politische Biographie[195] Adornos Werk darzustellen als „Versuch, es mit der Konstellation des [Geburts-]Jahres 1903 als Philosoph aufzunehmen […] und am Ende festzustellen, dass diese Konstellation ihre Zeit gehabt hatte, die abgelaufen war“.[196] Daran, wie er Adorno als überholt zu erweisen bemüht sei, „wird die Wut erkennbar, von der Jägers ‚politische Biographie‘ getrieben ist“.[197] Sie richtet sich gegen einen „Machtanspruch der linken Intelligenz“,[198] den er bei Adorno begründet findet.[199]
Gegenpositionen [Bearbeiten]
Mit Georg Lukács führte Adorno eine theoretische Kontroverse.[200] Im Jahr 1967 wandte sich Jean Améry scharf gegen Adornos Versuch, in einer "von sich selber bis zur Selbstblendung entzückte[n] Sprache" aus Auschwitz unter dem Titel "absolute Negativität" philosophisch Kapital zu schlagen.[201] Mit wissenschaftstheoretischen Argumenten widersprachen Adorno Karl Raimund Popper und zahlreiche Vertreter der quantitativ orientierten empirischen Sozialforschung. Ralf Dahrendorf vertrat im so genannten Positivismusstreit eine eigene Position zwischen den Kontrahenten, die dem Denken Poppers näher stand als der Frankfurter Schule. Er würdigte jedoch in seinem 2006 erschienenen Werk über Versuchungen der Intellektuellen im 20. Jahrhundert auch Adorno als einen Denker, der mit Abstrichen geradlinig, unabhängig und engagiert seinen selbst gewählten Weg auf der Grundlage der Vernunft gegangen sei.
Ehrungen [Bearbeiten]
- 1954 Arnold-Schönberg-Medaille
- 1961 Deutscher Kritikerpreis für Literatur
- 1963 Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main
Bekannte Schüler [Bearbeiten]
- Regina Becker-Schmidt (* 1937), Soziologin
- Heide Berndt (1938–2003), Stadtsoziologin
- Bazon Brock (* 1936), Professor für Ästhetik
- Peter Bulthaup (1934–2004), Philosoph und Chemiker
- Detlev Claussen (* 1948), Soziologe
- Michaela von Freyhold (1940–2010), Entwicklungssoziologin
- Peter Furth (* 1930), Sozialphilosoph
- Peter Gorsen (* 1933), Kunstwissenschaftler
- Karl Heinz Haag (1924–2011), Philosoph
- Jürgen Habermas (* 1929), Politologe und Sozialphilosoph
- Alois Hahn (* 1941), Soziologe
- Peter von Haselberg, (1908–1994), Journalist
- Hans Imhoff (* 1939), Aktionskünstler und Schriftsteller
- Alexander Kluge (* 1932), Jurist, Autor und Filmer
- Hans-Jürgen Krahl (1943–1970), Studentenaktivist in 68er-Bewegung und SDS
- Elisabeth Lenk (* 1937), Soziologin
- Kurt Lenk (* 1929), Politologe
- Werner Mangold (Soziologe), (* 1927), Soziologe
- Otwin Massing (* 1934), Politikwissenschaftler und Soziologe
- Kurt A. Mautz (1911–2000), Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- Günther Mensching (* 1942), Philosoph
- Karl Markus Michel (1929–2000), Schriftsteller und Publizist
- Stefan Müller-Doohm (* 1942), Soziologe
- Heinz-Klaus Metzger (1932–2009), Musiktheoretiker
- Ivan Nagel (1931–2012), Theaterwissenschaftler, Publizist und Intendant
- Oskar Negt (* 1934), Sozialphilosoph
- Dieter Prokop (* 1941), Soziologe
- Ulrike Prokop (* 1945), Sozialwissenschaftlerin
- Helmut Reichelt (* 1939), Soziologe
- Alfred Schmidt (1931–2012), Philosoph
- Hermann Schweppenhäuser (* 1928), Philosoph und Publizist
- Rolf Tiedemann (* 1932), Philosoph und Philologe
- Rolf Wiggershaus (* 1944), Publizist
Schriften [Bearbeiten]
Buchausgaben zu Lebzeiten:
- Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen. Tübingen 1933
- Willi Reich (Hrsg.): Alban Berg. Mit Bergs eigenen Schriften und Beiträgen von Theodor Wiesengrund-Adorno und Ernst Krenek. Wien, Leipzig, Zürich 1937
- Max Horkheimer / Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Amsterdam 1947
- Philosophie der neuen Musik. Tübingen 1949
- Theodor W. Adorno / Else Frenkel-Brunswik / Daniel J. Levinson / R. Nevitt Sanford: The Authoritarian Personality. New York 1950, in Deutschland posthum erschienen unter dem Titel Studien zum autoritären Charakter. Frankfurt am Main 1973 (vgl. auch Autoritäre Persönlichkeit)
- Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Berlin, Frankfurt am Main 1950
- Versuch über Wagner. Berlin, Frankfurt am Main 1952
- Prismen. Kulturkritik und Gesellschaft. Berlin, Frankfurt am Main 1955
- Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Studien über Husserl und die phänomenologischen Antinomien. Stuttgart 1956
- Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt. Göttingen 1956
- Aspekte der Hegelschen Philosophie. Berlin, Frankfurt am Main. 1957
- Noten zur Literatur I. Berlin, Frankfurt am Main 1958
- Klangfiguren. Musikalische Schriften I. Berlin, Frankfurt am Main 1959
- Mahler. Eine musikalische Physiognomie. Frankfurt am Main 1960
- Noten zur Literatur II. Frankfurt am Main 1961
- Einleitung in die Musiksoziologie. Zwölf theoretische Vorlesungen. Frankfurt am Main 1962
- Max Horkheimer / Theodor W. Adorno: Sociologica II. Reden und Vorträge. Frankfurt am Main 1962
- Drei Studien zu Hegel. Frankfurt am Main 1963
- Eingriffe. Neun kritische Modelle. Frankfurt am Main 1963
- Der getreue Korrepetitor. Lehrschriften zur musikalischen Praxis. Frankfurt am Main 1963
- Quasi una fantasia. Musikalische Schriften II. Frankfurt am Main 1963
- Moments musicaux. Neu gedruckte Aufsätze 1928–1962. Frankfurt am Main 1964
- Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. Frankfurt am Main 1964
- Noten zur Literatur III. Frankfurt am Main 1965
- Negative Dialektik. Frankfurt am Main 1966
- Ohne Leitbild. Parva Aesthetica. Frankfurt am Main 1967
- Berg. Der Meister des kleinsten Übergangs. Wien 1968
- Impromptus. Zweite Folge neu gedruckter musikalischer Aufsätze. Frankfurt am Main 1968
- Sechs kurze Orchesterstücke op. 4 <1929>. Milano 1968
- Theodor W. Adorno / Hanns Eisler, Komposition für den Film. München 1969
- Stichworte. Kritische Modelle 2. Frankfurt am Main 1969
Sammelausgaben:
- Gesammelte Schriften. Hrsg. von Rolf Tiedemann unter Mitwirkung von Gretel Adorno, Susan Buck-Morss und Klaus Schultz. Bde. 1–20 (in 23 Bdn. geb.). 1. Aufl., Frankfurt am Main 1970–1980. – [Rev. Taschenbuch-Ausg.] Frankfurt am Main 1997. – Lizenzausgabe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, Darmstadt 1998. – [Revidierte und erweiterte elektronische Ausg. auf CD-ROM:] Digitale Bibliothek Band 97, Directmedia Publishing Berlin 2003, ISBN 3-89853-497-9.
- Nachgelassene Schriften. Hrsg. vom Theodor W. Adorno Verlag. Frankfurt am Main 1993 ff. [Bisher erschienen: 10 Bde.]
- Eine Auswahl. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt a.M. 1971. – Lizenzausg. des Deutschen Bücherbundes, Stuttgart 1971
- Kritik. Kleine Schriften zur Gesellschaft. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1971
- Philosophie und Gesellschaft. Fünf Essays. Auswahl und Nachwort Rolf Tiedemann. Stuttgart 1984
- „Ob nach Auschwitz noch sich leben lasse.“ Ein philosophisches Lesebuch. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1997
- Aufarbeitung der Vergangenheit. Reden und Gespräche. Auswahl und Begleittext von Rolf Tiedemann. München 1999, DerHörVerlag. (AUDIO BOOKS. Stimmen der Philosophie.) 5 CD: ISBN 3-89584-730-5; 2 MC: ISBN 3-89584-630-9.
- Kompositionen. Hrsg. von Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn. 2 Bde., München 1980
- Kompositionen. Bd. 3: Kompositionen aus dem Nachlaß. Hrsg. von Maria Luisa Lopez-Vito und Ulrich Krämer. München 2007
- Klavierstücke. Hrsg. von Maria Luisa Lopez-Vito, Nachwort von Rolf Tiedemann. München 2001
Wichtige postume Einzelausgaben:
- Ästhetische Theorie. Hrsg. von Gretel Adorno und Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1970; 13. Aufl., 1995.
- Über Walter Benjamin. Hrsg. und mit Anmerkungen versehen von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1970. – [Revidierte und erweiterte Ausg.:] Frankfurt am Main 1990.
- Noten zur Literatur IV. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1974
- Der Schatz des Indianer-Joe. Singspiel nach Mark Twain. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1979
- Beethoven. Philosophie der Musik. Fragmente und Texte. Hrsg. von Rolf Tiedemann. (Nachgelassene Schriften. Hrsg. vom Theodor W. Adorno Archiv. Abt. I, Bd. 1.) Frankfurt am Main 1993. – 2. Aufl., 1994. – [Taschenbuch-Ausg.] Frankfurt am Main 2004
- Probleme der Moralphilosophie <1963>. Hrsg. von Thomas Schröder. Frankfurt am Main 1996. (Nachgel. Schr., Abt. IV, Bd. 10.)
- Metaphysik. Begriff und Probleme <1965>. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1998. (Nachgel. Schr., Abt. IV, Bd. 14.)
- Zur Lehre von der Geschichte und von der Freiheit <1964/65>. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 2001. (Nachgel. Schr., Abt. IV, Bd. 13.)
- Ontologie und Dialektik <1960/61>. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 2002. (Nachgel. Schr., Abt. IV, Bd. 7.)
- Vorlesung über Negative Dialektik. Fragmente zur Vorlesung 1965/66. Hrsg. von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 2003. (Nachgel. Schr., Abt. IV, Bd. 16.)
- Zu einer Theorie der musikalischen Reproduktion. Aufzeichnungen, ein Entwurf und zwei Schemata. Hrsg. von Henri Lonitz. Frankfurt am Main 2001. (Nachgel. Schr., Abt. I, Bd. 2.)
- Traumprotokolle. Hrsg. von Christoph Gödde und Henri Lonitz. Nachwort von Jan Philipp Reemtsma. Frankfurt am Main 2005.
- Current of Music. Elements of a Radio Theory, hrsg von Robert Hullot-Kentor. Frankfurt am Main 2006.
- Komposition für den Film. Text der Edition in Band 15 der Gesammelten Schriften, durchgesehen, korrigiert und ergänzt von Johannes C. Gall. Mit einem Nachwort von Johannes C. Gall und einer DVD „Hanns Eislers Rockefeller-Filmmusik-Projekt“, im Auftrag der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft hrsg. von Johannes C. Gall. Frankfurt am Main 2006.
Briefwechsel [Bearbeiten]
- Theodor W. Adorno – Walter Benjamin: Briefwechsel 1928–1940
- Theodor W. Adorno – Alban Berg: Briefwechsel 1925–1935
- Theodor W. Adorno – Max Horkheimer: Briefwechsel 1927–1937
- Theodor W. Adorno – Max Horkheimer: Briefwechsel 1938–1944
- Theodor W. Adorno – Max Horkheimer: Briefwechsel 1945–1949
- Theodor W. Adorno – Max Horkheimer: Briefwechsel 1950–1969
- Theodor W. Adorno – Thomas Mann: Briefwechsel 1943–1955
- Theodor W. Adorno – Heinz-Klaus Metzger: Briefwechsel 1954–1967
- Theodor W. Adorno – Siegfried Kracauer: Briefwechsel 1923–1966
- (alle Suhrkamp, Frankfurt am Main)
- Theodor W. Adorno – Lotte Tobisch: Der private Briefwechsel (1962–1969)
- Verlag Droschl, Graz 2003
- Theodor W. Adorno - Paul Celan: Briefwechsel 1960-1968
- Hg. v. Joachim Seng. In: Frankfurter Adorno Blätter VIII. edition text + kritik 2003, S. 177-202.
- Theodor W. Adorno – Harald Kaufmann: Briefwechsel 1967–1969
- In: Harald Kaufmann, Von innen und außen. Schriften über Musik, Musikleben und Ästhetik Hg. v. Werner Grünzweig und Gottfried Krieger. Wolke, Hofheim 1993, S. 261–300.
Kompositionen [Bearbeiten]
- Vier Gedichte von Stefan George für Singstimme und Klavier, op. 1 (1925–1928)
- Zwei Stücke für Streichquartett, op. 2 (1925–1926)
- Vier Lieder für eine mittlere Stimme und Klavier, op. 3 (1928)
- Sechs kurze Orchesterstücke, op. 4 (1929)
- Klage. Sechs Lieder für Singstimme und Klavier, op. 5 (1938–1941)
- Sechs Bagatellen für Singstimme und Klavier, op. 6 (1923–1942)
- Vier Lieder nach Gedichten von Stefan George für Singstimme und Klavier, op. 7 (1944)
- Drei Gedichte von Theodor Däubler für vierstimmigen Frauenchor a cappella, op. 8 (1923–1945)
- Zwei Propagandagedichte für Singstimme und Klavier, o.O. (1943)
- Sept chansons populaires francaises, arrangées pour une voix et piano, o.O. (1925–1939)
- Drei Gedichte von Theodor Däubler für vierstimmigen Frauenchor a capella, o.O. (1923–1945)
- Zwei Lieder mit Orchester aus dem geplanten Singspiel Der Schatz des Indianer-Joe nach Mark Twain, o.O. (1932/33)
- Kinderjahr. Sechs Stücke aus op. 68 von Robert Schumann, für kleines Orchester gesetzt, o.O. (1941)
- Kompositionen aus dem Nachlaß (Klavierstücke, Klavierlieder, Streichquartette, Streichtrios u. a.), vgl. Theodor W. Adorno, Kompositionen Band 3, hg. von Maria Luisa Lopez-Vito und Ulrich Krämer, München 2007
Literatur [Bearbeiten]
Philosophiebibliographie: Theodor W. Adorno – Zusätzliche Literaturhinweise zum Thema
Einführungen [Bearbeiten]
- Richard Klein / Johann Kreuzer / Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2011. ISBN 978-3-476-02254-7
- Stefan Müller-Doohm: Die Soziologie Theodor W. Adornos. Eine Einführung. Campus, Frankfurt am Main 1996.
- Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989.
- Gerhard Schweppenhäuser: Theodor W. Adorno zur Einführung. 5. Aufl. Junius, Hamburg 2009. ISBN 978-3-88506-671-2.
- Rolf Wiggershaus: Theodor W. Adorno. C. H. Beck, München 1987.
- Über Theodor W. Adorno. Mit Beiträgen von Kurt Oppens, Hans Kudszus, Jürgen Habermas, Bernard Willms, Hermann Schweppenhäuser und Ulrich Sonnemann. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968.
Biographien [Bearbeiten]
- Detlev Claussen: Theodor W. Adorno. Ein letztes Genie. Fischer, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-10-010813-2.
- Lorenz Jäger: Adorno. Eine politische Biographie. 2. Aufl., DVA, München 2003. ISBN 3-421-05493-2.
- Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-518-58378-6.
Biographische Orte [Bearbeiten]
- Frankfurt
- Wolfram Schütte (Hrsg.): Adorno in Frankfurt. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003.
- Amorbach
- Reinhard Pabst (Hrsg.): Theodor W. Adorno. Kindheit in Amorbach. Bilder und Erinnerungen. Insel, Frankfurt am Main 2003.
- Wien
- Heinz Steinert: Adorno in Wien. Über die (Un-)Möglichkeit von Kunst, Kultur und Befreiung. Fischer, Frankfurt am Main 1989.
- USA
- Claus Offe: Kulturindustrie und andere Ansichten des amerikanischen Jahrhunderts. In: Ders.: Selbstbetrachtung aus der Ferne: Tocqueville, Weber und Adorno in den Vereinigten Staaten. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, S. 91–120.
- David Jenemann: Adorno in America. University of Minnesota Press, Minneapolis 2007.
Adorno Blätter [Bearbeiten]
- Rolf Tiedemann (Hrsg.): Frankfurter Adorno Blätter, Band I-VIII. edition text + kritik, 2003. ISBN 978-3-88377-752-8
Adorno-Konferenzen [Bearbeiten]
- Adorno-Konferenz 1983, hrsg. von Ludwig von Friedeburg und Jürgen Habermas. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983.
- Hamburger Adorno-Symposion, hrsg. von Michael Löbig und Gerhard Schweppenhäuser. Lüneburg 1984. ISBN 3-924245-01-0
- Dialektik der Freiheit. Frankfurter Adorno-Konferenz 2003, hrsg. von Axel Honneth. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005.
- Die Lebendigkeit der kritischen Gesellschaftstheorie. Dokumentation der Arbeitstagung aus Anlass des 100. Geburtstages von Theodor W. Adorno, hrsg. von Andreas Gruschka und Ulrich Oevermann. Wetzlar 2004 ISBN 3-88178-324-5
Weiterführende Studien [Bearbeiten]
- Wolfram Ette / Günter Figal / Richard Klein / Günter Peters (Hrsg.): Adorno im Widerstreit. Zur Präsenz seines Denkens. Alber, Freiburg/München 2004.
- Roger Behrens: Verstummen. Über Adorno. Laatzen: Wehrhahn 2004. ISBN 3-932324-80-3
- Gillian Rose: The Melancholy Science. An Introduction to the Thought of Theodor W. Adorno. Macmillan, London 1978. ISBN 0-333-23214-3.
- Rolf Tiedemann: Niemandsland. Studien mit und über Theodor W. Adorno. München 2007 ISBN 978-3-88377-872-3
Philosophie [Bearbeiten]
- Dirk Auer / Lars Rensmann / Julia Schulze Wessel (Hrsg.): Arendt und Adorno. 2.Aufl. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-518-29235-8.
- Fredric Jameson: Spätmarxismus. Adorno oder Die Beharrlichkeit der Dialektik. Berlin 1992: Argument Verlag. ISBN 3-88619-391-8
- Gerhard Schweppenhäuser: Ethik nach Auschwitz. Adornos negative Moralphilosophie. Argument, Hamburg 1993. ISBN 3-88619-213-X
- Rolf Tiedemann: Mythos und Utopie. Aspekte der Adornoschen Philosophie. München 2009. ISBN 978-3-86916-013-9
- Albrecht Wellmer: Zur Dialektik von Moderne und Postmoderne. Vernunftkritik nach Adorno. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985. ISBN 3-518-28132-1
- Philipp von Wussow: Logik der Deutung. Adorno und die Philosophie. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007 ISBN 978-3-8260-3547-0
Soziologie / Gesellschaftskritik / Politische Ökonomie [Bearbeiten]
- Frank Böckelmann: Über Marx und Adorno. Schwierigkeiten der spätmarxistischen Theorie, ça ira, Freiburg 1998, (Zweite, vom Autor mit einem Vorwort versehene Ausgabe der Auflage Frankfurt 1971), ISBN: 3-924627-53-3
- Dirk Braunstein: Adornos Kritik der politischen Ökonomie. Transcript, Bielefeld 2011.
- Emanzipation als Versöhnung. Zu Adornos Kritik der „Warentausch“-Gesellschaft und Perspektiven der Transformation, hrsg. von Iring Fetscher und Alfred Schmidt. Frankfurt a.M. 2002 ISBN 3-8015-0356-9
- Gerhard Schweppenhäuser (Hrsg.): Soziologie im Spätkapitalismus. Zur Gesellschaftstheorie Theodor W. Adornos. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995.
Ästhetische Theorie / Kunst- und Literatursoziologie [Bearbeiten]
- Klaus Baum: Die Transzendierung des Mythos. Zur Philosophie und Ästhetik Schellings und Adornos. Würzburg 1988.
- Gerhard Kaiser: Theodor W. Adornos „Ästhetische Theorie“. In: Ders.: Benjamin. Adorno. Zwei Studien. Athenäum, Frankfurt am Main 1974.
- Burkhardt Lindner / W. Martin Lüdke (Hrsg.): Materialien zur ästhetischen Theorie Theodor W. Adornos. Konstruktion der Moderne. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980.
- Ulrich Plass: Language and History in Theodor W. Adorno’s ‘Notes to Literature’. Routledge, London/New York 2007.
- Birgit Recki: Aura und Autonomie. Zur Subjektivität der Kunst bei Walter Benjamin und Theordor W. Adorno, Würzburg 1988. ISBN 978-3-88479-361-9.
- Martin Seel: Adornos Philosophie der Kontemplation. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004.
- Martin Zenck: Kunst als begriffslose Erkenntnis. Zum Kunstbegriff der ästhetischen Theorie Theodor W. Adornos. München 1977. ISBN 3-7705-1365-7.
Musiktheorie / Musiksoziologie [Bearbeiten]
- Richard Klein / Claus-Steffen Mahnkopf (Hrsg.): Mit den Ohren denken. Adornos Philosophie der Musik. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998.
- Matteo Nanni: Auschwitz – Adorno und Nono. Philosophische und musikanalytische Untersuchungen. Freiburg i.Br. 2004. ISBN 3-7930-9366-2.
- Ralph Paland: „… eine sehr große Konvergenz“? Theodor W. Adornos und György Ligetis Darmstädter Form-Diskurs. In: Kompositorische Stationen des 20. Jahrhunderts: Debussy, Webern, Messiaen, Boulez, Cage, Ligeti, Stockhausen, Höller, Bayle, hrsg. von Christoph von Blumröder (Signale aus Köln: Beiträge zur Musik der Zeit 7). Münster 2003. S. 87–115. ISBN 3-8258-7212-2.
- Nikolaus Urbanek: Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Musikästhetik. Adornos „Philosophie der Musik“ und die Beethoven-Fragmente, Bielefeld: transcript 2010, ISBN 978-3-8376-1320-9.
- Hans Wollschläger: Moments musicaux. Tage mit TWA. Göttingen 2005 ISBN 3-89244-878-7.
Kulturindustrie [Bearbeiten]
- Dieter Prokop: Mit Adorno gegen Adorno. Negative Dialektik der Kulturindustrie. VSA Verlag, Hamburg 2003.
- Dieter Prokop: Das Nichtidentische der Kulturindustrie. Neue kritische Kommunikationsforschung über das Kreative der Medien-Waren. Herbert von Halem Verlag, Köln 2005
- Dieter Prokop: Ästhetik der Kulturindustrie. Tectum Verlag, Marburg 2009.
- Heinz Steinert: Die Entdeckung der Kulturindustrie. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien.
- Heinz Steinert: Kulturindustrie. Westfälisches Dampfboot, Münster 3. Aufl. 2008.
Siehe auch [Bearbeiten]
- Ästhetik, Das Erhabene
- Musiksoziologie
- Neogramscianismus
- Theodor-W.-Adorno-Preis
- Verblendungszusammenhang
Weblinks [Bearbeiten]
- Audiodokumente von Theodor W. Adorno: Radiosendungen, Vorträge, Kompositionen
- wikibooks Theodor W. Adorno
- Literatur über Theodor W. Adorno in der Hessischen Bibliographie
- Werke von und über Theodor W. Adorno im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Theodor W. Adorno: Marginalien zu Theorie und Praxis (PDF; 208 kB)
- Barbara Schmidt/Irmgard Zündorf: Tabellarischer Lebenslauf von Theodor W. Adorno im LeMO (DHM und HdG)
- Lambert Zuidervaart: Theodor Adorno. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy
- Andrew Fagan: Adorno in der Internet Encyclopedia of Philosophy (englisch, inklusive Literaturangaben)
- Uni Frankfurt: Die Lebendigkeit kritischer Gesellschaftstheorie (Arbeitstagung aus Anlass des 100. Geburtstages von Theodor W. Adorno 4. – 6. Juli 2003)
- Reinhard Pabst: Ein Sohn aus gutem Hause, Theodor W. Adornos Kindheit in Frankfurt- PDF (742,7 KB)
- Detlev Claussen: Intellectual Transfer. Die amerikanische Erfahrung in der Kritischen Theorie, OGG (50,3 MB)
- Videostream: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen
- Videostream: Adorno – Wer denkt, ist nicht wütend
- Videostream: Der Weg Zur Kritischen Theorie – Adorno Horkheimer Fromm Habermas
- Gerhild Tesak: Artikel „Theodor W. Adorno“ im UTB-Online-Wörterbuch Philosophie
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Wilhelm Fink Verlag, München 2010, S. 140.
- ↑ Clemens Albrecht / Günter C. Behrmann / Michael Bock / Harald Homann / Friedrich H. Tenbruck: Die intellektuelle Gründung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsanalyse der Frankfurter Schule. Campus, Frankfurt am Main 1999.
- ↑ Theodor W. Adorno: Stichworte. Kritische Modelle 2. Suhrkamp, Frankfurt 1969, S. 113.
- ↑ Während die ersten Veröffentlichungen noch mit „Wiesengrund“ gezeichnet waren, verwendete er in seiner publizistischen Tätigkeit früh den Doppelnamen „Wiesengrund-Adorno“. Eine Verkürzung auf „W. Adorno“ nahm er bei seinen Veröffentlichungen in der amerikanischen Emigration vor und ließ sich damit anlässlich der formellen Einbürgerung als US-Bürger 1943 auch offiziell registrieren. Vgl. Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, S. 34.
- ↑ Rolf Wiggershaus: Theodor W. Adorno. Beck, München 1987, S. 12.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 47.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 37.
- ↑ Rolf Wiggershaus: Theodor W. Adorno. Beck, München 1987, S. 12.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 8.
- ↑ Lorenz Jäger: Adorno. Eine politische Biographie. 2. Aufl. DVA, München 2003, S. 15.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 50.
- ↑ Gerhard Schweppenhäuser: Theodor W. Adorno zur Einführung Junius, Hamburg 1996, S. 10.
- ↑ Jubiläumsschrift: 50 Jahre Freiherr-vom Stein-Schule, Gymnasium für Jungen, Frankfurt am Main, 1909–1959. Frankfurt am Main 1959, S. 100
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 20.
- ↑ Vgl. z. B. Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Gesammelte Schriften, Band 4: 123: Der böse Kamerad. Suhrkamp, Frankfurt Main 1980, S. 217f.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 18.
- ↑ Theodor W. Adorno: Der wunderliche Realist, in: Gesammelte Schriften, Band 11: Noten zur Literatur. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974, S. 388.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 61f.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 926.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 86.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 130.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 927.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 129.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 136.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 147.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 129.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 128.
- ↑ Heinz Steinert: Adorno in Wien. Über die (Un-)Möglichkeit von Kunst, Kultur und Befreiung. Fischer, Frankfurt am Main 1989, S. 152.
- ↑ Heinz Steinert: Adorno in Wien. Über die (Un-)Möglichkeit von Kunst, Kultur und Befreiung. Fischer, Frankfurt am Main 1989, S. 155ff.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 139.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 142f.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 137f.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 138.
- ↑ Nunmehr gesammelt in: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 18: Musikalische Schriften V. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 13-53.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 156.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 146.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 928.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 156-161.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 183.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 183.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 88.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 185.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 194.
- ↑ Lore Hühn / Philipp Schwab: Intermittenz und ästhetische Konstruktion: Kierkegaard. In: Richard Klein / Johann Kreuzer / Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2011, S. 326, 329.
- ↑ Theodor W. Adorno: Notiz, in: Gesammelte Schriften, Band 2: Kierkegaard. – Konstruktion des Ästhetischen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, S. 262.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 206.
- ↑ Theodor W. Adorno: Die Aktualität der Philosophie, in: Gesammelte Schriften, Band 1: Philosophische Frühschriften. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 334.
- ↑ Max Horkheimer: Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben eines Instituts für Sozialforschung. Öffentliche Antrittsvorlesung bei Übernahme des Lehrstuhls für Sozialphilosophie und der Leitung des Instituts für Sozialforschung am 24. Januar 1931. In: Ders.: Max Horkheimer; Gesammelte Schriften, Band 3: Schriften 1931–1936. Fischer, Frankfiurt am Main 1988, S. 20–35.
- ↑ Max Horkheimer: Vorwort zu Heft 1/2 des ersten Jahrgangs der ‚Zeitschrift für Sozialforschung‘ (1932). In: Ders.: Max Horkheimer; Gesammelte Schriften, Band 3: Schriften 1931–1936. Fischer, Frankfurt am Main 1988, S. 36.
- ↑ Theodor W. Adorno: Die Aktualität der Philosophie, in: Gesammelte Schriften, Band 1: Philosophische Frühschriften. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 340.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 69.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 217f.
- ↑ Theodor W. Adorno: Zur gesellschaftlichen Lage der Musik, in: Gesammelte Schriften, Band 18: Musikalische Schriften V. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 731.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 230ff.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 271.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 280.
- ↑ Studentenzeitung Diskus Januar 1963; zit. nach: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band. 19: Musikalische Schriften VI. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 638. Detaillierter dazu Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 793 ff. (Fn 63).
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 347.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 288.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 292.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 293.
- ↑ Theodor W. Adorno, Walter Benjamin: Briefwechsel 1928-1940. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, S. 76.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 74f.
- ↑ Die ursprünglich für die Zeitschrift für Sozialforschung gedachte scharfe Abgrenzung von Mannheims Ideologiebegriff, den Adorno als formalsoziologisch abqualifizierte, wurde, obwohl bereits gesetzt, nach Einspruch Horkheimers mit Rücksicht auf die Lage der Emigranten nicht publiziert. Die Arbeit erschien erstmals 1953 unter dem Titel Das Bewußtsein der Wissenssoziologie. Vgl. dazu Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 239ff.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 302f.
- ↑ Selbstkritisch hat Adorno dies später mit der Bemerkung eingeräumt, dass der Aufsatz „empfindlich an dem Mangel spezifisch amerikanischer Kenntnisse krankte“. Siehe Theodor W. Adorno: Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, S. 704.
- ↑ Martin Jay:Dialektische Phantasie. Die Geschichte der Frankfurter Schule und des Instituts für Sozialforschung 1923–1950. Fischer, Frankfurt am Main 1976, S. 223.
- ↑ Martin Jay:Dialektische Phantasie. Die Geschichte der Frankfurter Schule und des Instituts für Sozialforschung 1923–1950. Fischer, Frankfurt am Main 1976, S. 223.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 308.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 289f.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 356.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 348.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 929.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 930.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 930.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 369ff.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 372f.
- ↑ Theodor W. Adorno: Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, S. 705.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 393.
- ↑ Vgl. dazu den Band Wirtschaft, Recht und Staat im Nationalsozialismus. Analysen des Instituts für Sozialforschung 1939-1942. Hrgg. von Helmut Dubiel und Alfred Söllner. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984. Aus diesem Diskussionszusammenhang stammt auch ein Arbeitspapier Adornos mit dem Titel Reflexionen zur Klassentheorie, das erstmals posthum in den Gesammelten Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I, S. 373-391, veröffentlicht wurde.
- ↑ Theodor W. Adorno: Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfiurt am Main 1977, S. 707.
- ↑ Theodor W. Adorno: Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfiurt am Main 1977, S. 708.
- ↑ Theodor W. Adorno: Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfiurt am Main 1977, S. 709.
- ↑ Theodor W. Adorno: Dissonanzen. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 14. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 9.
- ↑ Von Paul F. Lazarsfeld eingeführter Begriff für empirische Sozialforschung im Auftrag einer öffentlichen oder privaten Administration. Vgl. Paul F. Lazarsfeld: Remarks on Administrative and Critical Communications Reseach In: Studies in Philosophy and Social Science, Jg. IX/1941, S. 2-16.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 379.
- ↑ Theodor W. Adorno: Current of Music: elements of a radio theory. Hrsg. von Robert Hullot-Kentor. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006.
- ↑ Theodor W. Adorno: Wissenschaftliche Erfahrungen in Amerika. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfiurt am Main 1977, S. 702-738.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 931.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 397.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 392.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 409.
- ↑ Theodor W. Adorno, Max Horkheimer: Briefwechsel, Band I: 1927-1837. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 65.
- ↑ Diesen ungeheuerlichen Vorwurf begründete Adorno mit der 1932 im Verlag Klostermann veröffentlichten Habilitationsschrift Marcuses, Hegels Ontologie und die Theorie der Geschichtlichkeit, und zwar weil dieser im Vorwort sich bei Heidegger bedankt hatte und der Verleger Klostermann dem jungkonservativen Tat-Kreis angehörte. Adorno ließ dabei unberücksichtigt, dass Marcuse bereits 1931 wegen politischer Differenzen mit Heidegger Freiburg verlassen hatte und nach Frankfurt gegangen war, wo Horkheimer den Abschluss seiner Habilitation betreute. (Vgl. Theodor W. Adorno, Max Horkheimer: Briefwechsel, Band I: 1927-1837. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 70.).
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 931.
- ↑ Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte – Theoretische Entwicklung - Politische Bedeutung. Hanser, München 1986, S. 327.
- ↑ Max Horkheinmer und Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophisahe Fragmente. In: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 3. 2. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 11.
- ↑ Gerhard Schweppenhäuser: Theodor W. Adorno zur Einführung. Junius, Hamburg 1996, S. 39 ff.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989, 116.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989, 117.
- ↑ Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989, 117.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 480f.
- ↑ Theodor W. Adorno, Thomas Mann: Briefwechsel 1943-1955. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, S. 9f.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 479.
- ↑ Siehe dazu Theodor W. Adorno: Zum Erstdruck der Originalfassung, Nachwort von 1969 zu Komposition für den Film. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 15: Komposition für den Film. Der getreue Korrepetitor. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1976, S. 144ff.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 444.
- ↑ Emil Walter Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, München 2010, S. 128.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 528f., 934.
- ↑ Claus Offe: Selbstbetrachtung aus der Ferne. Tocqueville, Weber und Adorno in den USA. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, S. 92, 104, 108 (mit Originalzitaten Adornos).
- ↑ Rolf Wiggershaus: Max Horkheimer zur Einführung. Junius, Hamburg 1998, S. 126.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 933f.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 494.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 503.
- ↑ Theodor W. Adorno, Thomas Mann: Briefwechsel 1943-1955. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, S. 46.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 501f.
- ↑ Helmut Gunnior/Rudolf Ringguth:Max Horkheimer mit Bilddokumenten und Selbstzeugnissen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988 (23.-25. Tausend), S. 92.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 508.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 494f.
- ↑ Staci von Boeckmann: Trachodon und Teddie: Über Gretel Adorno. In: Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Portraits. Erinnerungen von Zeitgenossen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007, S. 335ff.
- ↑ Gruppenexperiment. Ein Studienbericht, bearbeitet von Friedrich Pollock, mit einem Geleitwort von Franz Böhm, erschien 1955 als Band 2 der Frankfurter Beiträge zur Soziologie in der Europäischen Verlagsanstalt, Frankfurt am Main. Adorno hatte zu diesem Band das Fünfte Kapitel verfasst: Schuld und Abwehr und gemeinsam mit Horkheimer das Vorwort. Vgl. Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 9.2: Soziologische Schriften II, Zweite Hälfte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1975, S. 121-324.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1972, S. 478-531.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I. Frankfurt am Main 1972, S. 196-216.
- ↑ Wolfgang Bonß: Kritische Theorie und empirische Sozialforschung - ein Spannungsverhältnis. In: Richard Klein / Johann Kreuzer / Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2011, S. 245.
- ↑ Wolfgang Bonß: Kritische Theorie und empirische Sozialforschung - ein Spannungsverhältnis. In: Richard Klein / Johann Kreuzer / Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart 2011, S. 245f.
- ↑ Vgl. Theodor W. Adorno et al.: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie. Luchterhand, Neuwied 1969.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 495f.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 4: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, S. 17.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 4: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, S. 43.
- ↑ Zu Adornos 100. Geburtstag lud der Suhrkamp Verlag 24 Feuilletonredakteure zu einer „Relektüre“ des berühmten Buches ein, sie wurde von Andreas Bernard und Ulrich Raulff unter dem Titel ’Minima Moralia’ neu gelesen (Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003) herausgegeben.
- ↑ Editorische Nachbemerkung. In: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel. 5. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, S. 386.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. 5. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, S. 10.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 496.
- ↑ Claus-Steffen Mahnkopf: Adornos Kritik der Neueren Musik. In: Richard Klein / Claus-Steffen Mahnkopf (Hrsg.): Mit den Ohren denken. Adornos Philosophie der Musik. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, S. 251f.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 11: Noten zur Literatur. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 566f.
- ↑ Gerhard Kaiser: Theodor W. Adornos ‚Ästhetische Theorie‘. In: Ders.: Benjamin, Adorno. Zwei Studien. Athenäum, Frankfurt am Main 1974, S. 109.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Denkerfahrungen. Oder: ‚Was war Adorno für uns?‘. In: Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Portraits. Erinnerungen von Zeitgenossen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007, S. 95ff.
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 1: Chronik. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 26.
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 1: Chronik. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 26 f.
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 1: Chronik. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 256 f.
- ↑ Eine gemeinsame öffentliche Erklärung von Adorno, Friedeburg und Habermas vom 11. Dezember 1968 beginnt mit dem Satz: „Wir unterstützen den Protest unserer Studenten gegen Gefahren einer technokratischen Hochschulreform“. Zit. nach: Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 2: Dokumente. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 502.
- ↑ Dieter Brumm und Ernst Elitz: Keine Angst vor dem Elfenbeinturm, Gespräch mit Theodor W. Adorno, Spiegel Nr. 19, 5. Mai 1969
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 1: Chronik. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 382.
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 1: Chronik. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 418.
- ↑ Brief an Samuel Beckett, 4. Februar 1969, in: Rolf Tiedemann (Hrsg.): Frankfurter Adorno Blätter, Band III, edition text + kritik, 1998, Seite 25
- ↑ Brief an Alexander Kluge, 1. April 1969, in: Rolf Tiedemann (Hrsg.): Frankfurter Adorno Blätter, Band VI, edition text + kritik, 2000, Seite 100
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 2: Dokumente. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 639.
- ↑ Vgl. die Dokumente 300, 313, 322, 331, 336, 340, 346, 349 in: Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 2: Dokumente. Rogner & Bernard, Hamburg 1998.
- ↑ Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 2: Dokumente. Rogner & Bernard, Hamburg 1998, S. 652.
- ↑ Georg Picht: Atonale Philosophie, in: Hermann Schweppenhäuser (Hrsg.): Theodor W. Adorno zum Gedächtnis, Suhrkamp, Frankfurt 1971, abgedruckt in ders.: „Hier und Jetzt, Philosophieren nach Auschwitz und Hiroshima“, Band I, Klett-Cotta, Stuttgart 1980, 245-248
- ↑ Gerhard Schweppenhäuser: Theodor W. Adorno zur Einführung. 5. Aufl. Hamburg: Junius, 2009, S. 31.
- ↑ Gerhard Schweppenhäuser: Theodor W. Adorno zur Einführung. 5. Aufl. Hamburg: Junius, 2009, S. 30ff.
- ↑ In einem Gespräch zwischen Horkheimer, Adorno und Gadamer über Nietzsches Moralkritik monierte Adorno, dass es Nietzsche „am Begriff der bestimmten Negation gefehlt“ habe, „also daran, dass, wenn man einem als negativ Erkannten ein Anderes entgegensetzt, in diesem Anderen das Negierte in einer neuen Form mitenthalten sein muss“. Max Horkheimer: Gesammelte Schriften, Band 13: Nachgelassene Schriften 1949-1972. Fischer, Frankfurt am Main 1989, S. 116.
- ↑ Theodor W. Adorno: Drei Studien zu Hegel. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel. 5. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, S. S. 249f.
- ↑ Tilo Wesche: Negative Dialektik: Kritik an Hegel. In: Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2011. S. 318.
- ↑ Jürgen Habermas: Theorie und Praxis. Sozialphilosophische Studien. Luchterhand, Neuwied 1963, S. 170.
- ↑ Theodor W. Adorno: Drei Studien zu Hegel. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel. 5. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, S.274.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt Main 1990, S. 373-391.
- ↑ Christian Schneider: Die Wunde Freud. In: Richard Klein / Johann Kreuzer / Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2011. S. 284.
- ↑ Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 1: Philosophische Frühschriften. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 236.
- ↑ Theodor W. Adorno: Zum Verhältnis von Soziologie und Psychologie. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, S. 42.
- ↑ Theodor W. Adorno: Probleme der Moralphilosophie, Nachgelassene Schriften, Abteilung 4, Band 10: Vorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, S. 123.
- ↑ Theodor W. Adorno, Max Horkheimer: Briefwechsel. Band I: 1927-1937. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 129f.
- ↑ Theodor W. Adorno: Die revidierte Psychoanalyse. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, S. 20ff.
- ↑ Pointiert fasst er diese in die scheinbar paradoxe Formulierung: „Je mehr die Psychoanalyse soziologisiert wird, umso stumpfer wird ihr Organ für die Erkenntnis der sozial verursachten Konflikte.“ Theodor W. Adorno: Die revidierte Psychoanalyse. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 8: Soziologische Schriften I. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, S. 28.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 590.
- ↑ Theodor W. Adorno: Wird Spengler recht behalten? In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 20.1: Vermischte Schriften I. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 144.
- ↑ Theodor W. Adorno: Erziehung nach Auschwitz. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, S. 674.
- ↑ Jan Philipp Reemtsma: Der Traum von der Ich-Ferne. Adornos literarische Aufsätze. In: Mittelweg 36, 12. Jg., Heft 6/2003, S. 3-40.
- ↑ Rolf Wiggershaus: Theodor W. Adorno. Beck, München 1987, S. 9.
- ↑ Albrecht Wellmer: Adorno, Anwalt des Nicht-Identischen. In: ders.: Zur Dialektik von Moderne und Postmoderne. Vernunftkritik nach Adorno. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, S. 135–164.
- ↑ Rolf Wiggershaus: Theodor W. Adorno. Beck, München 1987, S. 40 ff.
- ↑ Gerhard Schweppenhäuser: Theodor W. Adorno zur Einführung. 5. Auflage, Junius, Hamburg 2009, S. 86.
- ↑ Thomas Mann in: Theodor W. Adorno / Thomas Mann: Briefwechsel 1943–1955. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, S. 122.
- ↑ Gerhard Kaiser: Theodor W. Adornos „Ästhetische Theorie“. In: Ders.: Benjamin. Adorno. Zwei Studien. Athenäum, Frankfurt am Main 1974, S. 109.
- ↑ Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie. Gesammelte Schriften, Band 7, 6. Auflage, Frankfurt am Main 1996, S. 127.
- ↑ Gerhard Kaiser: Theodor W. Adornos „Ästhetische Theorie“. In: Ders.: Benjamin. Adorno. Zwei Studien. Athenäum, Frankfurt am Main 1974, S. 165.
- ↑ Norbert Schneider: Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Reclam, Stuttgart, S. 184.
- ↑ Theodor W. Adorno: Charakteristik Walter Benjamins. In: Ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.1, Frankfurt am Main 1977, S. 240.
- ↑ Ulrich Paetzel: Kultur und Kulturindustrie bei Adorno und Habermas. Perspektiven kritischer Theorie. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2001, S. 53.
- ↑ Theodor W. Adorno / Hans Albert / Ralf Dahrendorf / Jürgen Habermas / Harald Pilot / Karl R. Popper: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie. Luchterhand, Neuwied 1969.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 541.
- ↑ Jürgen Habermas: Grossherzige Remigranten. Über jüdische Philosophen in der frühen Bundesrepublik. Eine persönliche Erinnerung. In: Neue Zürcher Zeitung vom 2. Juli 2011. [1]
- ↑ Jürgen Habermas: Grossherzige Remigranten. Über jüdische Philosophen in der frühen Bundesrepublik. Eine persönliche Erinnerung. In: Neue Zürcher Zeitung vom 2. Juli 2011.
- ↑ Volker Heins: „Nicht bange machen lassen!“ Adornos unveröffentlichte Vorträge. In: WestEnd, 8. Jg., Heft 2/2011, S. 116–126.
- ↑ Volker Heins: „Nicht bange machen lassen!“ Adornos unveröffentlichte Vorträge. In: WestEnd, 8. Jg., Heft 2/2011, S. 119.
- ↑ Volker Heins: „Nicht bange machen lassen!“ Adornos unveröffentlichte Vorträge. In: WestEnd, 8. Jg., Heft 2/2011, S. 124.
- ↑ Theodor W. Adorno: Erziehung nach Auschwitz. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, S. 674–690.
- ↑ Rolf Wiggershaus: Theodor W. Adorno. Beck, München 1987, S. 17.
- ↑ Theodor W. Adorno zum 100. Geburtstag. In: frankfurt-interaktiv.de, abgerufen am 20. Juli 2012.
- ↑ Stefan Müller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Frankfurt am Main, Suhrkamp 2003.
- ↑ Philipp von Wussow: „Eine Karikatur der Theorie“. Zur neueren Adorno-Biographik. In: Naharaim 1, 2007, S. 131–147, hier S. 132 f.
- ↑ Detlev Claussen: Theodor W. Adorno. Ein letztes Genie. Fischer, Frankfurt am Main, 2003.
- ↑ Philipp von Wussow: „Eine Karikatur der Theorie“. Zur neueren Adorno-Biographik. In: Naharaim 1, 2007, S. 131–147, hier S. 136 f.
- ↑ Lorenz Jäger: Adorno. Eine politische Biographie. DVA, München 2003.
- ↑ Lorenz Jäger: Adorno. Eine politische Biographie. DVA, München 2003, S. 12.
- ↑ Philipp von Wussow: „Eine Karikatur der Theorie“. Zur neueren Adorno-Biographik. In: Naharaim 1, 2007, S. 131–147, hier S. 143.
- ↑ Lorenz Jäger: Adorno. Eine politische Biographie. DVA, München 2003, S. 85.
- ↑ Philipp von Wussow: „Eine Karikatur der Theorie“. Zur neueren Adorno-Biographik. In: Naharaim 1, 2007, S. 131–147, hier S. 146.
- ↑ Vgl. Philipp von Wussow: „Eine Karikatur der Theorie“. Zur neueren Adorno-Biographik. In: Naharaim 1, 2007, S. 131–147, hier S. 139.
- ↑ Andreas Dorschel, 'Der Geist ist stets gestört', in: Süddeutsche Zeitung Nr. 129 (7. Juni 2004), S. 14.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Adorno, Theodor W. |
| ALTERNATIVNAMEN | Wiesengrund-Adorno, Theodor Ludwig (wirklicher Name); Rottweiler, Hektor (Pseudonym); Zwieback, Castor (Pseudonym gemeinsam mit Carl Dreyfus) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Soziologe, Philosoph, Musikwissenschaftler und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 11. September 1903 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 6. August 1969 |
| STERBEORT | Visp, Schweiz |
- Theodor W. Adorno
- Philosoph (20. Jahrhundert)
- Kulturphilosoph
- Soziologe (20. Jahrhundert)
- Vertreter der Kritischen Theorie
- Hochschullehrer (Universität Frankfurt am Main)
- Komponist (20. Jahrhundert)
- Deutscher Komponist
- US-Amerikaner
- Musikwissenschaftler
- Musikkritiker
- Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus
- Antisemitismusforscher
- Geboren 1903
- Gestorben 1969
- Mann
- Frankfurt-Westend
