Thom Bell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thom Bell (* 26. Januar 1943[1] in Kingston; vollständiger Name Thomas Randolph Bell) ist ein jamaikanischer Musikproduzent, Pianist, Sänger, Dirigent, Arrangeur und Komponist. Zusammen mit Kenny Gamble und Leon Huff gilt Bell als einer der Väter des Phillysounds („The Sound of Philadelphia“).

Leben[Bearbeiten]

Geboren in Jamaika, zog Bell mit seiner Familie nach Philadelphia, als er 5 Jahre alt war. Als Kind erhielt er klassischen Klavierunterricht. 1959 sang er im Vokalensemble „The Romeos“ mit Kenny Gamble. Anfang der 1960er arbeitete er als Dirigent, Arrangeur und Komponist für Chubby Checker.

Seine ersten großen Erfolge hatte Bell ab 1967 bei Cameo Records als Produzent der Delfonics, zu deren Hits u. a. La La Means I Love You und Didn't I Blow Your Mind This Time gehörten.

Ab 1972 produzierte Bell bei Avco Records die Stylistics. In Zusammenarbeit mit Linda Creed, die für die Texte zuständig war, entstanden drei vielbeachtete Alben.

Wenig später wechselte Bell zu Atlantic Records, wo er die Spinners auf die Erfolgsspur zurückführte. Zu ihren größten von Bell produzierten Hits gehören Ghetto Child, Could It Be I'm Falling in Love und Then Came You, letzteres mit Dionne Warwick.

In der Folgezeit arbeitete Bell mit vielen anderen Künstlern zusammen, darunter Johnny Mathis, Billy Paul, Deniece Williams, James Ingram und Elton John.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1975 gewann Thom Bell einen Grammy in der Kategorie „Best Producer of the Year“. 2006 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Im selben Jahr erhielt er den Pioneer Award der Rhythm and Blues Foundation.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allmusic (siehe Weblinks) gibt 1941 als Geburtsjahr und Philadelphia als Geburtsort an.

Weblinks[Bearbeiten]