Thiers (Puy-de-Dôme)
| Thiers | ||
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| Region | Auvergne | |
| Département | Puy-de-Dôme | |
| Arrondissement | Thiers (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Thiers | |
| Gemeindeverband | Thiers communauté | |
| Koordinaten | 45° 51′ N, 3° 33′ O45.8563888888893.5475430Koordinaten: 45° 51′ N, 3° 33′ O | |
| Höhe | 430 m (283–793 m) | |
| Fläche | 44,49 km² | |
| Einwohner | 11.531 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 259 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 63300 | |
| INSEE-Code | 63430 | |
| Website | http://www.ville-thiers.fr/ | |
Thiers am Durolle-Hang |
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Thiers ist eine Stadt in der französischen Region Auvergne im Département Puy-de-Dôme mit 11.531 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009). Die Stadt ist Sitz der Unterpräfektur (frz. Sous-préfecture) des Arrondissements Thiers, dieses besteht aus sechs Kantonen, sie ist Hauptort (frz.: chef-lieu) des Kantons Thiers.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Thiers liegt an der Einmündung des Flüsschens Durolle in die Dore etwa 40 km ost-nordöstlich von Clermont-Ferrand. Die Gemeinde ist Teil des Regionalen Naturparks Livradois-Forez.
[Bearbeiten] Geschichte
Thiers ist keltischen Ursprungs. Eine erste Siedlung am linken Durolle-Ufer wurde 532 von den Franken zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte auf dem rechten Ufer im heutigen Altstadtviertel. Von hier aus wuchs die Stadt immer weiter den Hang hinauf. Die Blütezeit der Stadt begann mit dem Einzug der Messerschmiedekunst. Eine Legende besagt, dass auvergnatische Kreuzritter diese Kunst aus dem Orient nach Thiers gebracht haben. Die ersten Messerschmiede ließen sich nachweislich im 14. Jahrhundert hier nieder; sie nutzten das starke Gefälle der Durolle für ihre Schmiedehämmer. Das Gewerbe brachte der Stadt rasch Ansehen und Reichtum. Ab dem 15. Jahrhundert wurden die Schmiedeerzeugnisse vor allem nach Spanien und Norditalien exportiert. Ende des 18. Jahrhunderts lebten etwa 10.000 und damit zwei Drittel der Einwohner vom Schmiedehandwerk. Heute sind etwa 5.000 Menschen in rund 300 handwerklichen Messerschmieden der Stadt, den Coutelleries, beschäftigt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- „Le Vieux Thiers“, verwinkelte mittelalterliche Altstadt mit vielen restaurierten Fachwerkhäusern des 15. bis 17. Jahrhunderts.
- Kirche St-Genès, ursprünglich romanische aus dem 11./12. Jahrhundert; Vorhalle des 18. Jahrhunderts mit einem reich skulpturierten Wandgrab des 14. Jahrhunderts; größte Vierungskuppel der Auvergne
- Eglise du Moutier, mit schönen Kapitellen
- Maison des Coutelliers mit Ausstellung über die Schmiedekunst von den Anfängen bis zur Gegenwart und dem Nachbau einer historischen Messerschmiede
- Musée de la Coutellerie, Museum der Messerschleiferei mit Filmvorführung
- Le Creux de l’Enfer, Museum zeitgenössischer Kunst in einer ehemaligen Messerfabrik[1]
- L’Orangerie, Schau tropischer Gewächse
- Parc du Moutier
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Stephan von Thiers, Eremit, Begründer des Ordens von Grandmont, Heiliger, * um 1045 in Thiers, † 8. Februar 1124[2]
- Guillaume Des Gilberts, Theaterschauspieler und Theaterdirektor, * 13. März 1594 in Thiers und hier † 10. November 1653
- Jean-Félix Nourrisson, Philosoph, * 18. Juli 1825 in Thiers, † 13. Juni 1899 in Paris
- Claire Chazal, Schauspielerin, * 1. Dezember 1956 in Thiers
- Zinedine Soualem, Schauspieler, * 17. April 1957 in Thiers
- Patrick Berhault, bekannter Bergsteiger und Bergführer, * 1957 in Thiers
- Prosper Georges Antoine Marilhat, Maler, † 13. September 1847 in Thiers
[Bearbeiten] Literatur
- Anne Henry (Red.): Thiers, une exception industrielle. Puy-de-Dôme / Auvergne. Direction régionale des affaires culturelles. Service régional de l'Inventaire général; Ville de Thiers; Musée de la coutellerie. Lyon: Lieux Dits, 2004. 64 S.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Verweise
- ↑ Internetseite des Museums
- ↑ Bruno W. Häuptli: STEPHAN von Muret. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 1381–1384.