Thomas Meyer (Politikwissenschaftler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Julian Nida-Rümelin (links), Thomas Meyer (Mitte) und Gert Heidenreich (rechts) bei einer Diskussion auf der Frankfurter Buchmesse 2009

Thomas Meyer (* 1943) ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Dortmund.

Leben[Bearbeiten]

Thomas Meyer studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Deutsche Literatur an der Universität Frankfurt. 1973 promovierte er dort über das Thema Der Zwiespalt in der Marx’schen Emanzipationstheorie: Studie zur Rolle des proletarischen Subjekts. Seine Habilitation erfolgte 1977 an der Freien Universität Berlin.

Meyer ist ein bekannter Kritiker des Einflusses der modernen Medien auf Stil und Inhalte der heutigen Politik. Er ist SPD-Mitglied und arbeitet als Stellvertretender Vorsitzender der Grundwertekommission der Partei. Er ist Mitherausgeber und seit 2008 auch Chefredakteur der Zeitschrift Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte. Ferner gehört er dem Lehrkörper der Akademie für Soziale Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung an. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Soziale Demokratie, kulturelle Grundlagen der Politik, politische Kommunikation sowie die Zivilgesellschaft und Politik.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das proletarische Subjekt und die Strukturambivalenz der Marx’schen Emanzipationstheorie. Diss. Frankfurt am Main 1972
    • Veröffentlicht als: Der Zwiespalt in der Marx’schen Emanzipationstheorie. Studie zur Rolle des proletarischen Subjekts. Scriptor, Kronberg 1973
  • Politik als Theater. Die neue Macht der Darstellungskunst (mit Martina Kampmann). Aufbau, Berlin 1998, ISBN 3-351-02477-0
  • Was ist Politik? Leske und Budrich (UTB 2135), Opladen 2000; 3. A. VS, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16467-0
  • Die Inszenierung des Politischen. Zur Theatralität von Mediendiskursen (mit Rüdiger Ontrup und Christian Schicha). Westdeutscher Verlag, Opladen 2000, ISBN 3-531-13433-7
  • Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch die Medien. Suhrkamp (es 2204), Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-12204-5
  • Identitätspolitik. Vom Missbrauch kultureller Unterschiede. Suhrkamp (es 2272), Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-12272-X
  • Die Identität Europas. Der EU eine Seele? Suhrkamp (es 2355), Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-12355-6
  • Theorie der sozialen Demokratie (Hrsg., mit Lew Hinchman). VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14612-2
  • Sozialismus. VS, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-15445-9
  • Was ist Demokratie? Eine diskursive Einführung. VS, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-15488-6
  • Soziale Demokratie. Eine Einführung. VS, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16814-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Meyer (political scientist) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien