Thomas E. Starzl

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Thomas Earl Starzl (* 11. März 1926 in Le Mars, Iowa) ist ein US-amerikanischer Chirurg und ein Pionier der Transplantationsmedizin. 1967 führte Starzl die erste erfolgreiche Lebertransplantation durch.

Kurzbiographie[Bearbeiten]

Starzl kam als Sohn des Zeitungsredakteurs und Science-Fiction-Autors Roman Frederick Starzl (1899–1976) in der Kleinstadt Le Mars im Mittleren Westen der USA zur Welt. Seine ursprüngliche Absicht, Priester zu werden, gab er auf, als seine Mutter an Brustkrebs starb. Stattdessen studierte er zunächst Biologie am Westminster College in Fulton, Missouri wo er als Bachelor of Science graduierte. Anschließend ging er an die Northwestern University in Chicago, wo er 1950 seinen Master of Science im Fachgebiet Anatomie und 1952 seinen Ph. D. und seinen M.D. in der Neurophysiologie erhielt.

Durch seine Arbeiten an der Northwestern University, der University of Colorado und später an der University of Pittsburgh wurde Starzl zu einem international anerkannten Experten der Transplantationsmedizin. Starzl führte zahlreiche Operationstechniken ein, die das Langzeitüberleben der Patienten deutlich verbesserten. 1963 nahm er die weltweit erste Lebertransplantation vor. Der Patient, ein dreijähriger Junge mit Gallengangatresie (angeborenes Fehlen der Gallengänge mit intrahepatischem Rückstau der Galle), verstarb jedoch während der Operation an Blutverlust infolge unkontrollierbarer Koagulopathie (Gerinnungsstörungen). Erst 1967 gelang ihm die erste wirklich erfolgreiche Transplantation mit einer Überlebensdauer des Patienten von mehr als einem Jahr. Darüber hinaus trug Starzl entscheidend zum Erkenntnisgewinn über Techniken zur Organentnahme und -lagerung, über Kriterien zur Auswahl geeigneter Transplantatempfänger und insbesondere über die Verwendung von Immunsuppressiva zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen bei. Auf Starzls Arbeiten geht die heute in der Transplantationsmedizin etablierte Anwendung der Substanzen Ciclosporin, Tacrolimus und Sirolimus zurück. 1999 war Starzl laut Institute for Scientific Information der meistzitierte Autor medizinischer Publikationen. Seit 2006 ist er Träger der National Medal of Science.[1] 2012 erhielt er den Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award. 2014 wurde er in die National Academy of Sciences gewählt.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maeve Reston: President gives Starzl highest prize. In: Pittsburgh Post-Gazette. 14. Februar 2006.
  2. National Academy of Sciences Members and Foreign Associates Elected. Pressemeldung der National Academy of Sciences (nasonline.org) vom 29. April 2014