Theologie des Leibes

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Die Theologie des Leibes beschäftigt sich mit einer theologischen Behandlung der Sexualität des Menschen. Sie wurde von Papst Johannes Paul II. begründet, der sie im Rahmen seiner wöchentlichen Mittwochsaudienzen in einer Reihe von 129 Katechesen zwischen September 1979 und November 1984 thematisierte.

Die Theologie des Leibes beschreibt auf einer biblischen Grundlage das Wesen des Menschen und die Bedeutung seiner Körperlichkeit und bildet eine Grundlage der katholischen Sexualethik.

Die Texte wurden später zusammengefasst und sind unter dem Titel Die Theologie des Leibes: Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan als Buch erschienen, Herausgeber der deutschen Fassung ist Norbert Martin.

Inhalt der Katechesenreihe[Bearbeiten]

Dreifaltigkeit, Mann und Frau[Bearbeiten]

Christen glauben, dass der Mensch nicht nur durch die Gnade des freien Willens Abbild Gottes ist, sondern gleich ursprünglich durch die Gemeinschaft mit anderen. Der dreifaltige Gott ist selbst Gemeinschaft in drei Personen. Der Mensch ist nicht nur statisch durch sein Personsein, sondern auch dynamisch durch die Gemeinschaft von Mann und Frau das Eben- und Abbild Gottes. Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch (Gen 2,24).

Leib[Bearbeiten]

Adam und Eva waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander (Gen 2,25). In der heutigen Welt wird der Körper des Menschen vorwiegend als Objekt der Lust oder als Maschine begriffen und damit von seinem Personzentrum isoliert. Demgegenüber ruft der Papst in Erinnerung, dass der Körper nicht irgendein Zusatz am Menschen, sondern konstitutiver Teil seines personalen Daseins ist. Der Körper offenbart auch die spirituelle Verfassung des Menschen. Ein Lächeln zeigt uns an, ob jemand glücklich ist. Glück ist keine naturwissenschaftlich bestimmbare Messgröße, sondern offenbart sich durch einen bestimmten Ausdruck des Körpers.

Zeugung und Zölibat[Bearbeiten]

Die Wahrheit der sexuellen Vereinigung zwischen Mann und Frau ist in sich zerstört, wenn sich einer oder beide Partner beim Akt weigern, alles am anderen zu empfangen, einschließlich seiner Fruchtbarkeit. Nach außen hin mag der Zeugungsakt zwar so aussehen, als würden sich Mann und Frau ganz einander schenken, in Wirklichkeit tun sie es nicht.

Im Epheserbrief konstatiert der Apostel Paulus: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein (Eph 5,31). Mann und Frau werden in der Sprache des Leibes zu einem Fleisch. Die Theologie des Leibes wirft auch ein neues Licht auf die kontroverse Enzyklika Humanae Vitae Papst Pauls VI.. In dieser Enzyklika bestätigt Papst Paul VI. die Lehre seiner Vorgänger, „dass jeder einzelne eheliche Akt (quilibet matrimonii usus) nur dann sittlich gut ist, wenn er für die Weitergabe des Lebens offen bleibt“.

Ein weiterer Weg der Selbsthingabe ist der Zölibat. Er ist keine Unterdrückung der Sexualität, sondern in freiwilliger Ehelosigkeit lebende Männer und Frauen verwenden ihre sexuellen Triebe, indem sie sich an andere verschenken, im Dienste der Evangelisation und der spirituellen Begleitung oder ganz allgemein zur Förderung und Entfaltung des Lebens.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Johannes Paul II., Norbert und Renate Martin (Hrsg.): Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan. Eine Theologie des Leibes. Mittwochskatechesen von 1979 – 1984. 2. Auflage. Fe-Medienverlag, 2008, ISBN 978-3-939684-44-2.;
  •  Christopher West: Theologie des Leibes für Anfänger - Einführung in die sexuelle Revolution nach Papst Johannes Paul II.. 1. Auflage. Fe-Medienverlag, 2005, ISBN 978-3-928929-71-4.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]