Theudesinda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Theudesinda auch Theudesind bzw. Theudesinde, Prinzessin und Herzogin. Sie war Tochter des Friesen-Königs Radbod.

Sie heiratete um 711 den Hausmeier Grimoald der Jüngeren und wurde somit Herzogin von Burgund und/oder Herzogin der Champagne. Hier haben wir ein geschichtliches Ereignis, denn selten wurde unter den Arnulfingern/Karolingern eine „Ausländerehe“ eingegangen. Diese vollgütige Ehe ist wohl damit zu verbinden, dass Pippin der Mittlere über die Friesen gesiegt hat (während der beiden Kriegszüge in den Jahren 690 und 695). Die Ehe blieb jedoch kinderlos, was zur Folge hatte, dass ihr Gemahl sich eine Konkubine nahm und mit ihr endlich den Erben hervorbrachte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Schieffer, Rudolf: Die Karolinger, W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. Stuttgart 2000, S. 30