Thomas Hettche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thomas Hettche beim Erlanger Poetenfest 2010

Thomas Hettche (* 30. November 1964 in Treis bei Gießen) ist ein deutscher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Biografie[Bearbeiten]

Thomas Hettche wuchs in einem Dorf im Landkreis Gießen auf. Hettches Mutter stammte aus dem Sudetenland, womit er sich auch im autobiografischen Buch „Totenberg“ befasste. Er besuchte die Liebigschule Gießen und legte 1984 das Abitur ab. Seine Kurzgeschichte Der Besuch des Dichters wurde 1987 mit dem Preis des Jungen Literaturforums Hessen ausgezeichnet. Von 1984 bis 1991 studierte er Germanistik und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, an der er den akademischen Grad eines Magisters erwarb und 1999 in Philosophie promovierte. Von 1992 bis 1996 lebte er als freier Schriftsteller in Stuttgart, Rom, Berlin, dann in Frankfurt am Main und seit 2005 wieder in Berlin.

Neben seiner schriftstellerischen Arbeit war er auch als Journalist, vor allem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung, tätig und übte verschiedene Gastdozenturen in seinem Fachgebiet, der Poetik, aus. In den Jahren 1995 bis 1999 war er Juror des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs.

Thomas Hettche ist seit 1999 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

2001 veröffentlichte Hettche den auf dem Justizirrtum im Fall Hans Hetzel basierenden Roman Der Fall Arbogast. Hetzel saß von 1955 bis 1969 unschuldig wegen eines angeblich begangenen Mordes im Gefängnis.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Eigene Werke[Bearbeiten]

  • Ludwigs Tod, Frankfurt/Main 1988
  • Ludwig muß sterben, Frankfurt am Main 1989
  • Inkubation, Frankfurt am Main 1992
  • Nox, Frankfurt am Main 1995
  • Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen, Graz 1997
  • Animationen, Köln 1999
  • Der Fall Arbogast, Köln 2001
  • Woraus wir gemacht sind, Köln 2006
  • Fahrtenbuch 1993–2007, München 2007, ISBN 978-3-462-03916-0 [2]
  • Die Liebe der Väter, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010, ISBN 978-3-462-04187-3
  • Totenberg, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2012, ISBN 978-3-462-04463-8

Herausgeberschaft[Bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Pietro Aretino: Stellungen – Vom Anfang und Ende der Pornografie, zweisprachige Ausgabe Italienisch / Deutsch, nachgedichtet und mit einem Essay versehen von Thomas Hettche, DuMont, Köln 2003, ISBN 3-8321-7836-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Hettche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf zum Preisträger 2013
  2. Spiegel Online: „Die einsame Madonna“ Rezension zum Fahrtenbuch, 11. Dezember 2007