Thermosiphon-Konvektionsbremse

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Schematische Gegenüberstellung Warmwasserspeicher ohne/mit Thermosiphon

Als Thermosiphon, Wärmefalle oder Wärmesiphon bezeichnet man eine Rohranordnung in Form eines absteigenden und wieder aufsteigenden Rohres (z. B. in Form eines U), die die Konvektion innerhalb des Warmwasser-Anschlussrohres eines Warmwasserspeichers einschränkt und damit Energieverluste reduziert.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Bei Wärmespeichern, wie sie beispielsweise in Zentralheizungen für die Bereitstellung von Warmwasser oder bei thermischen Solaranlagen zur Wärmespeicherung benutzt werden, tritt bei ungünstiger Rohrführung – z. B. direkt vom Speicher senkrecht nach oben – Konvektion innerhalb des angeschlossenen Rohres oder im Falle der Solarthermie sogar durch den angeschlossenen Kollektor auf. Mit einer Rohrverlegung in Form eines Siphons – also einem kurzen abwärts und dann wieder aufwärts gerichteten Rohr kann man diese Konvektionsverluste verringern, daher wird eine solche Rohranordnung auch Thermosiphon, Wärmesiphon oder Wärmefalle genannt.

Bei einem Anschluss ohne Thermosiphon steigt das warme Wasser aufgrund seiner geringeren Dichte auf und kühlt sich im Verlauf des gesamten angeschlossenen Rohres ab, woraufhin es entlang der unteren Rohrwandung wieder in den Speicher zurückfließt. Das in den Tank zurückstömende kältere Wasser kann dabei auch eine Schichtung innerhalb des Tankes zerstören. Bei einer Thermosiphon-Konstruktion findet diese Zirkulation nur bis zum Siphon statt, da das warme Wasser dem abwärts gerichteten Rohr nicht folgt. Konvektionsverluste sind damit zwar nicht ausgeschaltet, beschränken sich aber auf die (kurze) Strecke bis zum Siphon. Eine noch bessere Konstruktion stellen daher Tanks dar, bei denen die Anschlüsse direkt ein kurzes Stück abwärts geführt werden.

Siehe auch: Thermosiphonanlage

Quellen[Bearbeiten]

  • Vortragsunterlagen Waermeverluste durch rohrinterne Gegenstromzirkulation des Instituts für Solartechnik SPF, Hochschule für Technik Rapperswil online (Abgerufen am 19. April 2010; PDF; 1,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten]