Theresia Bauer

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Theresia Bauer (2011)
Theresia Bauer im Testaufbau eines Elektrofahrzeugs

Theresia Bauer (* 6. April 1965 in Zweibrücken/Pfalz) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie ist seit Juni 2001 Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg und vertritt den Wahlkreis Heidelberg. Seit Mai 2011 ist sie Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Leben[Bearbeiten]

Bereits in jungen Jahren engagierte sich Theresia Bauer in der kirchlichen Jugendarbeit. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Germanistik in Mannheim und Heidelberg mit Abschluss Magistra Artium. Als Studentin war sie hochschulpolitisch aktiv.

Beruflich tätig war sie von 1993 bis 1995 als Referentin für politische Bildung in der Gesellschaft für politische Ökologie. Von 1995 bis zu ihrem Landtagseinzug 2001 war sie Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg.

Theresia Bauer ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sie lebt in Heidelberg.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten]

Seit 1999 ist Theresia Bauer Mitglied im Kreisvorstand Heidelberg der Grünen, von 2003 bis 2011 war sie Vorsitzende des Heidelberger Kreisverbandes. Seit Juni 2001 ist sie Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg und war bis 2011 Mitglied im Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg. In ihrer Fraktion war sie von Mai 2002 bis 2011 stellvertretende Vorsitzende. Bis 2011 war sie Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Mitglied im Aufsichtsrat der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Bei der Landtagswahl im März 2011 gewann Theresia Bauer mit 36,7 Prozent erstmals das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Heidelberg. Am 12. Mai 2011 wurde sie im Landtag als neue Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Kabinett Kretschmann vereidigt.

Zu bisherigen Aktivitäten als Ministerin gehören die Abschaffung der Studiengebühren, der Ausbau der Studienplätze im Bachelor- und Masterbereich (Ausbau des Programms "Hochschule 2012", Programm "Master 2016") sowie die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft in Baden-Württemberg. Auseinandersetzungen u.a. mit der Grünen Jugend gab es aufgrund ihrer Position zu Tierversuchen und ihrer ablehnenden Haltung zur Einführung einer landesweiten Zivilklausel. Im Herbst 2012 entschied sich ein Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen für die von Bauer angestrebte Linie, mit Rücksicht auf die historische Bedeutung der Forschungsfreiheit keine Zivilklausel ins Landeshochschulgesetz einzunehmen, aber die Transparenz im Bereich Drittmittelfinanzierung deutlich zu erhöhen. Am 17. Juli 2013 legte Bauer ein Konzept vor, nach dem an den Musikhochschulen in Baden-Württemberg 4 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden sollten. Dies hätte die Streichung von hunderten Studienplätzen sowie zahlreicher Studiengängen bedeutet und stieß deshalb auf breite Kritik.

Bauer hat Kommissionen eingesetzt, die sich mit der Reform der Lehrerbildung und mit einer Stärkung von Wissenschaft für Nachhaltigkeit befassen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2013 wurde sie vom Deutschen Hochschulverband (DHV) als Wissenschaftsministerin des Jahres ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Theresia Bauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien