Thomas Crécquillon

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Thomas Crécquillon (Geburtsdatum und -ort unbekannt; † 1557 wahrscheinlich in Béthune) war ein franko-flämischer Komponist.

Konzert im Ei, von Hieronymus Bosch, mit Noten von Crécquillon

Über die Lebensumstände Crécquillons ist nur wenig bekannt. Die Angaben zu seinem Geburtsdatum schwanken zwischen ca 1480 und ca 1505. Möglicherweise war er Sänger, Chorleiter und später Kapellmeister am Hofe des Kaisers Karl V.. Verschiedene Dokumente erwähnen ihn als Nutznießer mehrerer einträglicher Pfründe, so in Dendermonde, Namür, Löwen und Béthune.

Von ihm annähernd 200 französische Chansons, vielfach zu Texten von Clément Marot, mehr als 100 Motetten, zwölf Messen (teilweise Parodiemessen) und weitere kirchenmusikalische Werke überliefert. Er gilt neben Nicolas Gombert und Clemens non Papa, als einer der bedeutendsten franko-flämischen Komponisten der Generation zwischen Josquin Desprez und Orlando di Lasso.

Die Drucker Pierre Phalèse (Löwen) und Tielman Susato (Antwerpen) veröffentlichten mehr Werke von Crécquillon als von Zeitgenossen, dies unterstreicht die Bedeutung und Beliebtheit seiner Musik in jener Zeit.

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