Thomas Gottschalk

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Thomas Gottschalk auf der Berlinale 2010

Thomas Johannes Gottschalk (* 18. Mai 1950 in Bamberg) ist ein deutscher Radio- und Fernsehmoderator, Unterhaltungskünstler und Schauspieler, der besonders als Moderator der Fernsehshow Wetten, dass..? bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Thomas Gottschalk wurde als Sohn des Rechtsanwalts Hans Gottschalk (* 1902 in Oppeln (heute pl. Opole) in Oberschlesien; † 1964 in Kulmbach) und dessen Frau Rutila (* 1922; † 2004 in Kulmbach) in Bamberg geboren. Er hat einen drei Jahre jüngeren Bruder namens Christoph sowie eine jüngere Schwester namens Raphaela Ackermann.[1] Die Familie war aus Oberschlesien geflüchtet und wurde im fränkischen Kulmbach sesshaft. Gottschalk war Ministrant in der Kulmbacher Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau. Er machte 1971 sein Abitur am humanistischen Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium in Kulmbach. Nebenbei jobbte er als DJ in einem Kulmbacher Tanzlokal und erteilte Nachhilfeunterricht, außerdem arbeitete er als Kinder- und Jugendbetreuer der katholischen Kirche. Ein Stipendium der Deutschen Bischofskonferenz ermöglichte es ihm, Germanistik und Geschichte für das Grund- und Hauptschullehramt an der Ludwig-Maximilians-Universität München zu studieren. Dort trat er der katholischen Studentenverbindung Tuiskonia im Cartellverband bei.[2]

Frühe Radiokarriere[Bearbeiten]

Ab 1971 arbeitete er als freier Mitarbeiter für den Jugendfunk beim Bayerischen Rundfunk (Bayern 3). 1973 wurde er Sprecher der Abendschau-Nachrichten. 1976 erhielt er nach einem kurzen Abstecher zum Münchner Merkur eine Festanstellung beim BR und steigerte seine Popularität als Moderator der Hörfunksendung Pop nach acht (auf Bayern 3). Als Titelmelodie wählte er das Instrumentalstück Pelican Dance.[3] Anfang der 1980er holte ihn Frank Elstner zum deutschen Hörfunkprogramm von Radio Luxemburg, wo er unter anderem als „Mister Morning“ auf Sendung ging und auch ab dem 7. September 1980 die RTL-Hitparade moderierte. 1983 ging er zurück zum BR, wurde Leiter bei Bayern 3 und moderierte u. a. bis 1989 die B3-Radioshow am Nachmittag. Gottschalk übernahm dabei den ersten Teil der Sendung zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, anschließend wurde diese dann noch 90 Minuten von Günther Jauch moderiert.

Frühe Fernsehkarriere[Bearbeiten]

1976 schaffte Gottschalk den Durchbruch im Fernsehen mit der Musikclip-Sendung Szene, die später Pop Stop hieß. Sie besaß vor allem Witz wegen des Clowns Anthony Powell, der mit seinen pantomimischen Slapstickeinlagen die Sendung abrundete.

1977 moderierte Gottschalk die Anrufsendung Telespiele, die zunächst im Bayerischen Fernsehen und dann in der ARD gesendet wurde. Er führte mit Carolin Reiber durch die Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 1979 und 1980. Im April 1980 erreichte die Formation G.L.S.-United, bestehend aus Thomas Gottschalk, Frank Laufenberg und Manfred Sexauer, mit dem Rap-Song Rapper's Deutsch Platz 49 der deutschen Hitparade.

Von 1982 bis 1984 war Gottschalk Moderator der im ZDF-Vorabendprogramm laufenden Musikshow Thommys Pop-Show, in der Videoclips aktueller Hits gezeigt wurden. Neben neun knapp einstündigen Folgen gab es im Dezember 1983 und 1984 im Abendprogramm jeweils unter dem Titel Thommys Pop-Show extra ein großes Pop-Festival in der Dortmunder Westfalenhalle, bei denen viele Musiker und Bands live auftraten. Fortgesetzt wurde dies von 1985 bis 1992 unter dem Titel Peters Pop-Show mit Peter Illmann und dann bis 1993 als ZDF Pop-Show mit Kristiane Backer.

Von 1982 bis 1987 moderierte Gottschalk im ZDF die Sendung Na sowas!, für die er 1986 die Goldene Kamera bekam. Diese Sendung brachte ihm großen Ruhm und bundesweite Beliebtheit. Gottschalk war bekannt für seine spontane Gesprächsführung und seine – für damalige Verhältnisse – lockere Kleidung (Jeans und Micky-Maus-T-Shirt; Shorts und Schlappen; Hemd und Hosenträger ohne Jackett).

1989 kommentierte er für die ARD den Eurovision Song Contest 1989 in Lausanne.

Filme[Bearbeiten]

Ab 1982 drehte Thomas Gottschalk gemeinsam mit Mike Krüger die ebenfalls erfolgreichen Unterhaltungsfilme Piratensender Powerplay, Die Supernasen, Zwei Nasen tanken Super (eine Anspielung auf die langen Nasen der beiden Darsteller) und Die Einsteiger. Es folgten Mamma Mia, Zärtliche Chaoten, Zärtliche Chaoten II, Eine Frau namens Harry und Trabbi goes to Hollywood. Daneben sah man ihn in Filmen wie Sister Act 2 (1993), dem Helmut-Dietl-Film Late Show (1999), in der Til-Schweiger-Komödie 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (2008) und in der Komödie Der Zoowärter (2011).

Im Film Joe & Max (2002) trat er als Produzent auf. Im Jahre 2004 machte er den Synchronsprecher für Garfield – Der Film als Garfield. Für seine Synchronisierung wurde er bei vielen Kritikern gelobt. Bei der Fortsetzung lehnte er aber die Mitarbeit ab. Bekannt wurde seine Stimme auch als Baby Mikey bei Kuck mal, wer da spricht!.

Wetten, dass..?[Bearbeiten]

Gottschalk auf der Festung Ehrenbreitstein (2005)

Am 26. September 1987 übernahm Gottschalk vom Showerfinder Frank Elstner die Sendung Wetten, dass..?. Mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung vom 26. September 1992 bis zum 27. November 1993, als Wolfgang Lippert durch die Sendung führte, moderierte er die Sendung bis zum 3. Dezember 2011.

Gottschalk trug maßgeblich zum langjährigen Erfolg der Show bei, die eine der erfolgreichsten im deutschsprachigen Raum und eine der letzten verbliebenen Samstagabendshows ist. Als Gottschalks Markenzeichen galten vor allem seine lockere Art sowie seine gewagte Kleidung. Von Oktober 2009 bis zu seinem Rücktritt stand ihm Michelle Hunziker als Co-Moderatorin zur Seite.

Thomas Gottschalk erhielt pro Wetten, dass..?-Folge eine Gage von 100.000 Euro.[4] Gottschalk gehörte damit über Jahrzehnte zu den bestbezahlten Persönlichkeiten im deutschen Fernsehen.

In der 192. Ausgabe von Wetten, dass..? am 4. Dezember 2010 verletzte sich der Wettkandidat Samuel Koch schwer, die Show wurde daraufhin abgebrochen. In der folgenden Sendung vom 12. Februar 2011 gab Gottschalk zu Beginn bekannt, dass er nach Ende der laufenden Staffel seine Arbeit als Moderator von Wetten, dass..? beenden werde. Nach dem schweren Unfall von Samuel Koch könne er nicht weitermachen wie bisher. Seitdem liege für ihn „ein Schatten auf der Sendung“, der es ihm nicht erlaube, „zu der guten Laune zurückzufinden“, die das Publikum „zu Recht“ von ihm erwarte, erklärte Gottschalk.

Die große Sommersendung auf Mallorca am 18. Juni 2011 war seine letzte reguläre Sendung.[5] Im Herbst 2011 moderierte er noch drei Sendungen, in denen besonders auf 30 Jahre Wetten, dass..? zurückgeschaut wurde.[6] Die letzte dieser drei Sendungen fand am 3. Dezember 2011 in Friedrichshafen statt. Insgesamt moderierte Thomas Gottschalk 151 Sendungen. Sein Nachfolger ist seit Oktober 2012 Markus Lanz.[7]

Am Ende der 212. Ausgabe von Wetten, dass..? im April 2014 verkündete Lanz, dass das ZDF-Format nach drei weiteren Ausgaben zum Jahresende eingestellt wird. In der letzten Sendung am 13. Dezember 2014 soll Thomas Gottschalk gemeinsam mit Frank Elstner als Ehrengast auftreten.

