Thomas Erskine, 1. Baron Erskine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thomas Erskine, 1. Baron Erskine.

Thomas Erskine, 1. Baron Erskine (* 21. Januar 1755 in Edinburgh; † 1. November 1823 auf Almondell, Gemeinde Mid Calder, Linlithgowshire) war ein schottischer Politiker.

Lord Thomas Erskine, einer der besten Sachwalter Englands, als dritter Sohn des schottischen Grafen Buchan, ging 1768 als Midshipman nach Indien, trat sodann als Fähnrich in ein Infanterieregiment, studierte von 1775 an noch die Rechte, wurde schon 1778 unter die Barristers aufgenommen und wurde in den bedeutendsten politischen Prozessen, welche die Regierung damals einleitete, von den Verfolgten zum Rechtsbeistand gewählt. Unter anderen verteidigte er auch Lord George Gordon

Das Amt eines Generalprokurators des Fürsten von Wales verlor er 1792 durch seine Verteidigung des Thomas Paine, des Verfassers der berühmten Schrift Rights of man. Seit 1783 Parlamentsmitglied, seit 1806 Peer von Schottland und während der kurzen Verwaltung William Wyndham Grenvilles Lordkanzler, nahm er an der Beratung über die Rechte der Jury teil, sprach 1808 für die irischen Katholiken, reichte 1814 eine Petition von 80 Geistlichen um Aufhebung des Sklavenhandels ein und gehörte unausgesetzt zur liberalen Opposition. Er starb 17. November 1823 in Almondell bei Edinburgh.

Seine Schrift A view of the causes and consequences of the present war with France (London 1797), worin er die Prinzipien der französischen Revolution verfocht, erlebte 48 Auflagen. Seine Reden erschienen gesammelt London 1803, 6 Bde.; in neuer Ausgabe von Lord Brougham, 1847 (4 Bde.) und in Auswahl mit Biographie von Walford, 1880. Auch schrieb er anonym einen politischen Roman: Armata (London 1817, 2 Bde), eine Imitiaton von Gullivers Reisen.

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.