Thiersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Thiersheim
Thiersheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Thiersheim hervorgehoben
50.07638888888912.126944444444551Koordinaten: 50° 5′ N, 12° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Wunsiedel im Fichtelgebirge
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Thiersheim
Höhe: 551 m ü. NHN
Fläche: 24,41 km²
Einwohner: 1912 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95707
Vorwahl: 09233
Kfz-Kennzeichen: WUN, MAK, REH, SEL
Gemeindeschlüssel: 09 4 79 158
Marktgliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 2
95707 Thiersheim
Webpräsenz: www.thiersheim.de
Bürgermeister: Bernd Hofmann (Aktive Liste)
Lage des Marktes Thiersheim im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Martinlamitzer Forst-Süd Meierhöfer Seite Weißenstadter Forst-Süd Weißenstadter Forst-Nord Tröstauer Forst-West Tröstauer Forst-Ost Selb Neubauer Forst-Süd Kaiserhammer Forst-Ost Vordorfer Forst Selb Selb Hohenberg an der Eger Hohenberg an der Eger Marktleuthen Thierstein (Fichtelgebirge) Selb Selb Wunsiedel Weißenstadt Tröstau Thiersheim Schönwald (Bayern) Schirnding Röslau Marktredwitz Kirchenlamitz Hohenberg an der Eger Höchstädt im Fichtelgebirge Arzberg (Oberfranken) Bad Alexandersbad Nagel (Fichtelgebirge) Tschechien Landkreis Tirschenreuth Landkreis Bayreuth Landkreis Hof Kaiserhammer Forst-OstKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Thiersheim ist ein Markt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Regierungsbezirk Oberfranken) und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Thiersheim. Der Ort liegt im Fichtelgebirge, nahe der Grenze zur Tschechischen Republik unmittelbar an der A 93 (Anschlussstelle 11, Thiersheim).

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Thiersheim besteht aus insgesamt 15 Ortsteilen[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Thiersheim leitet sich wahrscheinlich ab von Heim des Teor (oder Tior, Tier). Im Jahre 1182 fand Thiersheim erstmals urkundliche Erwähnung in einer von Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigten Schenkung des Ortes an das Benediktinerkloster Reichenbach. Von 1415 bis 1791 stand Thiersheim unter der Herrschaft der einstigen Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg bzw. Bayreuth. Das Markgraftum Ansbach-Bayreuth gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und kam 1792 zum Königreich Preußen. Nach vorheriger vierjähriger französischer Besetzung gelangte der Ort 1810 zum Königreich Bayern. 2007 fanden im Rahmen der 825-Jahr-Feier ein feierlicher historischer Festzug und ein historischer Markt statt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Stemmas eingegliedert. Am 1. April 1977 kamen Teile der aufgelösten Gemeinde Kothigenbibersbach hinzu. Birkenbühl sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Grafenreuth und Schwarzenhammer folgten am 1. Januar 1978.[3] Zum 1. April 2013 wurde ein Teil des gemeindefreien Gebiets Hohenberger Forst eingemeindet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu der folgenden Sitzverteilung im Marktgemeinderat:

2002 2008 2014
CSU 7 6 5
Aktive Liste 2 3 5
SPD 5 5 4
Gesamt 14 14 14

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Evangelische Kirche St. Ägidien aus der spätromanischer Zeit

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Friedhof[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindefriedhof erinnert eine KZ-Grabstätte mit einem Gedenkstein an 22 KZ-Opfer, die durch die NS-Gewaltherrschaft ihr Leben verloren haben und hier begraben wurden.[4] Die Umbettung der Opfer, die zunächst am Wegesrand des "Evakuierungsmarsches" vom KZ Buchenwald zum KZ Flossenbürg verscharrt worden waren, auf den Friedhof Thiersheim erfolgte im Januar 1946; die Einweihung des Gedenksteins fand am 12. August 1948 statt.[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Markt Thiersheim - Blick von Norden
  • Friedrich Wilhelm Singer (Hrsg.): Heimat an der Hohen Warte. Selbstverlag des Marktes Thiersheim, 1982.
  • Harald Stark: Die Familie Notthafft - auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben. Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X
  • Dietmar Herrmann: Flurnamensteine in und um Thiersheim; in: Der Siebenstern 2011, S. 288

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111206/193839&attr=OBJ&val=1310
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 700 und 701.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 195
  5. siehe Darstellung in Constanze Werner: KZ-Friedhöfe und Gedenkstätten in Bayern, Schnell und Steiner: Regensburg 2011, ISBN 978-3795424831, Seite 201-203

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thiersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien