Theophan Prokopowitsch

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Theophan Prokopowitsch

Theophan Prokopowitsch (* 1681 in Kiew; † 8. September 1736 in Nowgorod) war Erzbischof von Nowgorod und Vizepräsident des Heiligen Synod. Er war der wichtigste Berater Peters des Großen in kirchenpolitischen Angelegenheiten.

Prokopowitsch entstammte einer kleinen Kiewer Kaufmannsfamilie. Seine theologischen Studien absolvierte er in Polen und in Rom. Anschließend leitete er die Priesterausbildung in Kiew.

1716 berief Peter der Große Prokopowitsch nach Petersburg. Zunächst erhielt er 1718 die Bischofswürde von Pskow, danach 1725 den Erzbischofsstuhl von Nowgorod. Prokopowitsch verfolgte eine Theologie, die sich der Aufklärung öffnete und damit dem Reformprogramm Peters des Großen nahestand. Dem stand die konservative orthodoxe Geistlichkeit mit ihrem Zentrum in Moskau gegenüber.

Prokopowitschs wichtigster Reformbeitrag war das „Geistliche Reglement“ von 1720. Mit dessen Erhebung zum Gesetz durch Peter wurde der Heilige Synod installiert, der den russischen Patriarchen als Kirchenoberhaupt ablöste und am Vorbild protestantischer Landeskirchen-Konsistorien orientiert war. In zahlreichen weiteren Traktaten und Predigten verteidigte Prokopowitsch das Reformprogramm des Zaren auf der Grundlage aufklärerischer und naturrechtlicher Theorien. Zudem setzte er sich für die Volksbildung ein.

Der Asteroid (6681) Prokopovich wurde nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]