Thomas Mooney

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Thomas Mooney

Thomas Joseph Mooney (* 8. Dezember 1882 in Chicago, Illinois; † 6. März 1942 in San Francisco, Kalifornien) war ein Arbeiteraktivist in San Francisco, der in den Bombenanschlag beim Preparedness Day 1916 verwickelt gewesen sein soll.

Herkunft[Bearbeiten]

Mooney kam als Sohn irischer Immigranten in Chicago zur Welt. Sein Vater Bernard war Minenarbeiter in einer Kohlenmine und militanter Organisator für die Knights of Labor. Er starb im Alter von 36 Jahren, als Tom, das älteste von drei Kindern, 10 Jahre alt war.

Beginn der politischen Arbeit[Bearbeiten]

Als junger Mann reiste Mooney durch Europa, wo er mit dem Sozialismus in Kontakt kam. Als er bei seiner Rückkehr in Kalifornien ankam, lernte er seine spätere Frau Rena kennen und fand einen Platz in der Sozialistischen Partei. Während der Präsidentschaftskampagne für Eugene V. Debs 1910 gewann Mooney eine Reise zur International Socialist Conference in Kopenhagen, weil er eine große Anzahl von Abonnements für das sozialistische WILSHIRE MAGAZINE verkaufte. Auf seinem Weg nach Hause besuchte er den British Trades Union Congress in Sheffield, England. Bei seiner Rückkehr trat er bei den Wobblies (Bezeichnung für Mitglieder der IWW) ein, verließ die Organisation aber wieder rasch, nachdem es einige Unstimmigkeiten gegeben hatte. Später in seinem Leben gestand er ein, dass er eine Kampagne zur Sprengung von Strommasten der Pacific Gas and Electric Company zugunsten der Arbeiter von P.G.&E. begonnen hatte. Mooney wurde vor Gericht gestellt, aber nie für den Transport von Sprengstoffen, mit der Absicht Übertragungsleitungen zu sprengen, verurteilt.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Mooney hatte viele Jobs in der Industrie, bevor er eine Karriere als Aktivist für Arbeiter, Anarchisten, Pazifisten und Sozialisten aufnahm. Er war bekannt als militanter Sozialist und verdächtigter Bombenleger. Er wurde für den Bombenanschlag beim Preparedness Day am 22. Juli 1916 in San Francisco verantwortlich gemacht. Die Bombe detonierte an der Steuart und Market Street nahe dem Embarcadero. Mooney bemerkte im Vorfeld der Parade Anzeichen für Provokationen. Er sorgte für Entschlossenheit bei seiner eigenen Gewerkschaft, den Molders, dem San Francisco Central Labor Council und dem Building Trades Council, indem er sie davor warnte, dass Provokateure versuchen könnten, die Arbeiterbewegung durch eine Störung der Parade zu beschmutzen. Zehn Tote und vierzig Verletzte waren das Ergebnis der Explosion inmitten der Parade.

Prozess und Verurteilung[Bearbeiten]

Thomas Mooney, seine Frau Rena und zwei Partner (Warren K. Billings und Israel Weinberg) wurden verhaftet und in einem Schauprozess, der in einer „Lynchmobatmosphäre“ ausgetragen wurde und viele angebliche Augenzeugen aufbot, deren Meineide vom stellvertretenden Staatsanwalt Eddie Cunha und Charles Fickert eintrainiert wurden, verurteilt. Mooney und Billings wurden in separaten Gerichtsverhandlungen zum Tod durch Erhängen verurteilt. Rena Mooney und Israel Weinberg wurden freigesprochen.

Begnadigung und erwiesene Unschuld[Bearbeiten]

Nach Mooneys Verurteilung versuchte die Sozialistische Partei ihn auszuschließen, aber seine örtlichen Parteifreunde wehrten sich. Aufgrund der Aufregung von Petrograd bis Mexiko wurde Präsident Woodrow Wilson in diese Angelegenheit involviert. Obwohl niemand im Verteidigungsausschuss von der Intervention wusste, fragte Woodrow Wilson beim kalifornischen Gouverneur Stephens schriftlich nach, ob Mooneys Todesstrafe nicht in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt werden könne. Später fand eine von Wilson eingesetzte Kommission kaum Beweise für Mooneys Schuld. 1918 wurde das Strafmaß von der Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt. Das Gleiche passierte mit Billings’ Strafmaß. In kürzester Zeit wurde Mooney der berühmteste politische Gefangene in Amerika und vielleicht der berühmteste auf der ganzen Welt. Beweise über Meineide und falsche Zeugenaussagen wurden allgemein bekannt. Es folgte eine weltweite Kampagne zur Freilassung von Tom Mooney. Während dieser Zeit setzten sich seine Frau Rena, der Herausgeber von BULLETIN Fremont Older, Alexander Berkman, Emma Goldman, Hollywoodstars, Politiker auf der ganzen Welt und viele bekannte Persönlichkeiten für seine Haftentlassung ein. Selbst als seine Unschuld bewiesen war, saß er noch für fast 23 Jahre im Gefängnis. Ihm wurde vom demokratischen Gouverneur Culbert Olson die Haftentlassung im Jahr 1938 zugesichert; er kam aber erst 1941 aus der Haft. An dem Sonntag nach seiner Begnadigung besuchte er das Grab seiner Mutter, eine seiner größten Unterstützer, auf dem Mount Tamalpais.

Mooney machte sich dann für die Haftentlassung von Billings stark. Er reiste durch das ganze Land, um Reden zu halten. Neun Monate nach seiner Entlassung aus der Haft starb er am 6. März 1942. Er ist im Cypress Lawn Memorial Park in Colma, Kalifornien beigesetzt worden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Mooney – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien