ThinkPad

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Lenovo Thinkpad X1 Carbon (Ivy Bridge)
Lenovo ThinkPad T410 in Dockingstation (2011)
IBM ThinkPad R51 (2004)
IBM ThinkPad 345C (1995)

ThinkPad ist ein Markenname für tragbare Computer (Notebooks und Tablet PCs) und stammt ursprünglich von IBM. Im Winter 2004 erfolgte der Verkauf der PC-Sparte von IBM und somit auch des Markennamens ThinkPad an den chinesischen Computerkonzern Lenovo. Bis 2010 war dieser berechtigt, ThinkPads unter dem Herstellernamen IBM herauszubringen, verzichtete jedoch bereits seit Ende 2007 darauf.

Grund für den Verkauf an einen chinesischen Hersteller war unter anderem ein Einfuhrverbot in die Volksrepublik China. Lenovo konnte als chinesischer Hersteller den chinesischen Markt mit ThinkPads versorgen und seinen Umsatz erheblich steigern, was schnell zur Unabhängigkeit vom Markennamen IBM führte.

Der Name ist auf ein kleines, ledernes Notizbuch zurückzuführen, welches jeder IBM-Mitarbeiter bei der Einstellung ausgehändigt bekam. Dessen Aufdruck Think sowie die englische Bezeichnung für Notizbücher, Notepad, wurde zu ThinkPad zusammengezogen.

Das Design der ersten ThinkPads wurde im Wesentlichen vom Designer Richard Sapper beeinflusst und am IBM-Designcenter in Yamato in Japan erarbeitet. Das ThinkPad wurde von den Proportionen einer traditionellen Zigarrenkiste inspiriert, einer einfachen, rechteckigen Schachtel, die erst beim Öffnen ihren Inhalt enthüllt. [1][2][3] Die schwarze Farbe der Thinkpads trägt dem mysteriösen Aussehen bei und hilft dabei den Bildschirm heller erscheinen zu lassen. Dieses Aussehen hob ThinkPads deutlich von den damals grauen Alternativen ab. Einen gut erkennbaren farbigen Akzent setzt zudem der zwischen den Tasten G, H und B befindliche rote Trackpoint.

Dieses Design der ThinkPads hatte sich in den Jahren seit ihrem Erscheinen 1992 nur wenig verändert und konnte somit zu einem Markenzeichen einer konservativen und auf Wertbeständigkeit achtenden Firmenphilosophie werden. Mit Einführung des ThinkPad T431s wurde das Design jedoch deutlich geändert und modernisiert. So entfiel das klassische "Clamshell"-Design, welches im Vergleich zu den ersten ThinkPads ohnehin nur noch in abgeschwächter Form vorhanden war, zudem wurde die Gehäusefarbe auf einen Grauton abgeändert.

Lenovo garantiert die Ersatzteillieferung für alle ThinkPad-Modelle für mindestens fünf Jahre. Da sich das Design der Geräte seit ihrer Einführung in den Grundelementen nur wenig verändert hat, besitzen sie einen hohen Bekanntheits- und Wiedererkennungsgrad. Ein besonderes Merkmal des Designs stellen die widerstandsfähigen, aus CFK, ABS sowie Magnesiumlegierungen gearbeiteten Notebookgehäuse - teils verstärkt durch den sogenannten "Structure Frame" aus einer Magnesiumlegierung - dar, welche zur allgemein hohen Robustheit beitragen.

Mit dem Modell 701 aus dem Jahr 1996 ist ein ThinkPad zu Ausstellungszwecken in die Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen worden.[4]

Die ersten ThinkPads, die auf der Computerbörse Comdex im Jahre 1992 vorgestellt wurden, wurden in Anlehnung an die Modellbezeichnung der Fahrzeuge von BMW in die Serien 3xx, 5xx und 7xx eingeteilt, in welcher die 3xx die Einstiegsklasse, die 5xx die Mittelklasse und die 7xx die Luxusklasse darstellten. Mittlerweile haben Buchstaben die Modellbezeichnung übernommen, siehe unten.

