Thomas Christian David

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Thomas Christian David (* 22. Dezember 1925 in Wels; † 19. Jänner 2006 in Wien) war ein österreichischer Komponist, Dirigent, Chorleiter und Flötist.

Leben[Bearbeiten]

David wurde 1925 als Sohn des Komponisten Johann Nepomuk David in Leipzig geboren. Er lernte an der Thomasschule zu Leipzig und war Mitglied des Thomanerchores. Danach studierte er am Leipziger Konservatorium und am Mozarteum in Salzburg. 1948 zog er nach Stuttgart und absolvierte musikwissenschaftliche Studien in Tübingen.

Von 1945 bis 1948 lehrte er am Mozarteum. Von 1948 bis 1957 war er Leiter des Süddeutschen Madrigalchors und Korrepetitor an der Stuttgarter Oper. Ab 1957 lehrte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 1960 leitete er den Kammerchor ebenda. Von 1967 bis 1973 wirkte er als Professor an der Universität Teheran. Von 1967 bis 1973 war er Chefdirigent des Orchesters des Iranischen Fernsehens NITV. Von 1974 bis 1988 war er Professor für Tonsatz und Komposition an der Wiener Musikhochschule. Von 1980 bis 1995 war er erster Dirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, von 1986 bis 1988 Präsident des Österreichischen Komponistenbundes und 1992 künstlerischer Leiter am Cairo Opera House.

David wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet. Sein Bruder Lukas David (* 1934) ist Geiger.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sússan Khalladeh: Thomas Christian David. Dirigent und Komponist. Brandstätter Verlag, Wien 2005, ISBN 3-902510-24-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.bmukk.gv.at/ministerium/preise/oaw.xml#toc3-id8, Zugriff am 28. Oktober 2012