Thomas Kreuzer (Politiker)

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Thomas Kreuzer (2012)

Thomas Kreuzer (* 23. Mai 1959 in Kempten) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er ist seit 1994 Abgeordneter im Bayerischen Landtag für den Stimmkreis Kempten und war von 2003 bis 2011 stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Ab März 2011 war er Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium, seit dem 9. November 2011 ist er Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Seit dem 17. November 2011 ist Kreuzer Vorstandsvorsitzender des MedienCampus Bayern.[1]

Biografie [Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule in Lauben (Oberallgäu) ging Kreuzer bis zum Abitur im Jahr 1978 auf das Allgäu-Gymnasium in Kempten. Nach Ableistung des Grundwehrdienstes (mit Beförderung zum Oberleutnant der Reserve) studierte er ab 1979 im sogenannten einstufigen Modell Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg. 1986 schloss er dieses mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Nach seinem Rechtsreferendariat war er zunächst Staatsanwalt, dann wurde er Richter am Kemptener Landgericht. Dieses Amt übte er bis zu seiner Wahl als Landtagsabgeordneter aus.

Kreuzer trat 1979 in die Junge Union ein und war zwei Jahre JU-Kreisvorsitzender. 1980 wurde er Mitglied der CSU und ist seit 1993 Vorsitzender des Kreisverbandes Kempten. Er ist seit 2001 außerdem Landesvorsitzender des „Arbeitskreises Juristen in der CSU“.

Seit 1984 sitzt Kreuzer auch im Stadtrat in Kempten, in den er mit 24 Jahren als jüngstes Mitglied gewählt wurde. Dort ist er Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss.

Im Oktober 1994 zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Stimmkreises Kempten-Oberallgäu in den Bayerischen Landtag ein. Er ist dort Mitglied des Ausschusses für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit, Mitglied des Ältestenrats, Mitglied der Richter-Wahl-Kommission und war Vorsitzender des Untersuchungsausschusses „Wildfleisch und Verbraucherschutz“. Im Oktober 2003 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion gewählt, ist seit 2008 Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landtagsfraktion und seit 2009 Mitglied des Parteipräsidiums.

2009 wurde Kreuzer vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit dem Bayerischen Verdienstorden für sein Wirken als Landtagsabgeordneter für Kempten und das Allgäu geehrt.

Von Februar bis Dezember 2010 leitete er als Vorsitzender den Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags zu den Milliarden-Verlusten der BayernLB, insbesondere durch den Kauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA); den Abschlussbericht legte er am 10. Februar 2011 vor.[2]

Kreuzer ist seit dem 15. November 2011 Mitglied des Deutschen Bundesrates, dem er als stellvertretendes Mitglied bereits seit dem 29. März 2011 angehörte.

Er ist Mitglied im Bayerischen Richterverein, in mehreren Sport- und Schützenvereinen, kulturellen und karitativen Vereinigungen, sowie im Verwaltungsrat der Sparkasse Allgäu und Vorsitzender des Kuratoriums der Fachhochschule Kempten.

Kreuzer wohnt in Kempten, ist römisch-katholischen Bekenntnisses, geschieden und Vater eines Sohnes.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Thomas Kreuzer (Politiker) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Meldung auf abendblatt.de vom 3. November 2011, abgerufen am 3. November 2011
  2. Meldung auf sueddeutsche.de vom 9. Februar 2011, abgerufen am 30. November 2011