Besonderheiten[Bearbeiten]

ThinkLight an einem T23

Zu den Besonderheiten zählt das ThinkLight, eine kleine LED im Displaydeckel. Unter Linux kann das ThinkLight mittels thinkpad-acpi (vormals ibm-acpi) per Software oder über das procfs unter /proc/acpi/ibm/light angesteuert werden. Anwendungen sind beispielsweise die Signalisierung eingehender Instant-Messenger-Nachrichten (Pidgin und Kopete) oder Musikvisualisierung über das rocklight-Plugin von Xmms, das die LED im Takt der Musik blinken lässt. Mit den ThinkPads der Haswell-Generation wurde das ThinkLight, welches bereits in den Vorgängerbaureihen nicht mehr bei allen Modellen vorhanden war, komplett entfernt und durch Backlight-Tastaturen, welche bereits mit der *30-Generation (Ivy Bridge) eingeführt wurden, ersetzt.

Als Schutz bei Stürzen haben alle ThinkPads der SL-, L-, T-, W-, R-, Z- und X-Serie (T ab T41, R ab R50, X ab X40; ausgenommen die „e“-Modelle der R-Serie) mit herkömmlicher magnetischer Festplatte einen APS (Active Protection System) genannten Bewegungssensor, der den Schreib-/Lesekopf der Festplatte in Parkposition fährt, wenn Beschleunigungen registriert werden, die zu einem Head-Crash führen könnten.

Viele ThinkPads verfügen über eine ESS (Embedded Security Subsystem) genannte Sicherheitslösung, die auf einem TCG-Chip basiert, mit dem Daten in Echtzeit verschlüsselt werden können und nur mehr in Notebooks mit ESS und dem erforderlichen Passwort entschlüsselt werden können. Der Security-Chip entspricht bei allen neueren Modellen der Trusted Platform Module Spezifikation 1.2 und kann daher ab Windows Vista für dessen BitLocker-Laufwerksverschlüsselung genutzt werden. Der Chip ist im BIOS bzw. UEFI deaktivierbar, da er unter Umständen Rückschlüsse auf die Identität des ThinkPads erlaubt.

Um das Power-on- bzw. Supervisor-Passwort zu löschen, reicht bei anderen Notebooks oft das kurze Entfernen der CMOS-Batterie von der Hauptplatine. Aufgrund dessen, dass diese Passwörter bei den ThinkPads in einem (nicht flüchtigen) EEPROM gesichert werden, reicht dies nicht aus. Es kann sogar dazu führen, dass das ThinkPad unbenutzbar wird, denn bei gesetztem Supervisor-Passwort und Entfernen der Batterie wird dies beim nächsten Start des Geräts zwingend abgefragt, da es notwendig ist, die Uhrzeit einzustellen, anderenfalls bootet das Gerät nicht.


Um das BIOS-Passwort zu löschen, muss das Gerät entweder zu Lenovo eingesandt oder die Hauptplatine ausgetauscht werden. Darüber hinaus besteht jedoch die (inoffizielle) Möglichkeit, das Passwort über die serielle Schnittstelle und etwas Geschick auszulesen (was durch eine als "Passphrase" bezeichnete Funktion, welche im BIOS aktiviert werden kann und das Passwort verschlüsselt, erschwert wird) oder aber den BIOS-Chip auszulöten und durch einen anderen, nicht gesperrten, zu ersetzen. Allerdings erfordert das fachgerechte Austauschen des BIOS-Chips einen hohen Aufwand und viel Erfahrung im praktischen Umgang mit Mikroelektronik, um nicht den BIOS-ROM selbst oder die Hauptplatine mit ihren angrenzenden Komponenten zu beschädigen. Während daher eine absolute Sicherheit des BIOS vor unerwünschten Zugriffen nicht gewährleistet werden kann, wurde die Hürde im Vergleich zu den meisten anderen Notebooks allerdings recht hoch gesetzt.

Neuere ThinkPad-Modelle, die mit Betriebssystem ausgeliefert werden, haben eine spezielle Festplattenpartition, die von Windows nicht als Datenspeicher erkannt wird. Auf dieser Partition befinden sich Daten, mit deren Hilfe die Software des ThinkPads je nach Gerät per Knopfdruck wieder in ihren Auslieferungszustand gebracht oder Wiederherstellungsdatemträger erstellt werden können. Diese Partition kann jedoch entfernt werden, um Speicherplatz zu gewinnen. Im Falle der Installation einer Retail-Windows-Version (auch als "Clean Install" bezeichnet) können die meisten Treiber und Tools, die im Lenovo-Preload enthalten sind, auch von der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden.

Verschiedene Modellreihen (z. B. die T-Reihe ab dem Modell T42 oder die R-Reihe ab dem Modell R60) verfügen über einen integrierten Fingerabdruckscanner, der zur Autorisierung des Nutzers beim Anmelden am System oder bei Webseiten verwendet werden kann.

Windows 7 auf einem ThinkPad T23 von 2001

Üblicherweise wird in ThinkPads hochwertigere Hardware verwendet, welche der Lebensdauer kaum Grenzen setzt. Hardwaredefekte sind bei ThinkPads somit eher selten. Leider gab es in der Vergangenheit jedoch immer wieder Ausnahmen, beispielsweise das sog. "Flexing" bei den Geräten der T4*-Serie, worunter man ein Ablösen der BGA-Bausteine von der Hauptplatine aufgrund von mechanischer und thermischer Belastung versteht. Weiteres Negativbeispiel sind die Geräte der T61- bzw. R61-Serie mit NVIDIA-GPU, welche vom sog. "Nvidia-Bug" betroffen sind (irreversible Beschädigung der Bonddrähte des Dies der GPU).

Ein weiterer Vorteil höherwertiger Hardware ist die daraus resultierende Treiberverfügbarkeit, welche den problemfreien Einsatz von modernen Betriebssystemen wie Windows 7 oder Windows 8 auf älteren ThinkPads ermöglicht, sowie ThinkPads recht kompatibel mit Open-Source Betriebssystemen wie z.B. Linux macht.

Wichtige Hardware eines herkömmlichen Laptops lässt sich bei ThinkPads (ausgenommen einige Tablets sowie Ultrabooks und die Edge-Baureihen) im Vergleich zu anderen Notebooks sehr leicht reparieren oder tauschen. Arbeitsspeicher, Festplatte, Akku und Ultrabay-Laufwerk (falls vorhanden) sind bei vielen Modellen darauf ausgelegt, in weniger als einer Minute gewechselt werden zu können. Hier genügt oft das Entfernen einer oder mehrerer extra gekennzeichneten Schraube(n) oder das Öffnen einer Abdeckung durch Schieben eines mechanischen schraublosen Verschlusses.

Eingabegeräte[Bearbeiten]

Tastatur eines ThinkPad T500 mit UltraNav und Fingerabdruckleser

Bekannt sind die Notebooks der ThinkPad-Reihe unter anderem für die hohe Qualität ihrer Tastaturen, welche häufig als die besten in Notebooks verbauten Tastaturen angesehen werden.[5] Die Tastatur ist spritzwassergeschützt, viele ThinkPads besitzen zudem Ablaufkanäle für verschüttete Flüssigkeiten.[6]

Eine Besonderheit ist die Anordnung der Hotkey-Kombination zum Einschalten des ThinkLights bzw. des Backlights der Tastatur. Die Tastenkombination dafür ist so angeordnet, dass sie auch im Dunkeln zu finden ist; die beiden Tasten hierfür befinden sich in der linken unteren (Fn) und rechten oberen Ecke. Mit der Einführung der Backlight-Tastaturen wurde diese Tastenkombination geändert (Fn + Leertaste).

Ein weiteres Merkmal der Tastatur ist bei neueren Modellen die blaue ThinkVantage-Taste (früher Access IBM), mit der ein Programm aufgerufen wird, das verschiedene Hilfe- und Wartungsfunktionen anbietet. Beispielsweise kann das ThinkPad so wieder in den Auslieferungszustand versetzt werden, selbst wenn das installierte Betriebssystem defekt und nicht mehr funktionsfähig ist. Mit der *30-Serie (Ivy Bridge) wurde die Tastenfarbe geändert (schwarz) und die Beschriftung "ThinkVantage" entfernt, mit der *40-Serie (Haswell-Generation) entfällt die ThinkVantage-Taste vollständig.

Bis zur Übernahme von IBMs PC-Sparte durch Lenovo und dem Erscheinen der Z-Reihe im Jahr 2005 verzichteten alle ThinkPad-Modelle auf die drei Windowstasten. Durch diesen Verzicht stand insbesondere bei den damaligen 4:3-12"-Subnotebooks mit ihrer (im Vergleich zu größeren ThinkPads) verkleinerten Tastatur mehr Platz für die angrenzenden Strg- und Alt-Tasten zur Verfügung.

UltraNav mit rotem TrackPoint (links oben) und TouchPad

Charakteristisch für die ThinkPad-Reihe ist der „TrackPoint“ genannte Piezo-Stift, der sich in der Mitte der Tastatur zwischen den Tasten G, H und B befindet und der Maussteuerung dient. Dieser Trackpoint sticht als roter Punkt auf der schwarzen Tastatur und dem schwarzen (bzw. grauen) Gehäuse hervor und wurde zu einem Erkennungsmerkmal für ThinkPads, das sich auch im i-Punkt im Logo der Produktreihe wiederfindet.[7] Während die ersten ThinkPads ausschließlich TrackPoints als Mauseingabe verwendeten, wurde 2002 mit dem Modell T30 erstmals auch eine „UltraNav“ genannte Kombination aus Touchpad und TrackPoint angeboten.[8]

Mit Einführung des ThinkPad T431s wurden die Tasten für den TrackPoint in das Clickpad integriert, was später auch bei den ThinkPads der *40-Reihe (Haswell) übernommen wurde und kontrovers diskutiert wurde.

UltraBay[Bearbeiten]

Viele ThinkPads besitzen einen zusätzlichen Wechselschacht, der bei den meisten Modellen als UltraBay bezeichnet wird. Dieser ist vielseitig einsetzbar und kann beispielsweise für folgende Komponenten genutzt werden:[9]

UltraBay Slim CD-RW- und DVD-Laufwerk
  • optische Laufwerke (CD, DVD, Brenner, Blu Ray)
  • zweite Festplatte bzw. SSD
  • LS-Laufwerk
  • zweiter Akku (ab dem T410 nur noch bei den 14"-T4xxs-Modellen möglich, entfällt mit dem T431s)
  • Diskettenlaufwerk
  • Nummernblock (bei neueren Modellen nicht mehr möglich)
  • Zip-Laufwerk
  • Station (englisch Cradle) für ein PDA (bei neueren Modellen nicht mehr möglich)
  • Reiseabdeckung
  • Adapter für serielle und parallele Anschlüsse (lediglich für T60/61 und R60/61)
UltraBay HDD-Adapter für eine SATA-Festplatte (FRU26R9246)

Die Festplatte im UltraBay ist an denselben Festplatten-Controller wie die fest eingebaute Platte angeschlossen. Somit besteht keine besondere Limitierung hinsichtlich Bootfähigkeit, Kapazität, etc. Es handelt sich um eine handelsübliche 2,5-Zoll-Festplatte, die lediglich in einen speziellen UltraBay-Rahmen eingebaut wird, um in den UltraBay-Wechselschacht geschoben werden zu können. Komponenten im Wechselschacht können bei vielen Modellen während des laufenden Betriebes ausgetauscht werden, bei den Haswell-ThinkPads mit optischem Laufwerk beispielsweise ist dies jedoch nicht mehr möglich. Die neu angeschlossenen Geräte werden sogleich erkannt, das Notebook muss hierzu also nicht neu gestartet werden. Ausnahme hiervon sind neben HDDs mit gesetztem Passwort unter anderem der Adapter für RS232 und Parallelport.

Das Travel Cover ist eine leichte Reiseabdeckung, die anstelle eines UltraBay-Gerätes verwendet wird. Damit kann das Gesamtgewicht des Notebooks weiter verringert werden, falls unterwegs kein UltraBay-Gerät benötigt wird. Mit dem Adapter für serielle und parallele Anschlüsse (Ultra Slim-Bauform) ist es möglich, ThinkPads der T6x- und einige Modelle der R6x-Baureihe um eine serielle RS-232- und eine parallele IEEE 1284-Schnittstelle zu erweitern. Gerade bei Wartungstechnikern von Industrieanlagen ist diese Anschlussart sehr gefragt.

UltraBay
UltraBay-Typ verbaut in verfügbare Geräte
UltraBay 355, 360, 370C, 750, 755C, 755CE, 755Cs, 755CSE, 755CV, 755CX, 760C, 760L, 760E FDD, HDD, Akku, 2,88-MB-Diskette, PCMCIA-Cartridge, IBM Wireless-Modem
dickes UltraBay 755CD, 755CDV, 760CD, 760E, 760ED, 760EL, 760ELD, 760LD, 760XD, 760XL, 765, SelectaDock I, SelectaDock II FDD, HDD, CD, Akku, 2,88-MB-Diskette, PCMCIA-Cartridge, IBM Wireless-Modem
UltraBay II 770, SelectaDock III FDD, ZIP-100, ZIP-250, HDD, CD, DVD, Akku
UltraBay FX 390, i-Series 1720, i-Series 1721 FDD, HDD, CD, DVD, Akku
UltraSlimbay 600, Ultrabase (570), Portable Drive Bay FDD, ZIP-100, ZIP-250, HDD, CD, DVD, Akku
UltraBay 2000 A20, A21, A22, T20, T21, T22, T23, A301), A311), Dock 2631, Dock II, UltraBase X2, Portable Drive Bay 2000 FDD, LS-120, LS-240, ZIP-100, ZIP-250, CD, CD-RW, DVD, Combo, Multi, HDD, Akku
UltraBay Plus A30, A31, R30, R31, R32, R40, T23, T30, Ultrabase X3 FDD, LS-120, LS-240, ZIP-100, ZIP-250, CD, CD-RW, DVD, Combo, Multi, HDD, Akku, PDA-Cradle, NumPad
UltraBay Slim 2) T40, T41, T42, T43, T60, T61, Z60t, Z61t, UltraBase X4, ThinkPad X4 Dock, UltraBase X6, UltraBase X6 Tablet DVD, Combo, Multi, HDD, Akku, Seriell-Pallalel-Port-Adapter (T60-61, einige R60-R61)
UltraBay Enhanced R50, R51, R52, R60, R61, Z60m, Z61m, Z60p, Z61p, ThinkPad Advanced Dock DVD, Combo, Multi, BD-RW, HDD, Akku.
Serial UltraBay Slim3) T500, W500, X200 UltraBase, T400, T400s, T410, T410s, T420s, T430s, X220 Ultrabase DVD, Combo, Multi, BD-RW, HDD, Akku, (UltraBay Slim-Batterie*)
Serial UltraBay Enhanced R400, R500, T510, W700, T510i, T520, W510, W520, T420, W530, T530, T430 DVD, Combo, Multi, BD-RW, HDD, Akku, (UltraBay Enhanced-Batterie)
Fixed Serial UltraBay Enhanced L510, L410, SL510, SL410, L512, L412, L520, L420, L530, L430 DVD, Combo, Multi, Travel Cover, HDD (mit UltraBay-Adapter von Drittanbietern)
Fixed Serial UltraBay Slim T440p, T540p, W540, L440, L540 DVD, Combo, Multi, Travel Cover, HDD

1) auf der linken Seite

2) mit PATA-Anschluss

3) mit SATA-Anschluss

Alternative Betriebssysteme auf ThinkPads[Bearbeiten]

ThinkPads haben sich dank guter Treiberverfügbarkeit als die am besten mit alternativen Betriebssystemen wie zum Beispiel Linux und OpenBSD zusammenarbeitenden Notebooks etabliert. Sogar für spezielle Hardware wie den eingebauten Fingerabdruckleser gibt es stabile Treiber. Ein Betrieb als Dual-Boot-System mit Windows und Linux ist auf nahezu allen ThinkPads problemlos möglich. Problematisch kann der Einsatz des vorinstallierten Rettungssystems sein, das sich auf einer speziellen Service-Partition befindet und je nach Modell zwischen 1 und 5 GB der Festplatte belegt. Wird es eingesetzt, um den Auslieferungszustand des Notebooks wiederherzustellen, werden unter Umständen neben einer Rücksetzung der Windows-Installation auch alle anderen installierten Betriebssysteme mitsamt ihrer Partitionen gelöscht.

Insbesondere bei den Haswell-ThinkPads gab es jedoch anfangs Kompatibilitätsprobleme mit Linux, beispielsweise im Zusammenhang mit der Samsung 840 Pro. Bei bestimmten Modellen wie dem T540p konnte es aufgrund eines Bugs im UEFI zudem zur irreversiblen Beschädigung des Mainboards bei Installation von Linux kommen, diese Probleme wurden jedoch durch Updates mittlerweile behoben.



