Thiazi

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Dieser Artikel behandelt eine mythologische Gestalt, zum gleichnamigen rechtsextremistischen Internetforum, siehe Thiazi.net
Loki schlägt nach Thiazi

Thiazi (zeitweilig auch als Thjazi, Thjalzi oder Thjaffi und Thiassi beschrieben) ist ein Riese, oft näher bezeichnet als Sturmriese oder Frostriese in der germanischen Mythologie. Er ist der Sohn von Olvaldi, Vater von Skadi und lebt in Thrymheim, einer Festung in Asgard. Als seine Brüder gelten Idi und Gang.

Legende um Thiazi[Bearbeiten]

In den Sagen und Legenden der germanischen Mythologie sind über den Riesen Thiazi folgende Geschichten bekannt: Eines Tages verwandelte sich Thiazi in einen großen Adler und flog nach Midgard, da angekommen sah er Hönir, Loki und Odin, welche gerade einen Ochsen über dem Feuer brieten. Er bot seine Hilfe bei der Zubereitung an und nahm sich nach Fertigstellung der Mahlzeit die besten Stücke. Loki, darüber verärgert, schlug mit einem Stock nach ihm. Thiazi packte den Stock mitsamt Loki und schwang sich in die Lüfte. Für die Freilassung musste man ihm versprechen, Idun und ihre Äpfel der Jugend zu ihm zu bringen. Loki lockte Idun durch eine Lüge zu ihm. Als die Götter merkten, dass Idun und ihre Äpfel, die der Götter Jugend erhielten, verschwunden waren, verdächtigten sie Loki und befahlen ihm, sie zurückzubringen. Loki verwandelte sich in einen Falken und flog nach Jotunheim, wo er Idun in eine Nuss verwandelte und sie mitnahm. Thiazi merkte es und nahm die Verfolgung als Adler auf. Kurz über den Mauern Asgards wurde Thiazi von den Göttern durch das Verbrennen seiner Flügel getötet.

Thiazis Augen[Bearbeiten]

Odin verwandelte später als Buße auf Intervention Skadis, der Tochter Thiazis, dessen Augen in zwei Sterne.[1] Diese auch Auguthjaza genannten Sterne ist eine nordische Sternenkonstellation, die als einzige mythologisch genannt und bekannt ist. Unbekannt hingegen ist, welche Sterne am Nachthimmel diese Sternenkonstellation bilden.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Griechische und römische Götter (Version vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive)