Theodor Fontane-Arbeitsstelle

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Dieser Artikel behandelt die Göttinger Institution. Siehe auch: Theodor-Fontane-Archiv, Potsdam.

Die Theodor Fontane-Arbeitsstelle ist eine unabhängige Forschungseinrichtung. Sie wird finanziert aus Geldern des Leibnizpreises der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie aus weiteren DFG-Drittmitteln und Drittmitteln der Fritz Thyssen Stiftung. Die Arbeitsstelle gehört zum Lehrstuhl von Heinrich Detering an der Georg-August-Universität Göttingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Fontane-Arbeitsstelle wurde im Januar 2010 von Gabriele Radecke gegründet, um verschiedene Fontane-Editionsprojekte interdisziplinär zu erarbeiten und zu koordinieren. Mit ihren elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie mit weiteren freien Mitarbeitern ist sie inzwischen die größte Fontane-Forschungsstelle, an der Editionsprojekte entstehen. Die Arbeitsstelle ist Mitglied in der Theodor Fontane Gesellschaft und im Theodor-Fontane-Forum; sie steht in Verbindung mit dem Göttinger Centre for Digital Humanities und mit der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition sowie mit dem Münchner Zentrum für Editionswissenschaft. Sie verfügt über eine Bibliothek, die an den Opac der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen angeschlossen ist.

Projekte[Bearbeiten]

Zu den interdisziplinären Projekten der Theodor Fontane-Arbeitsstelle gehören:

Zusammenarbeit[Bearbeiten]

Die Fontane-Arbeitsstelle arbeitet mit den folgenden Institutionen zusammen:

Die Theodor Fontane-Arbeitsstelle stellt dem Deutschen Textarchiv elektronische Texte Fontanes aus ihrer editorischen Arbeit zur Verfügung.

  • Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.
  • Museum Neuruppin

Die Fontane-Arbeitsstelle hat dem Museum Neuruppin erste Ergebnisse ihres Projekts "Digitale Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern" zur Verfügung gestellt. Fontane beschreibt darin das alte "Zieten-Museum", das er im September 1873 besichtigt hatte und das einen Grundstock für das Museum Neuruppin bildet. Viele der damaligen Exponate sind überliefert und können im Museum besichtigt werden.

Das Stadtmuseum Berlin unterstützt mit ihrem großen Fontane-Nachlass die Arbeit der Theodor Fontane-Arbeitsstelle, insbesondere die Fortführung der "Großen Brandenburger [Fontane-]Ausgabe". Die Fontane-Arbeitsstelle berät das Stadtmuseum Berlin in Bezug auf Fontane und Nachlassbestände.

Die Arbeit an der "Digitalen Edition der Notizbücher Fontanes" wird durch die Virtuelle Forschungsumgebung "TextGrid" an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen maßgeblich unterstützt.

Die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln unterstützt durch ihre Sammlungen und wissenschaftliche Mitarbeiter die kommentierte Neuedition der Edition von Theodor Fontanes 700 Theaterkritiken.

  • Theodor-Storm-Archiv Husum

In Zusammenarbeit mit dem Theodor-Storm-Archiv Husum ist die kommentierte Neuedition des Briefwechsels zwischen Theodor Storm und Theodor Fontane entstanden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gabriele Radecke: Theodor Fontane-Arbeitsstelle an der Universität Göttingen. In: Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft 41 (2011), S. 61–63.
  • Gabriele Radecke: Theodor Fontane-Arbeitsstelle an der Universität Göttingen. In: Mitteilungsblatt der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. 11 (2014), Heft 1, S. 30-32.
  • Gabriele Radecke: Die Theodor Fontane-Arbeitsstelle an der Universität Göttingen. In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte 21 (2014), S. 316-317.

Publikationen der Fontane-Arbeitsstelle[Bearbeiten]

  • Theodor Fontane: Von Zwanzig bis Dreißig. Hrsg. von der Theodor Fontane-Arbeitsstelle, kommentiert von Wolfgang Rasch. Berlin 2014 (Große Brandenburger Ausgabe - Das autobiographische Werk, Bd. 3)

Weblinks[Bearbeiten]