ThinkPads bei der NASA und in der Raumfahrt[Bearbeiten]

Astronautin Susan J. Helms an Bord der ISS mit einigen ThinkPads

Das Modell 750 wurde im Jahre 1993 an Bord des Space Shuttle Endeavour eingesetzt. Seitdem waren insgesamt 54 ThinkPads bei verschiedenen Space-Shuttle-Missionen mit an Bord der Raumfähren, meist Modelle der 755er und 760er Reihe. Auch auf der russischen Raumstation MIR wurden seit Februar 1999 ThinkPads benutzt, einschließlich der 750er und 770er Reihe. ThinkPads sind die einzigen Notebooks, die für Langzeiteinsätze an Bord der ISS (International Space Station) zertifiziert sind. Im Jahre 2003 ersetzte das A31p die bis dahin in der bemannten Raumfahrt benutzten älteren ThinkPad-Modelle der Siebenhunderter-Reihe. Seit 2010 sind zusätzlich zu den A31p noch einige T61p mit an Bord.

Verschiedene ThinkPads beim TORU-Andockkontrollsystem im Swesda-Modul der ISS

Serien[Bearbeiten]

Die seit dem Erwerb der ThinkPad-Marke durch Lenovo eingeführten Modellbezeichnungen[10] setzen sich aus einem Großbuchstaben, der die Produktserie bezeichnet, und einer dreistelligen Ziffer zusammen, welche die Bildschirmgröße angibt. Eine Größe von 14,1 Zoll entspricht z. B. der Ziffer 400. Ausnahmen bilden Twist, Yoga und Helix-Serie. Leistungsfähige Modelle mit verhältnismäßig besserer Ausstattung haben zusätzlich ein p für Performance hinter der Modellbezeichnung. Von 2008 bis 2013 verzichtete Lenovo jedoch auf das p. Besonders portable Modelle erhalten ein s für slim. IBM verwendete hinter dem Buchstaben der Serie eine zweistellige Zahlenkombination, die jedoch nicht die Displaygröße sondern die Generation angab. Die i-Serien hatten vierstellige Modellnummern. Die Modellbezeichnungen von einigen Notebooks der R-, A-, Z- und T-Serie endeten wie auch einige aktuelle Modelle mit einem „p“ (z.B. A30p), was auf eine CAD-zertifizierte Grafikkarte hinweist. Die Endung „e“ (z.B. R50e) weist auf eine günstigere Ausstattung hin. Das „e“ steht für „economy“. Seit 2014 lässt Lenovo ältere ThinkPad-Serien (z.B. G-Serie) wieder aufleben, dieser firmieren jedoch nicht mehr unter dem Markennamen ThinkPad sondern schlichtweg unter dem Namen Lenovo. Vor der Jahrtausendwende verwendete IBM eine dreistellige Zahlenkombination als Modellbezeichnung. Die Hunderterstelle gab dabei die Serie an, so etwa entsprach die 6 der 600er-Serie für eine höherwertige Serie, dem Vorläufer der heutigen T-Serie. Die Buchstaben hinter den Zahlenkombinationen hatten nicht zwangsläufig eine Bedeutung; Das T beim ThinkPad 710T stand für Tablet-Computer, das X beim ThinkPad 600X war jedoch nur als Abgrenzung zu den Vorgängern 600E und 600 gedacht und stand nicht für eine besondere Ausstattung.

Aktuelle ThinkPad-Serien:

ThinkPad T440, (2014)
  • T(xxx)(p)(s)-Serie: Business-Notebooks für Geschäftskunden, die "klassischen" ThinkPads, seit 2000
  • X(xxx)-Serie: Business-Subnotebooks im klassischen ThinkPad-Design, teilweise ohne Docking-Anschluss, das X1 Carbon erfüllt teilweise die Ultrabook-Spezifikationen, seit 2000
  • W(xxx)-Serie: Workstations, zeichnen sich durch hohe Leistung und CAD-zertifizierte Grafikkarten aus, seit 2008
  • L(xxx)-Serie: (Small)Business-Notebooks, Docking-fähig, Nachfolger der R(xxx)-Serie, seit 2010
  • E(xxx)-Serie: Consumer-Notebooks mit neuem Design, keine Docking-Fähigkeiten, seit 2011
  • S(xxx) Yoga-Serie: Flexibles Business-Notebook mit drehbarem Bildschirm, seit 2013
  • Twist: Business-Ultrabook mit drehbarem Bildschirm, seit 2012
  • Helix: Convertible mit abnehmbarer Tastatur, seit 2013
  • Tablet (x): Reines Tablet auf nVidia Tegra bzw. Intel Atom-Basis, seit 2011

ThinkPad-Serien im Zeitraum von 2000 - 2011:

ThinkPad X61 Tablet, (2007)
  • SL(xxx)-Serie: Consumer-Notebooks mit starker Multimedia-Ausrichtung, besitzt teilweise Ideapad-Firmware, als erste ThinkPads teilweise mit glänzendem Display
  • R(xxx)-Serie: Notebooks für Standard-Anforderungen und Home-Office
  • Z(xx)-Serie: Multimedia-Notebooks mit Breitbildschirm
  • G(xx)-Serie: Desktop-Ersatz, günstig, aber mit kurzer Akkulaufzeit (Desktop-CPU)
  • A(xx)-Serie: groß und leistungsfähig
  • Edge-Serie: Consumer-Notebooks mit neuem Design, keine Docking-Fähigkeiten
  • S(xx)-Serie: noch kompaktere Subnotebooks als die X-Serie, die nur im asiatischen Raum erhältlich waren
  • i(xxxx)-Serie: einfache preiswerte Modelle
  • Transnote: Basierend auf dem ThinkPad X21, mit zusätzlichem Schriftpad das handschriftliche Aufzeichnungen als Bitmap speichert

ThinkPad-Serien im Zeitraum von 1992 - 2001:

IBM ThinkPad 600E, (1999)
IBM ThinkPad 720C, Baujahr 1994 -
verbaut sind ein Intel 80486-Prozessor mit 50MHz und 4MB Arbeitsspeicher. ThinkPad 720 für Firmenkunden waren schwarz gehalten, dieses Modell in grau ist jedoch für Privatkunden bestimmt.
  • 1(xx)-Serie: Nur in Japan erhältliche Variante der i-Serie 1300
  • 2(xx)-Serie: Besonders kompakte ultralight Subnotebooks, die bis auf ein Modell nur für den japanischen Markt bestimmt waren.
  • 3(xx)-Serie: „Einsteigerklasse“
  • 5(xx)-Serie: „Mittelklasse“ (z.T. Vorläufer der kleinen X-Serie)
  • 6(00)-Serie: „Oberklasse“ (Vorläufer der T-Serie, ähnelten diesen bereits im Design)
  • 7(xx)-Serie: „Luxusklasse“
  • 8(xx)-Serie: einzige ThinkPad-Serie mit PowerPC-Architektur[11]


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ThinkPad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Sapper and the Lenovo ThinkPad X300. Lenovovideolibrary.com. 26. Februar 2008. Abgerufen am 29. Dezember 2013.
  2. Webb, M., (2002), Richard Sapper, San Francisco: Chronicle Books, 2002.
  3. Richard Sapper official website. Abgerufen am 31. Dezember 2013.
  4. MoMA | The Collection | Sam Lucente, Richard Sapper, Robert P. Tennant and IBM Corporation. Think Pad 701 Portable Computer. 1995. The Museum of Modern Art, abgerufen am 30. September 2010 (englisch).
  5. Kevin O'Brien: Updated Lenovo ThinkPad T400 Review. In: NotebookReview.com. 3. April 2009, abgerufen am 30. September 2010 (englisch, Testbericht zum ThinkPad T400): „Coming from someone who spends 10+ hours on their ThinkPad a day I can easily say it is one of the best, if not the best keyboard you can find on a notebook“
  6. Jürgen Rink: Rundum geschützt – Notebooks für den rauen Alltagseinsatz. Wasserscheu. In: heise mobil. 5. November 2007, abgerufen am 30. September 2010.
  7. Peter Golden: big BLUE'S big ADVENTURE – The development of the IBM ThinkPad. In: Electronic Business. 1999, abgerufen am 30. September 2010 (englisch).
  8. UltraNav. In: thinkwiki.org. Abgerufen am 30. September 2010 (englisch): „The classic integrated pointing device in ThinkPads was always a trackpoint. With the T30 IBM introduced UltraNav, a combination of both the traditional TrackPoint coupled with a programmable touchpad.“
  9. Ultrabay Devices. In: thinkwiki.org. Abgerufen am 30. September 2010 (englisch).
  10. ThinkPad-Modelle bei Lenovo, abgerufen am 6. August 2013
  11. ThinkPad-Modelle. Ältere IBM Thinkpad-Serien (1992 bis 1999). In: ThinkPad-Wiki. 20. April 2014, abgerufen am 5. Mai 2014.