Thomas Hodgkin

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Thomas Hodgkin
Grabmal von Thomas Hodgkin in Jaffa

Thomas Hodgkin (* 17. August 1798 in Pentonville (London, England); † 5. April 1866 in Jaffa, damals Palästina) war ein britischer Arzt und Pathologe. Nach ihm ist die Hodgkinsche Krankheit (Morbus Hodgkin) oder Lymphogranulomatose benannt, die er 1832 erstmals beschrieb.

Thomas Hodgkin war praktizierender Quäker mit einer tiefen Religiosität, die Einfluss auf seine ärztliche Arbeit hatte. Er fühlte sich nicht nur dem Arztberuf verpflichtet, sondern widmete sich auch sozialen Reformen und der Pädagogik. Er war eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit vor dem Hintergrund der sozialen und medizinischen Veränderungen im England des 19. Jahrhunderts.

Im Januar 1832 veröffentlichte er einen Artikel mit dem Titel „on the morbid appearances of the Adsorbent Glands and Spleen“. In dieser Veröffentlichung beschreibt er verschiedene Fälle einer Krankheit, die das lymphatische System betrifft. Seitdem trägt diese Erkrankung seinen Namen.

1837 war Hodgkin Mitgründer der Aborigines’ Protection Society, die sich dem Schutz der Rechte indigener Völker im Britischen Weltreich widmete.

Hodgkin starb 1866 an Dysenterie während einer Reise, bei der er den englisch-jüdischen Unternehmer und Philanthropen Moses Montefiore in das Heilige Land begleitete.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]