Eurovision Song Contest[Bearbeiten]

Bei einer verlorenen Wetten, dass ..?-Saalwette kündigte Gottschalk an, beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2001 in Hannover anzutreten. Der Song What Happened to Rock 'n' Roll mit Gottschalk als Sänger wurde zwar veröffentlicht, doch zu einem Auftritt beim Vorentscheid kam es nicht. Die Veranstalter hatten ihm vorher ein Nachrückrecht eingeräumt.

Tätigkeit beim Privatfernsehen[Bearbeiten]

Ab 1990 arbeitete Gottschalk auch für den Privatsender RTL.[8] Dort präsentierte er bis 1992 eine Personality-Show, die schlicht Gottschalk hieß. Zeitgleich war er Programmdirektor des Münchner Privatsenders Radio Xanadu.

Von 1992 bis 1996 sowie 1999 bis 2000 moderierte Thomas die Disney Filmparade, welche zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf RTL ausgestrahlt wurde. Hier wurden überwiegend Klassiker gezeigt und neue Disney-Filme vorgestellt.

Vom 28. September 1992 bis zum 27. April 1995 moderierte Gottschalk seine eigene Late-Night-Show, Gottschalk Late Night,[9] zunächst gemeinsam mit TV-Hund Dicker, für die er 1994 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde. Im Pressematerial zur Sendung machte RTL – damals noch RTLplus – den Bezug zu US-amerikanischen Vorbildern deutlich und nannte konkret die dortigen Moderatoren Johnny Carson, David Letterman und Arsenio Hall.[10] In drei Produktionsjahren erlebte die Reihe mehrere redaktionelle Wechsel und inhaltliche Veränderungen. Dennoch legten Gottschalk und mehr noch sein Nachfolger Thomas Koschwitz den Grundstein für andere Sendungen wie Die Harald Schmidt Show[11], TV total und Johannes B. Kerner und schafften höhere Einschaltquoten als die angeführten nachfolgenden Formate.

Im Anschluss an seine Tätigkeit bei RTL war er auch einige Jahre für den Privatsender SAT.1 tätig.[12] Sein größtes Projekt dort war die Gottschalks Hausparty genannte Sendung, die es in den Jahren 1995–1997 auf über 50 Folgen brachte und bis heute eine der erfolgreichsten Shows dieses Senders geblieben ist. Die letzte Sendung brachte es auf 6,5 Millionen Zuschauer. Weiterhin lief von 1996 bis 1999 am Samstagnachmittag die Sendung Gottschalk kommt.

Rückkehr zum ZDF[Bearbeiten]

Nach dem Ende der Tätigkeit bei Sat.1 kehrte Gottschalk wieder ganz zum ZDF zurück. Seine Haupttätigkeit konzentrierte sich seither auf Wetten, dass..?, zudem moderierte er auch verschiedene andere Sendungen in unregelmäßigen Abständen.

Von 2001 bis 2011 präsentierte er einmal jährlich die Spendengala Ein Herz für Kinder, bei der für die gleichnamige Aktion Geld gesammelt wird. Die meisten Spenden brachte mit 17.859.462 Euro[13] die Sonderspendensendung vom 17. Januar 2010 anlässlich des Erdbebens in Haiti ein.

Im Sommer 2005 moderierte er die Reihe Gottschalk & Friends, bei der er als Rückblick auf sein eigenes bisheriges Leben prominente Gäste und private Freunde einlud. Jede Sendung stand unter einem bestimmten Motto. Die letzte der acht Folgen lief am 9. Juli 2005.

Am 28. August 2005 und 26. August 2006 war er dann Gastgeber der Sendung Die Cleversten – Der große Drei-Länder-Check, bei der Teams aus den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz gegeneinander antreten.

Zwischen 2002 und 2004 sendete das ZDF zehn Folgen von Gottschalk America.

Im April 2008 moderierte er die Sendung Musical Showstar 2008, im November 2010 sowie im Oktober 2011 die Verleihung des ECHO Klassik.

Gottschalk moderierte 2009 und 2010 den ZDF-Jahresrückblick Menschen. Er führte jedoch aufgrund seines Wechsels zur ARD zum Beginn des Jahres 2012 nur durch zwei Sendungen.

Wechsel zu Das Erste[Bearbeiten]

Im Juli 2011 wurde bekannt, dass Gottschalk nach dem Ende seines Engagements beim ZDF im Januar 2012 zur ARD wechselt. Seit Januar 2012 moderierte er viermal wöchentlich Gottschalk Live, eine halbstündige Vorabend-Talkshow der ARD, in der Gottschalk überwiegend prominente Gäste aus den Bereichen Lifestyle, Entertainment und Kultur empfing. In der Sendung ging es neben Unterhaltung auch um die aktuellen Themen des Tages. Gottschalk Live wurde vor der Tagesschau ausgestrahlt und sendete anfangs live aus Berlin aus einem Studio nahe dem Gendarmenmarkt. Ab April 2012 wurde die Sendung aufgezeichnet. Wegen mangelnden Zuschauerinteresses wurde die Show schon am 6. Juni 2012 eingestellt.[14]

Rückkehr zu RTL[Bearbeiten]

Am 22. Juni 2012 wurde bekannt, dass Gottschalk zum Sender RTL wechseln und dort in der Sendung Das Supertalent mitwirken wird.[15] Vom 15. September 2012 bis zum 15./16. Dezember 2012 saß er dort neben Dieter Bohlen und Michelle Hunziker in der Jury. Im März 2013 gab er jedoch bekannt, dass er 2013 keinen Platz mehr in der Jury einnehmen werde. Durch das Ende von Gottschalk Live hat er vertraglich die Möglichkeit, auch für einen anderen Sender zu arbeiten.

Am 22. Mai 2013 teilte RTL in einer Pressemitteilung mit, dass Gottschalk dem Sender erhalten bleibe und in Zukunft weitere Show-Formate moderieren werde. Zudem sicherte sich RTL eine Exklusivität gegenüber den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten.[16]

In der erstmals am 9. September 2013 auf RTL ausgestrahlten Live-Show Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle, tritt Thomas Gottschalk mit Günther Jauch gegen mehrere Studiokandidaten, das Studiopublikum und die Fernsehzuschauer an. Moderiert wird sie von Barbara Schöneberger.

Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass Gottschalk ab Februar 2014 auf RTL in einem neuen TV-Format zu sehen sein wird. In Back to School – Gottschalks großes Klassentreffen trifft der Entertainer auf alte Schulkameraden und ehemalige Lehrer von prominenten Gästen. Zwei Prominente müssen mit ihren Mitschülern in Quiz- und Aktionsrunden sowie in einem Abschlusstest gegeneinander antreten. Die Sendung ist aufgezeichnet und wurde am 7. Februar 2014 zum ersten Mal ausgestrahlt.

Rückkehr zu Bayern 3[Bearbeiten]

Seit dem 3. März 2013 ist Thomas Gottschalk wieder im Kultabend (sonntags, 20:00-22:00) sporadisch auf Bayern 3 zu hören. [17]

Sendungen mit Gottschalk: 3. März 2013, 27. Dezember 2013, 20. April 2014 (mit Fritz Egner und 2 Stunden längerer Sendezeit)

Sonstige Projekte[Bearbeiten]

1983 trat Gottschalk erstmals mit einem Werbespot für den Modelleisenbahnhersteller Fleischmann im Werbefernsehen auf und 1987 in einem weiteren Werbespot für McDonald’s. Seit 1991 wirbt er für Haribo. Im Oktober 2005 erhielt Gottschalk in diesem Zusammenhang einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für die „längste Beziehung zu einem werbetreibenden Unternehmen“.[18] Ferner warb er zusammen mit seinem Bruder Christoph für die Deutsche Post AG. Die Werbeaktivitäten von Thomas Gottschalk werden in seinen Firmen Brot und Spiele und Dolce Media gebündelt.

Unter dem Label Die Kulmbacher Filmnacht (auch: Die lange Kulmbacher Filmnacht) war Gottschalk zwischen 1997 und 1998 Moderator. Gäste waren unter anderem, Iris Berben, Senta Berger und Günther Jauch. In diesem Format wurden werbefrei Spielfilme auf SAT.1 ausgestrahlt wie zum Beispiel Predator, Eine Frage der Ehre und König der Fischer.

Von 2007-2011 war Thomas Gottschalk als Berater für Tele 5 tätig. Er stand dem Sender und der Tele München Gruppe (TMG) exklusiv als Berater, Ideengeber und Präsenter für Inhalte im Umfeld von Spielfilm, Kino und neue Medien zur Verfügung.[9] Unter anderem moderierte er verschiedene regelmäßige Formate zu neuen Kinofilmen.

Für den österreichischen Privatsender ATV nahm er 2010 die Sendungen Mit Thomas Gottschalk am Opernball und Mit Thomas Gottschalk beim Beach Volleyball auf.[19]

Insgesamt nahm Gottschalk zweimal beim Wer wird Millionär?-Prominenten-Special teil. 2001 gewann er 500.000 DM, 2008 den Höchstgewinn von einer Million Euro mit Hilfe von Marcel Reich-Ranicki, der ihm bei der Finalfrage als Telefonjoker zur Seite stand. Somit gehört er neben Oliver Pocher und Barbara Schöneberger zu den wenigen, die bei diesem Special die Höchstsumme gewinnen konnten. Der Erlös ging an die gemeinnützige Stiftung RTL – Wir helfen Kindern.

Gottschalk ist seit 2009 Repräsentant des Haribo Racing Team, bei dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Ein Teil der Einnahmen, die man beim Rennen erzielt, gehen an einen guten Zweck.[20]

Privates[Bearbeiten]

Schloss Marienfels

1976 heiratete Gottschalk die vier Jahre ältere Thea, die er 1972 bei einem Münchner Medizinerball kennengelernt hatte. Damals war sie Mitarbeiterin einer Werbeagentur.[21] Mit ihr teilt er seine Vorliebe für einen auffallenden Kleidungsstil. Am 5. November 1982 wurde Sohn Roman geboren. Die Familie lebte damals im oberbayerischen Weßling. 1989 adoptierten die Gottschalks Sohn Tristan. Im Mai 2010 wurde Gottschalk Großvater.

Um seinen Kindern zu ermöglichen, ungestört vom Medientrubel aufzuwachsen, zog Gottschalk zu Beginn der 1990er Jahre vom Ammersee nach Malibu in Kalifornien.[22]

Am 16. November 2004 erwarb Gottschalk das Schloss Marienfels in Remagen am Rhein für 3,5 Millionen Euro. Er ließ das Gebäude renovieren und zog im Sommer 2006 ein. 2012 stand das Schloss einschließlich Einrichtung für 6,2 Mio. Euro zuzüglich Maklerprovision[23] zum Verkauf.[24][25] Ende Januar 2013 wurde bekannt, dass Gottschalk die Immobilie an Frank Asbeck weiterverkauft hatte.[26][27]

Am 12. Juli 2000 nahm Gottschalk, der sich freimütig zu seinen schlesischen Wurzeln bekennt, „als Überraschungsgast“ im schlesischen Lubowitz an der Eröffnung des Oberschlesischen Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrums teil und spendete dem Zentrum 50.000 DM.[28][29]

Im Bundestagswahlkampf 2009 plädierte er für eine schwarz-gelbe Koalition.[30]

Thomas Gottschalks Vermögen wird auf 85 bis 130 Millionen Euro geschätzt, wovon ca. 40 Millionen Euro auf Immobilien entfallen.[31][32]

Moderationen[Bearbeiten]

Fortlaufend[Bearbeiten]

Ehemals/Einmalig[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

Thomas Gottschalk hat sich fest in der deutschen Medienlandschaft etabliert und gehört im deutschsprachigen Raum zu den bekanntesten Personen. Er hat das Fernsehen und dessen Stil mitgeprägt, Harald Schmidt sagte über ihn: „Thomas Gottschalk hat das Frechsein im Fernsehen erfunden.“ Er polarisiert hierdurch allerdings auch und ist umstritten.

Beispielsweise schrieb die Frankfurter Rundschau zu seiner Sendung Gottschalk & Friends:

„Wäre es die Testsendung eines Neulings gewesen, man hätte ihn anschließend wohl höflich in Richtung Ausgang komplimentiert. Denn es gibt nichts Schlimmeres für einen Moderator, als vor laufender Kamera von einem Gast gefragt zu werden, ob er überhaupt zuhöre.“

Dagegen schrieb Quotenmeter.de zur selben Sendung folgendes:

„Was zu erwarten war – und selbst Thomas Gottschalk im Voraus wusste: Direkt nach der Sendung hagelte es Kritik. Wieso denn dieser Mann der beste Moderator Deutschlands sei, fragten „Schreiberlinge“ in mehr oder weniger niveauvollen Berichten. Vielmehr verblieb der Eindruck, dass jene Journalisten nur gerne auf Gottschalk einhauen, um sich selbst zu profilieren. Denn wirklich schlecht war die Sendung nicht. Das Gespräch mit Mike Krüger war unterhaltsam, die Showacts sorgten für gute Laune und im Interview mit Robin Gibb wurde erneut klar, dass Gottschalk ein gern gesehener Gastgeber bei den Großen der Welt ist.“[33]

Auch der Drei-Länder-Check wurde heftig kritisiert. So wurde neben technischen Fehlern moniert, dass er auf die Sendung nur unzureichend vorbereitet gewesen sei.

So schreibt das Online-Magazin DWDL.de dazu:

„Auch Armin Rohde war nicht weniger genervt, als Gastgeber Gottschalk kurz vor Ende noch zu ihm stürmte und aus Zeitnot gleich ohne Überleitung zur plumpen Eigenwerbung für einen ZDF-Film mit Rohde überging. Dieser wartete dann auf den sonst üblichen kurzen Einspieler, der aber nicht kam. Gottschalk fiel dann nicht einmal das Datum ein, an dem der Film laufen werde, obwohl Rohde ihn Sekunden vorher noch selbst erwähnte. Hätte Gottschalk zugehört, hätte er nicht ahnungslos im Riesenstudio seine Redakteure fragen müssen, wann dieser ZDF-Film nun laufe.“[34]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Gottschalk bei der Einweihung seines Sternes auf dem Boulevard der Stars in Berlin (2012)
Gottschalk am Red Carpet der Romyverleihung 2014

Seit 2001 ist Gottschalk Ehrenbürger seiner Heimatstadt Kulmbach, im selben Jahr erhielt er den Bayerischen Verdienstorden. Für seine Arbeit wurde Gottschalk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit den folgenden Preisen:

Seine bis dahin drei Bambi-Auszeichnungen (1983, 1984 und 1987) gab Gottschalk 1988 aus Verärgerung über die Berichterstattung in Burda-Blättern zurück (Ute Lemper, Klausjürgen Wussow und Katarina Witt taten es ebenfalls). 2001 nahm er im Rahmen seiner vierten Ehrung die Trophäen wieder in Empfang.[36] Gottschalk erhielt 2011 für Wetten, dass..? als „TV-Ereignis des Jahres“ einen weiteren Bambi.[37]

Filmografie[Bearbeiten]

Musik (Singles)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Gottschalk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtstagsmarathon in New York. Bunte.de, 30. Mai 2010, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  2. Cartellverband
  3. br.de: Pelican Dance (1972)
  4. „Tatort“-Leiche verdient 150 Euro pro Drehtag. t-online.de, 10. Dezember 2009, abgerufen am 6. Dezember 2010: „Dass Showgrößen wie Thomas Gottschalk pro Sendung 100.000 Euro absahnen, ist nicht ungewöhnlich.“
  5. Michael Hanfeld: Gottschalk hört auf: „Schatten auf der Sendung“. FAZ. 12. Februar 2011. Abgerufen am 12. Februar 2011.
  6. Mit der Sommer-Sendung ist Schluss, orf.at, 12. Februar 2011
  7. ZDF findet Gottschalk-Nachfolger – Markus Lanz übernimmt „Wetten, dass..?“ focus.de. Abgerufen am 5. Mai 2012.
  8. vgl. Lutz Hinrichs: Wetten, es geht weiter?, in: HORIZONT vom 21. August 2008, S. 128.
  9. a b Rupert Sommer: Tele 5: „Wir sind arte für den kleinen Mann“, in: kressreport vom 23. Januar 2009, S. 24.
  10. Harald Keller: Die Geschichte der Talkshow in Deutschland. Frankfurt: S. Fischer, 2009, S. 307
  11. Vgl. Harald Keller: Die Geschichte der Talkshow in Deutschland. Frankfurt: S. Fischer, 2009, S. 307ff. Dort enthalten u. a. eine ausführliche Beschreibung der ersten beiden Ausgaben von „Gottschalk täglich“.
  12. Peer Schader: 25 Jahre Privat-TV – Einer wird gewinnen, in: HORIZONT vom 5. Februar 2009 S. 40.
  13. Axel Springer AG: Pressemitteilung zum Spendenergebnis. Abgerufen im Januar 2010
  14. ARD-Show: „Gottschalk Live“ wird eingestellt, abgerufen am 18. April 2012
  15. Das Supertalent 2012: Thomas Gottschalk ist neuer Juror!, rtl.de vom 22. Juni 2012
  16. RTL bringt neue Show-Formate mit Thomas Gottschalk, Pressemitteilung vom 22. Mai 2013
  17. Thomas Gottschalk kehrt zurück offizielle Presseinfo des BR
  18. Miriam Hebben: Gottschalks Treue zahlt sich aus, in: HORIZONT vom 8. November 2007, S. 34.
  19. Red: ATV schickt Gottschalk zum Beach Volleyball. derStandard.at, 6. Juli 2010, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  20. Red: Haribo-Porsche mit Bergmeister und Thomas Gottschalk. Speedweek, 22. Juni 2014, abgerufen am 22. Juni 2014.
  21. AP: Für Thomas Gottschalk ist Münchner Olympiahalle „heiliger Grund“. Bunte.de, 20. März 2009, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  22. Thomas Gottschalk – Geburtstag am 18. Mai. APAPctureDesk, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  23. Verkaufsbeschreibung des Maklers
  24. Thomas Gottschalk verkauft sein Schloss, Bild, 14. Nov. 2012
  25. Verkauf Schloss Marienfels
  26. Solarworld-Gründer kauft Gottschalk-Schloss, Kölner Stadt-Anzeiger, 25. Januar 2013
  27. Luxus-Immobilie am Rhein: Solarworld-Chef kauft Gottschalks Schloss spiegel.de, 26. Januar 2013, abgerufen am 26. Januar 2013
  28. Norbert Willisch: Wir sehnen uns nach Hause und wissen nicht, wohin? Oberschlesisches Eichendorff-Kultur- und -Begegnungszentrum in Lubowitz eingeweiht. Abgerufen am 6. Dezember 2010 (pdf (148 kB)).
  29. „Die teuerste Ansprache meines Lebens“. Thomas Gottschalk anlässlich der Einweihung des Oberschlesischen Eichendorff-Kultur-und-Begegnungszentrums in Lubowitz im Sommer 2000. In: Kulturpolitische Korrespondenz 1119. Stiftung Ostdeutscher Kulturrat, 20. September 2000, S. 5, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  30. http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4564922/Thomas-Gottschalk-erklaert-wen-er-nicht-waehlt.html
  31. http://www.vermoegen.org/thomas-gottschalk-vermoegen/
  32. http://www.vermoegenmagazin.de/thomas-gottschalk-vermoegen/
  33. Quotenmeter.de: Durchschnittlicher Start für «Gottschalk & Friends», 29. Juni 2005 (Zugriff am 16. Dezember 2013)
  34. http://www.dwdl.de/nachrichten/5323/klare_verlierer_beim_lndercheck_das_zdf_und_thomas_gottschalk/
  35. CICERO Rednerpreis
  36. 2001: Günter Jauch überreichte Thomas Gottschalk einen Sonder-Bambi sowie drei alte Bambis, die Gottschalk 13 Jahre zuvor in einer Plastiktüte zurückgegeben hatte. Focus online, 10. November 2010, abgerufen am 6. Dezember 2010.
  37. Bambi 2011 Alle Preisträger in der Übersicht auf Loomee-TV.de