Thiva

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Gemeinde Thiva
Δήμος Θηβαίων (Θήβα)
Thiva (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Mittelgriechenland
Regionalbezirk: Böotien
Geographische Koordinaten: 38° 19′ N, 23° 19′ O38.31944444444423.318333333333Koordinaten: 38° 19′ N, 23° 19′ O
Fläche: 822,92 km²
Einwohner: 36.086 (2010[1])
Bevölkerungsdichte: 43,9 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Thiva
Sitz: Thiva
LAU-1-Code-Nr.: f11
Gemeindebezirke: 4 Gemeindebezirke
Ortschaften: 17 Ortschaften
Website: www.thiva.gr
Lage in der Region Mittelgriechenland
Datei:2011 Dimos Thiveon.png

f9f8

Thiva (griechisch Θήβα (f. sg) Thiva, veraltet auch Θήβαι (f. pl.) Thive und als Gemeindebezeichnung Δήμος Θηβαίων Dimos Thiveon) ist eine Stadt in Griechenland an der Stelle des antiken Theben.

Geografie[Bearbeiten]

Thiva ist 90 km nordwestlich von Athen am südlichen Rand der fruchtbaren böotischen Ebene gelegen, nördlich des Kithairon.

Geschichte[Bearbeiten]

→ Zur antiken Geschichte siehe Theben (Böotien)

Die schon im 3. Jahrhundert v. Chr. weitgehend zerstörte Stadt blühte in der römischen Kaiserzeit wieder auf und entwickelte sich im Mittelalter zum wirtschaftlichen Zentrum Mittelgriechenlands. Unter osmanischer Herrschaft verlor sie jedoch weitgehend an Bedeutung. Während der griechischen Befreiungskämpfe war sie mehrfach Schauplatz kriegerischer Handlungen und wurde verwüstet. Weitere Verwüstungen erlitt sie durch Erdbeben in den Jahren 1853 und 1893. Danach wurde Theben neu aufgebaut.[2]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Das ländliche Mittelzentrum bildet ein Handelszentrum vor allem für die landwirtschaftlichen Produkte des Umlandes. Obwohl die Stadt und ihre Umgebung zahlreiche antike Stätten aufzuweisen hat, ist die Bedeutung des Tourismus wegen der Nähe bekannterer Anziehungspunkte wie Athen und Delphi gering.

Thiva ist durch die Autobahn 1 mit Athen und Thessaloniki verbunden. Der Bahnhof von Thiva liegt an der Bahnstrecke von Athen nach Thessaloniki.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Archäologisches Museum Theben
  • mykenische Gräber
  • Ruinen des Tempels des Apollon Isminios
  • Quelle der Agii Theodori, im Altertum als Quelle des Odipus bekannt war.
  • Quelle der Dirke bei der Kreuzfahrer-Zisterne,
  • byzantinische Kirche Agia Fotini
  • unterirdische frühchristliche Kirche Agia Katherina
  • Kirche des Evangelisten Lukas auf dem 1. Friedhof, (mit der Reliquie aus dem 13. Jh. mit dem Leichnam des Evangelisten)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Einwohnerzahlen stammen aus einer Broschüre des griechischen Innenministeriums vom Mai 2010 anlässlich der Verwaltungsreform nach dem ‚Kallikratis-Gesetz‘: Elliniki Dimokratia, Ypourgeio Esoterikon, Apokendrosis ke Ilektronikis Diakyvernisis: Programma Kallikratis, Systasi, syngrotisi Dimon, Periferion ke Apokendromenon Diikiseon gia ti Nea Architektoniki tis Aftodiikisis ke tis Apokendromenis Diikisis, Athen 2010.
  2. Karin Braun: Theben, in: Siegfried Lauffer, Griechenland, Lexikon der historischen Stätten, München 1989