Thomas Kantzow

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Thomas Kantzow (* um 1505 in Stralsund; † 25. September 1542 in Stettin) war ein deutscher Chronist und Historiker.

[Bearbeiten] Leben

Kantzow studierte 1526 in Rostock und wurde 1528 Sekretär der pommerschen Herzöge Barnim IX. und Georg I. Bald erwarb er sich deren Wohlwollen und konnte so verschiedene Pfründe erwerben. Kantzow schloss sich nach der pommerschen Landesteilung von 1532 dem Hofstaat Philipps I. in Wolgast an und entwickelte eine Abneigung gegen die Politik des Stettiner Herzogs Barnim IX. 1538 bezog Kantzow die Universität Wittenberg, um bei Philipp Melanchthon weitere Studien zu betreiben. Dennoch hatte er starkes Heimweh. Als er 1542 erkrankte, wollte man ihn in seine Heimat bringen, wo er in Stettin starb und in der Marienkirche beigesetzt wurde.

Seit Kantzow in den Diensten von Philipp I. stand, sammelte er historische Nachrichten über Pommern. Dabei entwickelte er unter anderem die Pomerania von Johannes Bugenhagen weiter. Seine niederdeutsche Chronik Fragmenta der pommerischen Geschichte, die vom Anfang der Geschichte Pommerns bis zum Jahre 1534 reicht, ist die erste deutsche Chronik von Pommern. Diese wandelte er 1538 in eine hochdeutsche Chronik um, die 11 Bücher umfasst. Dennoch verschwieg er trotz seiner Ausführlichkeit Details, die in der damaligen Zeit heikel waren, was ihm in der Nachbetrachtung viel Kritik einbrachte. In Wittenberg unterzog er seine Ausführungen einer weiteren Bearbeitung, die in einer Schrift aus dem 18. Jahrhundert überliefert wurde. Einzelne Fragmente findet man auch aus seinem Geistesleben. In die so genannte Kantzowsche „Pomerania, Aldtheit und Geschicht der Volker und Lande Pommern…“ flossen auch poetische Elemente ein.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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