Thomas Frognall Dibdin

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Thomas Frognall Dibdin

Thomas Frognall Dibdin (* 1776 in Kalkutta; † 18. November 1844 in Kensington) war ein englischer Bibliograf.

Dibdin besuchte erst die Schule in Eton, widmete sich dann in Cambridge der Theologie und Bibliographie, wurde, bereits als Geistlicher ordiniert, von dem Grafen Spencer als Bibliothekar nach Althorp berufen. Seine bekanntesten Werke sind die "Introduction to the Greek and Latin classics" (Gloucester 1803; 4. Aufl., Lond. 1827, 2 Bde.), die über 112 alte Schriftsteller bibliographische Angaben enthält, und "The bibliomania" (das. 1809, 4. Aufl. 1875). Gleichzeitig gab er Robinsons englische Übersetzung von Thomas Morus' satirisch-didaktischer Schrift "Utopia" (Lond. 1809, 3 Bde.) mit Anmerkungen und Holzschnitten heraus. Aufsehen erregten seine reich ausgestatteten "Typographical antiquities of Great Britain" (Lond. 1810–19, 4 Bde.) sowie seine mit Holzschnitten und Faksimiles bebilderte "Bibliotheca Spenceriana" (das. 1814–15, 4 Bde.), die durch die "Aedes Althorpianae" (das. 1822, 2 Bde.), ein Verzeichnis der im Schloss Althorp befindlichen Kunstschätze, ergänzt wurde. Auch sein "Bibliographical Decameron" (Lond. 1817, 3 Bde.), ein Meisterwerk der Buchdruckerkunst, ist reich an interessanten bibliographischen Anekdoten, wenn auch nicht stichhaltig vor der strengeren Kritik.

Weiter veröffentlichte er: "Bibliographical, antiquarian and picturesque tour in France and Germany" (Lond. 1821, 3 Bde.; 3. Aufl. 1838), das Ergebnis neun Monate langer Untersuchungen in den Bibliotheken des Kontinents, und "Bibliographical etc. tour in the northern counties of England and Scotland" (das. 1838, 2 Bde.), beides typographische Prachtwerke, das letztere jedoch an Gehalt und Interesse dem ersteren weit nachstehend. Noch vorher waren sein amüsantes Werk "Bibliophobia, remarks on the present languid and depressed state of literature and the book-trade, by Mercurius Rusticus" (Lond. 1832) und seine "Reminiscences of a literary life" (1836, 2 Bde.) erschienen.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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