Thomas Cook Group

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Thomas Cook Group plc
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Rechtsform plc
ISIN GB00B1VYCH82
Gründung 2007
Sitz London Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Leitung

Mitarbeiter 26.448 (2013)[3]
Umsatz 9,3145 Mrd. £ (GJ 2012/2013)[3]
Branche Tourismus
Website www.thomascookgroup.com
Inserat von Thomas Cook & Son (um 1900)
Boeing 757 der Thomas Cook Airlines

Die Thomas Cook Group plc ist ein börsennotierter Tourismuskonzern mit Sitz in London.

Geschichte[Bearbeiten]

Firmengründung[Bearbeiten]

Thomas Cook wurde am 22. November 1808 in Melbourne, Derbyshire geboren. Der Baptistenprediger und Verleger christlicher Schriften organisierte im Juli 1841 für 500 Reisende eine Zugfahrt von Leicester nach Loughborough zu einem Abstinenzlertreffen. Ziel der Reise war die Zusammenkunft von Mitgliedern verschiedener Mäßigkeitsvereine.

Thomas Cook organisierte 1845 die ersten Reisen nach Liverpool und 1855 die erste Europa-Rundreise für britische Touristen und begann damit die Ära des Pauschaltourismus. Sie führte über Brüssel, Köln, Heidelberg, Baden-Baden, Straßburg und Paris zurück über Le Havre oder Dieppe nach London. Sein Sohn John Mason Cook (* 1834) trat 1864 in das Geschäft seines Vaters ein und betreute 1866 die erste Amerika-Reise. 1868 führte Thomas Cook den Hotelvoucher ein, ein wichtiges Instrument der Pauschalreise.

1869 wurde die erste Thomas-Cook-Nilkreuzfahrt mit einem Dampfer angeboten. Weitere Reisen in diesem Jahr führten nach Palästina und zur Eröffnung des Sueskanals. In den kommenden Jahren gründete das Unternehmen eigene Reisebüros in Brüssel, Köln, Paris und Wien. Das Unternehmen „Thomas Cook & Son“ wurde 1871 gegründet – John Mason Cook war offizieller Partner. Aufgrund der großen Nachfrage nach organisierten Schiffsreisen durch den Sueskanal nach Osten, eröffnete Thomas Cook 1872 ein erstes Büro in Kairo. Die erste Weltreise, bei der 40.000 Kilometer zurückgelegt werden, begann am 26. September 1872 in Liverpool und dauerte 222 Tage.

Thomas Cook erfand 1874 ein weiteres wichtiges Element für den Tourismus. In New York wurde Thomas Cooks Reisekreditbrief, ein Vorläufer des modernen Reiseschecks, eingeführt. John Mason Cook setzte auf Internationalisierung des Familienunternehmens: Er vertrieb ab 1879 Ausgaben des „The Excursionist“ – eine Art Angebotszeitung, die 1851 von seinem Vater gegründet worden war – auch in Übersee. So informierte er Kunden in Frankreich, Deutschland, Indien, Australien, Asien, Amerika und dem Mittleren Osten über seine Angebote. Thomas Cook zog sich im selben Jahr aus dem Geschäft zurück. Sein Sohn wurde alleiniger geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

Thomas Cook starb am 18. Juli 1892 im Alter von 83 Jahren. 1899 starb auch John Mason Cook. Nach seinem Tod übernahmen dessen Söhne Frank Henry, Ernest Edward und Thomas Albert das Unternehmen.

Siehe auch: Thomas Cook and Son

Weltmarktführer Thomas Cook and Son[Bearbeiten]

Im Jahr 1900 wurde Thomas Cook and Son weltweit Marktführer in der Reisebranche. 1919 vertrieb das Unternehmen die ersten Flugtickets.

Frank Henry und Ernest Edward verkauften das Unternehmen 1928 an die einzige internationale Konkurrenz: Die Compagnie Internationale des Wagons-Lits et des Grands Express Européens, Paris und Brüssel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Thomas Cook & Son 1948 Teil der nationalen Eisenbahn British Railways unter der British Transport Holding Company. Das Unternehmen kam 1972 durch ein Konsortium der Midland Bank, Trust House Forte und der Automobile Association wieder in Privatbesitz. 1977 wurde die Midland Bank alleiniger Eigentümer von Thomas Cook & Son. Thomas Cook erwarb 1990 den Devisenhandel der Deak International Inc. und wurde damit zum weltgrößten Devisenhändler.

1992 übernahmen die Westdeutsche Landesbank (WestLB) und die LTU Thomas Cook. Zwei Jahre später kaufte das Unternehmen die Firma Interpayment Services Ltd., die Travellers Cheques Tochter der Barclays Bank, und wurde zum weltgrößten Anbieter für Travelers Cheques außerhalb der USA. Der Firmenreisedienst wurde an American Express verkauft. 1995 kaufte die WestLB den 10-prozentigen LTU-Anteil an Thomas Cook auf und machte somit das Unternehmen zu seiner 100-prozentigen Tochter.

Im selben Jahr fand die Eröffnung der Thomas Cook-Homepage im Internet statt. Thomas Cook war der erste britische Touristikkonzern, der Reisen, Travellers Cheques, Devisen, Reiseführer und Sitzplatzanfragen für Flüge im Internet anbot. 1996 erwarb Thomas Cook Sunworld, den fünftgrößten Kurzreisen-Anbieter in Großbritannien und Irland und Time Off, den Spezialisten für europäische Städtereisen, Sunworld wiederum kaufte 1998 die Flying Colours Leisure Group, inklusive der Flying Colours Fluggesellschaft und den Marken Sunset sowie Club 18-30.

Der Bereich „Global Services“ wurde gegründet, mit dem das Unternehmen Touristen und Geschäftsreisenden umfassende Service-Pakete für Reisen in der ganzen Welt anbot. 1999 wurde die Dachmarke JMC (John Mason Cook) gegründet. JMC umfasste die Marken Sunworld, Sunset, Flying Colours, Inspirations und Caledonian Airways und war von nun an die drittgrößte britische Reise- und Fluggesellschaft. Die Preussag AG kaufte im selben Jahr 24,9 Prozent der Thomas-Cook-Aktien. Die Europäische Union stimmte der Fusion von Thomas Cook und der Carlson Companies Inc. (dem britischen Teil des Reisegeschäftes der Carlson Leisure Group) zu.

2001 wurde das Reiseunternehmen Thomas Cook Holdings Ltd. von der C&N Touristic AG (heute Thomas Cook AG) übernommen.

Neckermann Reisen[Bearbeiten]

Josef Neckermann erweiterte die Angebotspalette seines Versandhauses Neckermann Versand KG 1962 um „Urlaubsreisen für Jedermann“. Für dieses Vorhaben bot er ab 1963 in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Ferienunternehmen Hotelplan 1963 erstmals Flugreisen an. Der erste Prospekt, eine sechsseitige Broschüre, erschien als Beilage zum Versandhauskatalog. Um die Reisesparte weiter auszubauen, gründete er zwei Jahre später unter dem Namen Neckermann und Reisen GmbH & Co (NUR) ein Tochterunternehmen.

1976/77 übernahm die Karstadt AG über eine Mehrheitsbeteiligung den angeschlagenen Neckermann-Konzern einschließlich des Bereichs Touristik mit der NUR. In diese wiederum wird kurz darauf das ebenfalls aufgekaufte Touristikunternehmen GUT Reisen, das 1969 von den deutschen Gewerkschaften und der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) gegründet wurde, eingegliedert. Die NUR-Reisen werden von nun an auch über die Karstadt-Warenhäuser vertrieben. 1978/79 war die NUR deutscher Marktführer für Fernreisen: Rund 21.000 Gäste reisen nach Fernost. In Belgien wurde im selben Jahr die Tochtergesellschaft „Neckermann Vliegreizen“ gegründet.

1981 übernahm die Karstadt AG NUR ganz und 1982/83 wurde zur Schaffung einer neuen Corporate Identity aus Neckermann und Reisen die neue Dachmarke „NUR Touristic“. Die NUR Touristic begann ein Mehrmarken-Konzept. Im Winter 1983/84 gibt die neue Marke „Terramar“ ihren ersten Katalog heraus. 1984/85 verkaufte „NUR Touristic“ ihre Auslandsbeteiligung „Neckermann Österreich“. 1986/87 beschloss die NUR Touristic das beste Geschäftsjahr ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte: Die Gästezahl wächst um 17,5 Prozent auf über eine Million, der Umsatz beträgt 1,43 Milliarden Mark.

Im Jubiläumsjahr 1988/89 stellte die NUR Touristic auf der ersten Neckermann-Pressekonferenz in der – noch bestehenden – Deutschen Demokratischen Republik den ersten Sonderkatalog „Für Reisebüros in der DDR“ vor. Schon im ersten Jahr der Wiedervereinigung 1990 eröffnet die NUR vierzehn eigene Reisebüros in den neuen Bundesländern.

Im Oktober 1990 fand die Grundsteinlegung für die neue NUR-Hauptverwaltung in Oberursel im Taunus statt, die am 15. Mai 1992 eingeweiht wurde. Die NUR beteiligte sich 1991 wieder an Neckermann Österreich – von dem Schweizer Konzern Kuoni werden 49 Prozent des Unternehmens erworben. Im selben Jahr erwarb man den deutschen Veranstalter Paneuropa Reisen und den größten belgischen Flugreisenveranstalter „Sunsnacks“.

Die NUR erwirbt 1994 einen weiteren deutschen Reiseveranstalter, die Bucher Reisen GmbH. NUR hatte 1995 die Zahl ihrer Gäste weltweit auf 3,4 Millionen und ihren Umsatz auf 3,51 Milliarden Mark gesteigert. Die NUR Touristic übernahm All Air, den belgischen Marktführer für Autoreisen und Wintersport, und wird so größter Reiseveranstalter auf dem belgischen Markt. Holiday Land, die neue Franchise-Reisebüro-Marke der NUR wird gegründet. Die Gästezahlen der NUR weltweit sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 1995 – bei einem Umsatz von 4,09 Milliarden Mark – auf 3,95 Millionen gestiegen.

1996 weitete die NUR ihre Geschäfte auf Osteuropa aus: „Neckermann Polska“ wird gegründet. Am Ende des erfolgreichen Geschäftsjahres 1996 verzeichnet die NUR 4,89 Millionen beförderte Gäste und einen Umsatz von 4,85 Milliarden Mark.

1997/98 wurde das Unternehmen in einen neu geschaffenen Touristikkonzern integriert – die C&N Touristic AG.

C&N Touristic seit 1997[Bearbeiten]

Die Lufthansa und Karstadt beschlossen 1997, ihre touristischen Aktivitäten künftig in einer gemeinsamen Holding zu bündeln. Hierzu gründeten die beiden Unternehmen zum 1. November die C&N Touristic AG (heute Thomas Cook AG). Mit der Zusammenführung der NUR Touristic GmbH und der Condor Flugdienst GmbH war die Basis für einen integrierten Touristikkonzern von europäischem Format geschaffen. Beide Gesellschafter hielten 50 Prozent an dem Konzern. Die NUR Touristik gehörte zu 90 % der C&N Touristik und zu 10 % direkt zur Karstadt AG, ebenso die Condor, die zu 90 % zu der der C&N Touristik und zu 10 % direkt zur Deutschen Lufthansa AG gehörte. Die C&N Touristic AG deckte die Wertschöpfungsstufen Reiseveranstalter, Flug, Vertrieb, Hotels und Serviceagenturen ab und steht in direkter Konkurrenz zur TUI.

Stefan Pichler, bisher Vertriebsvorstand der Deutschen Lufthansa AG, wurde 1998 als Sprecher in den Vorstand des Touristikkonzerns berufen. Weiteres Vorstandsmitglied war Willi Schoppen. Im Juli 2000 übernahm der Konzern den touristischen Bereich des Reiseunternehmens Havas Voyages, Frankreich, vollständig und war damit der erste integrierte europäische Touristikkonzern mit Präsenz im französischen Markt. Der touristische Bereich von Havas Voyages war mit einem Marktanteil von über 20 Prozent Marktführer in Frankreich. Am Ende des Geschäftsjahres 1999/2000 zog der neu geschaffene Touristikkonzern seine erste positive Bilanz: 10,9 Millionen Gäste verreisten mit den Marken der C&N Touristic AG – der Umsatz beträgt 9,7 Mrd. Mark.

Im Jahr darauf übernahm die C&N Touristic das britische Reiseunternehmen Thomas Cook Holdings und wurde der zweitgrößte Touristikkonzern in Europa und die Nummer Drei weltweit. Aus C&N Touristic wurde die Thomas Cook AG: Im Hinblick auf eine pan-europäische Aufstellung des Touristikkonzerns wurde die C&N Touristic AG Ende Juni 2001 in Thomas Cook AG umfirmiert. Den Vorstand der Thomas Cook AG bildeten Stefan Pichler als Vorsitzender des Vorstandes sowie Peter Fankhauser und Alan Stewart als Mitglieder des Vorstandes.

Im Dezember 2001 wurde die Fluggesellschaft Thomas Cook Belgium Airlines als 100-prozentige Tochter der Thomas Cook AG gegründet. Die Thomas Cook AG blickte am Ende des Geschäftsjahres 2000/2001 wieder auf ein erfolgreiches Touristikjahr zurück. Insgesamt 14,1 Millionen Gäste buchten ihre Reise bei Marken der Thomas Cook AG. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro.

2002 wurde Thomas Cook zur ersten durchgängig internationalen Touristikmarke. Dieses Ziel hatte sich der zweitgrößte Touristikkonzern Europas im Rahmen der Weiterentwicklung seiner internationalen Markenstrategie gesetzt. Die Marke Thomas Cook – bisher als Unternehmensname sowie im Vertriebs- und Servicebereich genutzt –wurde künftig in allen Märkten und auf allen Ebenen der touristischen Wertschöpfungskette eingesetzt. Das bedeutete, dass Thomas Cook auch in Deutschland als Veranstalter eingeführt wurde und die Ferienfluggesellschaften mit einem neuen Design zum Imageträger wurden.

Die Hauptverwaltung der ehemaligen NUR Touristic GmbH in Oberursel ist heute sowohl Sitz der Thomas Cook AG als auch des Reiseveranstalters TC Touristik GmbH, an dem Thomas Cook mit 90 Prozent und die Karstadt Quelle mit 10 Prozent beteiligt sind.

Im September 2005 werden 75,1 Prozent der Geschäftsanteile an der Aldiana GmbH an die spanische Unternehmensgruppe Grupo Santana Cazorla verkauft.

Seit Juli 2006 ist die Thomas Cook AG offizieller Reisepartner des englischen Fußballmeisters FC Chelsea.

Condor-Flugzeug mit Thomas Cook-Logo.

Im Dezember 2006 haben die Lufthansa und Karstadt Quelle eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach der Lufthansa-Konzern seinen 50-Prozent-Anteil an Thomas Cook an die Karstadt Quelle zu einem Kaufpreis in Höhe von rund 800 Millionen Euro übereignen wird.[4] Zugleich ist vereinbart worden, dass der Kapitalanteil des Lufthansa-Konzerns an Condor von 10 auf 24,9 Prozent aufgestockt wird und der Lufthansa-Konzern zudem die Anteile der Condor an der türkischen Charterfluggesellschaft Sun Express erhalte. Karstadt Quelle kann nach Ablauf von zwei Jahren nach Schließung des Kaufvertrags den 24,9 Prozent-Anteil des Lufthansa-Konzerns an Condor übernehmen (Call-Option). Im Gegenzug hat der Lufthansa-Konzern eine Put-Option auf den Kapitalanteil der Karstadt Quelle (75,1 Prozent). Sollten beide Unternehmen ihre Optionen nicht nutzen, steht dem Lufthansa-Konzern ein Vorkaufsrecht auf die Thomas-Cook-Anteile an Condor zu.[5]

Mit dieser Anteilsregelung sollen die Start- und Landerechte (Slots) von Condor auch außerhalb Europas insbesondere für den Lufthansa-Konzern gesichert und ein Aufkaufen durch ausländische Investoren zunächst vermieden werden. Die Übernahme hat am 9. Februar 2007 offiziell stattgefunden.

Im März 2007 trennte sich Thomas Cook von ihrer thailändischen Tochter „Thomas Cook Thailand“. Der bisherige Geschäftsführer Thomas Maurer hat die Anteile übernommen.

Übernahme von MyTravel[Bearbeiten]

Im Februar 2007 gab die Karstadt Quelle bekannt, dass der britische Reiseveranstalter MyTravel Group übernommen und in den Tourismuskonzern Thomas Cook integriert wird. Die Thomas Cook plc soll ihren Unternehmenssitz in London haben und an der London Stock Exchange (LSE) gelistet werden.[6] Dabei sollen 52 Prozent von der KarstadtQuelle AG und 48 Prozent von der MyTravel Group gehalten werden. Da durch die Übernahme von MyTravel die Touristik-Sparte der größte Geschäftsbereich von KarstadtQuelle wurde, erfolgte gleichzeitig die Umbenennung der Holdinggesellschaft Karstadt Quelle zur Arcandor.[7]

Mitte März 2009 übernahm der neue Vorstandsvorsitzende der Arcandor, Karl-Gerhard Eick, auch den Aufsichtsratsvorsitz bei der Thomas Cook Group,[8] er wurde im Zuge der Insolvenz von Arcandor im September 2009 von seinem bisherigen Stellvertreter Michael Beckett abgelöst.[9] Vorstandsvorsitzender der Thomas Cook AG in Deutschland ist Peter Fankhauser.[10]

Verkauf der Mehrheitsanteile durch Arcandor[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2009 hatte die Arcandor AG Kredite von ca. 1,5 Mrd. Euro aufgenommen, von denen Ende August 2009 noch 940 Mio. Euro offen standen. Ein Bankenkonsortium aus BayernLB, Commerzbank und Royal Bank of Scotland hat ihre ca. 376 Mio. Aktien daher am 10. September 2009 an der London Stock Exchange veräußert. Die verpfändete Beteiligung von 43,9 Prozent konnte für 240 Pence je Aktie für insgesamt 1,03 Mrd. Euro binnen weniger Stunden überwiegend an institutionelle Anleger verkauft werden. [11]

Seit 2010[Bearbeiten]

Im Juli 2010 wurde bekannt, dass Thomas Cook den Türkei-Spezialisten Öger Tours für rund 30 Millionen Euro übernehmen wird. Öger Tours hat im Jahr 2009 400.000 Passagiere befördert und einen Verlust von 7,3 Mio. Euro bei einem Umsatz von 256 Mio. Euro erzielt. Die Geschäftsbereiche Öger Türk Tur und Holiday Plan in der Türkei bleiben im Besitz des Gründers und Unternehmers Vural Öger.[12]

Im Juli 2011 wurde bekannt gegeben, dass die Thomas Cook Group die Mehrheit an VAO Intourist im russischen Reisemarkt übernimmt. VAO Intourist ist der älteste Reiseanbieter Russlands, 650.000 Menschen reisten im Jahre 2009 mit VAO Intourist.[13]

Thomas Cook kaufte im August 2011 die Tour Vital GmbH. Die beiden Unternehmen kooperierten bereits seit 2009 miteinander. Angeboten werden Pauschalreisen mit ärztlicher Begleitung. [14]

2013 gründete das Unternehmen ein sogenanntes Social Media Listening Lab. Ähnlich wie beim "Dell Command Center" überwachen speziell geschulte Mitarbeiter jeden Post, Tweet, Blogbeitrag und Bewertungen im Netz, der mit Thomas Cook zu tun hat.

Anteilseigner[Bearbeiten]

Die Aktien der Thomas Cook werden an der London Stock Exchange gehandelt. Eine aktuelle Liste der Hauptanteilseigner kann hier eingesehen werden:[15]

Weitere Artikel[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Cook announces transition to new Chief Executive. Thomas Cook Group, 26. November 2014, abgerufen am 26. November 2014 (PDF; 183 KB, englisch, Pressemitteilung).
  2. Reisekonzern-Chefin Harriet Green tritt ab. Handelsblatt, 26. November 2014, abgerufen am 26. November 2014.
  3. a b Annual Report & Accounts 2013. Thomas Cook Group, 10. Dezember 2013, abgerufen am 26. November 2014 (PDF; 6,09 MB, englisch).
  4. 4 4investors.de
  5. Und stockt Condor auf - Lufthansa verkauft Cook - n-tv.de. www.n-tv.de. Abgerufen am 25. Oktober 2008.
  6. heute vom 12. Februar 2007
  7. Konzernhistorie der Arcandor AG
  8. Financial Times Deutschland - Personenwechsel im Aufsichtsrat: Eick neuer Chairman bei Thomas CookVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter vom 18. März 2009
  9. Board of Directors der Thomas Cook Group PLC. Abgerufen am 18. Oktober 2010.
  10. Firmenvorstellung Peter Fankhauser. Abgerufen am 18. Oktober 2010.
  11. Reuters - Banken versilbern Arcandor-Beteiligung an Thomas Cook vom 10. September 2009
  12. Tagesschau: Thomas Cook übernimmt Öger Tours, 12. Juli 2010 (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  13. http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/wirtschaft/Thomas_Cook_hat_Einstieg_in_Russland_unter_Dach_und_Fach.html?cid=30675200
  14. http://blog.e-kolumbus.de/20110823/reiseveranstalter-thomas-cook-uebernimmt-tour-vital
  15. http://investors.morningstar.com/ownership/shareholders-major.html?t=TCKGF