Thomas Kirker

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Thomas Kirker

Thomas Kirker (* ca. 1760 in County Tyrone, Irland; † 20. Februar 1837 im Adams County Ohio) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1807 bis 1808 der 2. Gouverneur von Ohio.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Thomas Kirker besuchte die örtlichen Schulen seiner Heimat in Irland. Im Jahr 1779 wanderte er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten aus. Die Familie ließ sich zunächst in Lancaster in Pennsylvania nieder. Über Kentucky gelangte er im Jahr 1793 in das Adams County im damaligen Nordwest-Territorium. Dort wurde er als Farmer tätig.

Politischer Aufstieg[Bearbeiten]

Kirkers politischer Aufstieg begann im Jahr 1797 als Friedensrichter in seinem Bezirk. Im Jahr 1802 war er Delegierter auf der verfassungsgebenden Versammlung von Ohio. Im Jahr 1802 wurde er in das erste Landesparlament von Ohio gewählt. Schon ein Jahr später wurde er Mitglied des Landessenats, dem er zwischen 1803 und 1815 angehören sollte. Zwischenzeitlich war er auch Präsident dieses Gremiums. Als im März 1807 der amtierende Gouverneur Edward Tiffin zurücktrat um seinen Sitz im US-Senat einzunehmen, musste Kirker als damaliger Senatspräsident dessen Amt übernehmen.

Gouverneur von Ohio[Bearbeiten]

Thomas Kirker war zwischen dem 4. März 1807 und dem 12. Dezember 1808 Gouverneur von Ohio. In dieser Zeit war der Schutz der weißen Bevölkerung vor Indianerangriffen ein wichtiges Thema. Zu diesem Zweck musste der Gouverneur die Miliz mobilisieren. Dann stellte sich die Bedrohung aber doch als Fehlalarm heraus, weil die Indianer nur friedliche Absichten verfolgten. Eigentlich hätte die Amtszeit Kirkers schon 1807 enden sollen. Aber der im Oktober 1807 gewählte Kandidat J. Meigs stellte sich als nicht wählbar heraus, weil er noch keine vier Jahre in Ohio gelebt hatte. Daher verlängerte das Landesparlament die Amtszeit Kirkers um ein Jahr. Bei den nächsten Wahlen im Jahr 1808 ließ sich Kirker erneut aufstellen. Insgesamt gab es bei dieser Wahl aber drei Kandidaten, die alle der Demokratisch-Republikanischen Partei angehörten. Dabei belegte Kirker nur den dritten und letzten Platz. Damit schied er am 12. Dezember 1808 aus seinem Amt aus.

Weiterer Lebenslauf[Bearbeiten]

Kirkers Grabmal in Adams County

Nach seiner Wahlniederlage blieb Kirker bis 1815 Mitglied des Landessenats von Ohio. Zwischen 1816 und 1817 war er nochmals im Landesparlament und 1821 war er Richter an einem Berufungsgericht. Zwischen 1821 und 1825 beendete er seine politische Abgeordnetentätigkeit mit einer neuerlichen Mitgliedschaft im Landessenat. Bei den Präsidentschaftswahlen des Jahres 1824 war er einer der Wahlmänner von Henry Clay. Danach zog er sich auf seine Farm im Adams County zurück, wo er 1837 verstarb. Thomas Kirker war mit der 1824 verstorbenen Sara Smith verheiratet, mit der er sechs Kinder hatte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789–1978. Band 3, Meckler Books, Westport, 1978. 4 Bände.

Weblinks[Bearbeiten]