Theodor Boveri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Theodor Boveri

Theodor Heinrich Boveri (* 12. Oktober 1862 in Bamberg; † 15. Oktober 1915 in Würzburg) war ein deutscher Biologe.

1880 bis 1882 beschrieben Eduard Strasburger und Theodor Boveri die Konstanz der Chromosomenzahl bei unterschiedlichen Arten (diese ist für die jeweilige Art typisch) und die Individualität der Chromosomen.

1888 prägte er den Begriff Centrosom. Im Jahr 1904 begründete er im Anschluss an Walter Sutton die Chromosomentheorie der Vererbung.

[Bearbeiten] Familie

Verheiratet war Theodor Boveri mit der Amerikanerin Marcella O'Grady, die zu der ersten Generation von Frauen gehörte, die in den Vereinigten Staaten Zugang zu Universitäten erhielt. Marcella O'Grady, die unter anderem als Dozentin an dem berühmten Vassar College lehrte, lernte er im Sommer 1896 kennen, als sie auf Vermittlung ihres Tutors Edmund B. Wilson Würzburg besuchte, wo Theodor Boveri lebte und arbeitete.

Die deutsche Journalistin Margret Boveri (1900–1975) war Theodor Boveris Tochter. Sein Bruder Walter Boveri war ein bekannter Schweizer Industrieller.

[Bearbeiten] Literatur

  • Walter Rühm: Boveri, Theodor. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, S. 493 f.
  • Fritz Baltzer (1884 - 1974): Theodor Boveri. Leben und Werk. WBG, Darmstadt 1962
    • dsb.: Th. B.: Ein Wegbereiter der Vererbungs- und Zellforschung In: Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. 2. Mediziner, Biologen, Anthropologen. Hgg. Hans Schwerte & Wilhelm Spengler. Reihe: Gestalter unserer Zeit Bd. 4. Stalling, Oldenburg 1955, S. 183 - 192. (Die Hgg. waren SS-Kader.)
  • Herbert A. Neumann: Vom Ascaris zum Tumor. Leben und Werk des Biologen Theodor Boveri (1862–1915). Blackwell, Berlin 1998

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen