Theorikon

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Theorikon (griechisch θεωρικόν; Plural θεωρικά Theorika) war ursprünglich eine staatliche Unterstützungsleistung, die zu Zeit des Perikles im 5. Jahrhundert v. Chr. als Schaugeld eingeführt wurde, um den Bürgern Athens den Besuch von Theateraufführungen zu ermöglichen. Die Leistung entwickelte sich weiter zu einer allgemeinen Zuwendung, für deren Bezug eine aktive Mitarbeit im Gemeinwesen Voraussetzung war.

Im 4. Jahrhundert v. Chr. übernahm die zu seiner Verwaltung eingerichtete Behörde zeitweise (Eubulos, 354 bis 338 v. Chr.) die gesamte Verwaltung des Finanzwesens.

Literatur[Bearbeiten]

  • August Boeckh: Die Staatshaushaltung der Athener. Band 1. Realschulbuchhandlung, Berlin 1817, S. 304 ff.: Buch II.13.
  • James Junkin Buchanan: Theorika. A study of monetary distributions to the Athenian citizenry during the fifth and fourth centuries B.C. Augustin, Locust Valley NY 1962 (Zugleich: Princeton University, Dissertation, 1954).
  • Edward M. Harris: Demosthenes and the theoric fund. In: Robert W. Wallace, Edward M. Harris (Hrsg.): Transitions to empire. Essays in Greco-Roman history, 360–146 B.C., in honor of E. Badian (= Oklahoma Series in Classical Culture. Bd. 21). University of Oklahoma Press, Norman OK u. a. 1996, ISBN 0-8061-2863-1, S. 57–76.
  • Eberhard Ruschenbusch: Die Einführung des Theorikon. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Bd. 36, 1979, S. 303–308, online.