Thomas Lövkvist

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Lövkvist bei der Kalifornien-Rundfahrt 2008
Lövkvist auf der 11. Etappe der Tour de France 2006 in Tarbes

Karl Thomas Henry Lövkvist, auch Löfkvist, (* 4. April 1984 in Visby) ist ein ehemaliger schwedischer Radrennfahrer.

Thomas Lövkvist ist ein hoch angesehener Radfahrer. Trotz seiner bisher überschaubaren Erfolge gilt er dank seiner smarten Fahrweise, seinen körperlichen Voraussetzungen und seinem Verhalten schon jetzt als Champion. Erik Zabel sagte einmal, dass man sich im Peloton einig sei, dass Lövkvist ein kommender Tour-Sieger sei. Sein ehemaliger Teamkollege Mark Renshaw bestätigte den Trainingsfleiß und Ehrgeiz des Schweden: „Er lebt und atmet Radsport.“[1]

Als Fahrertyp ist er als Rundfahrer/Allrounder einzustufen. Die größte Stärke des 1,86 m großen und 70 kg schweren Schweden ist das Zeitfahren. Aber auch im Hochgebirge und an kurzen Hügeln fühlt er sich wohl. Seine Sprintfähigkeiten sind limitiert.

Lövkvists Spitzname „Gotland“ entstammt seiner Heimatregion, in der er aber mittlerweile nicht mehr lebt. Er verlegte seinen Wohnsitz wegen der besseren Trainingsbedingungen in die Schweiz.

U23[Bearbeiten]

2003, in seiner ersten Saison bei den Männern, fuhr er für das schwedische GS3-Team Scandinavia-Bianchi. Der Sprung in diese Altersklasse gelang ihm mühelos, die Erfolge stellten sich schnell ein. Sein größter Sieg in diesem Jahr war der Gesamtsieg beim Circuit des Ardennes. Das für seine Karriere wichtigste Ergebnis war aber zweifelsohne der 6. Gesamtrang bei der prestigeträchtigen Nachwuchsrundfahrt Tour de l’Avenir, wo er zwischenzeitlich sogar einen Tag in Führung lag. Daraufhin verpflichtete ihn im September das französische Profi-Team fdjeux.com. Er wurde der bis dato jüngste Profi-Radsportler Schwedens.

Profikarriere[Bearbeiten]

Lövkvist begann seine Profikarriere 2004 beim französischen Team fdjeux.com. Schon in dieser Saison gelang ihm beim Circuit Cycliste Sarthe eine kleine Sensation, als er die letzte Etappe und damit auch die Gesamtwertung für sich entschied, was in seinem Alter zuvor nur die späteren Tour-de-France-Sieger Bernard Hinault und Greg Lemond schafften. Dabei fuhr der Schwede mehr als 170 km an der Spitze, 150 davon allein. Noch im selben Jahr scheiterte er nur um 41 Hundertstel am Sieg der Tour de l’Avenir, bei der er zwar die letzte schwere Etappe in den französischen Alpen gewann, in der Gesamtwertung jedoch Sylvain Calzati den Vortritt lassen musste. Am Gipfel des letzten Anstiegs hatte er auf den späteren Gesamtsieger bereits eine Minute herausgefahren, büßte aber in der darauf folgenden Abfahrt einen Großteil dieser Zeit wieder ein.

2005 wurde Lövkvist gleich zu Beginn des Jahres Fünfter bei der gut besetzten Mittelmeer-Rundfahrt und schlug dort bei einer Etappe hinauf zum Mont Faron gestandene Profis wie Davide Rebellin. Auch zeigte er sich wenig später erstmals bei einigen der größten Profirennen vorn. So konnte er zunächst Paris-Nizza als guter Zwölfter abschließen, bevor er in der zweiten Saisonhälfte konstant gute Ergebnisse bei der Deutschland-Tour als 14., bei der Polen-Rundfahrt als Vierter und bei der Züri-Metzgete als Achter einfuhr. Er gab außerdem seine Premiere bei der Tour de France und beendete sie als jüngster Teilnehmer auf Platz 61.

Seine dritte Profisaison begann ähnlich wie die vorherige mit einem 6. Rang bei der Mittelmeer-Rundfahrt. Diesmal erreichte er den Mont Faron gar als Zweiter, zeitgleich mit dem Sieger José Ivan Gutierrez. Auch bei der Valencia-Rundfahrt fuhr er zu einem respektablen 9. Platz. In der Folge konnte er allerdings nicht vollständig die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen. Er gewann lediglich die schwedische Meisterschaft und durfte in seinen Landesfarben die Tour de France bestreiten. Dort wurde ihm als erneut jüngster Starter im Feld die Ehre zu Teil, vor dem Rennen den Ehrencodex auszusprechen. Im August belegte er den 12. Rang bei der Clásica San Sebastián.

Die Saison 2007 begann für den Schweden erneut mit einer Top10-Platzierung bei der Mittelmeer-Rundfahrt und einem vierten Rang beim schweren GP di Lugano in der Schweiz. Danach fuhr er im März bei Paris-Nizza lange um seine erste große Podiumsplatzierung mit, stieg aber auf der entscheidenden letzten Etappe aus dem Rennen aus. Zwei Wochen später meldete er sich dann aber eindrucksvoll zurück, indem er das abschließende Zeitfahren beim Critérium International gewann und den Gesamtsieg als Zweiter hinter Jens Voigt nur knapp verpasste.

Zur Saison 2008 wechselte er zum Team High Road. Beim Giro d’Italia 2009 schlüpfte er nach der 3. Etappe ins Maglia Rosa, welches er aber nach der 4. Etappe wieder abgeben musste. Bei der 5. Etappe griff er wieder an, erhielt es aber trotz eines 3. Platzes nicht zurück. Am Ende landete er auf dem 25. Gesamtrang.

Zweimal – 2004 und 2008 – startete Lövkvist bei Olympischen Spielen. 2004 in Athen konnte er das Straßenrennen nicht beenden und belegte im Einzelzeitfahren Rang 33, vier Jahre später in Peking wurde er 37. im Straßenrennen.

In den Saisons 2010 bis 2012 fuhr Lövkvist für das Team Sky. Er machte durch einen 12. Gesamtrang bei der Tour de Suisse sowie einem 17. Platz bei der Tour de France weiter auf sich aufmerksam, wobei er die Tour de France zunächst noch als Helfer seines Kapitän Bradley Wiggins begann und erst nach den Alpen, in denen der als Podiumskandidat gehandelte Wiggins die Erwartungen nicht erfüllen konnte, auf "eigene Rechnung" fahren durfte.

Lövkvist wechselte 2013 zum IAM Cycling Team. Ende 2014 beendete er seine Radsport-Laufbahn, nachdem er schon eine längere Pause wegen „Übertrainings“ einlegen musste.[2]

Erfolge[Bearbeiten]

2004

2006

  • MaillotSue.PNG Schwedischer Meister - Straßenrennen

2007

2008

2009

2013

Teams[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cyclismag über Lövkvist
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWegen Übertraining - Löfkvist beendet seine Karriere. radsport-news.com, 28. August 2014, abgerufen am 29. August 2014.

Weblinks[Bearbeiten]