Thil-Manneville

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thil-Manneville
Thil-Manneville (Frankreich)
Thil-Manneville
Region Haute-Normandie
Département Seine-Maritime
Arrondissement Dieppe
Kanton Bacqueville-en-Caux
Gemeindeverband Communauté de communes Saâne et Vienne.
Koordinaten 49° 50′ N, 1° 0′ O49.8402777777780.9930555555555680Koordinaten: 49° 50′ N, 1° 0′ O
Höhe 22–100 m
Fläche 6,78 km²
Einwohner 545 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 80 Einw./km²
Postleitzahl 76730
INSEE-Code

Thil-Manneville ist eine französische Gemeinde mit 545 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Seine-Maritime in der Region Haute-Normandie. Sie gehört zum Kanton Bacqueville-en-Caux und zum Kommunalverband Saâne et Vienne.[1].

Geografie[Bearbeiten]

Thil-Manneville liegt im Pays de Caux, 11 Kilometer südwestlich von Dieppe und 6 Kilometer nördlich des Kantonshauptorts Bacqueville-en-Caux, zwischen den Nachbargemeinden Gueures im Nordwesten, Ambrumesnil im Nordosten und Hermanville im Süden. Die Vienne, ein Nebenfluss der Saâne, fließt westlich des Ortskerns durch das Gemeindegebiet.[2] Der Weiler Manneville gehört zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsnamensteil Thil ist vom lateinischen Wort Tilia für „Lindenbaum“ abgeleitet. Le Thil wurde als Tylia im Jahr 1240 erstmals urkundlich erwähnt.[3] Die Pfarrei Thil-Manneville gehörte vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution (1789–1799) dem Kloster Mortemer in Lyons-la-Forêt. Weltliche Besitzer des Ortes war die Familie Mortemart.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche Saint-Sulpice steht am Ufer der Vienne. Eine ursprüngliche Kirche war im 13. Jahrhundert gebaut worden. Das heutige Gebäude wurde im 16. Jahrhundert an gleicher Stelle errichtet. Es besteht fast vollständig aus Sandstein, in den Mauern des Chor sind auch Kalktuff-Steine eingearbeitet, wie man sie an den Ufern der Saâne und der Scie findet. Am Altarschrein der Kirche findet man noch das Wappen der Familie Mortemart, mit dem Titel Marquis de Manneville et du Thil, auf den Resten einer Litre funéraire (Trauerband) die sowohl außen als auch im Inneren um das Gebäude herum gemalt war.[4]

Das Tal der Vienne bei Thil-Manneville ist offiziell als Site Inscrit (Naturdenkmal) eingestuft.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige der Thillais sind Ackerbau und die Zucht von Hausrindern, Hausschafen und Hausschweinen.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thil-Manneville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Webpräsenz der CC Saâne et Vienne (französisch) Abgerufen am 1. Februar 2010
  2. Thil-Manneville auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 1. Februar 2010
  3.  Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. 2, Librairie Droz, 1996, ISBN 9782600001335, S. 1266 (in Google Books, abgerufen am 1. Februar 2010). (französisch)
  4.  Jean Benoît Désiré Cochet: Les églises de l'arrondissement de Dieppe: Églises rurales. Derache, Dumoulin, Rouen 1850, S. 463f (in Google Books, abgerufen am 1. Februar 2010). (französisch)
  5. Liste des immeubles protégés. S. 80+85f, abgerufen am 1. Februar 2010 (pdf; 393 kB, französisch).
  6. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=16871&req=Thil-Manneville&style=fiche Thil-Manneville auf quid.fr (französisch) Abgerufen am 1. Februar 2010, seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.