Thomas Oppermann (Politiker)

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Thomas Oppermann

Thomas Oppermann (* 27. April 1954 in Freckenhorst) ist ein deutscher Politiker (SPD)

Er ist seit November 2007 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion und war von 1998 bis 2003 Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Oppermann legte das Abitur an der Goetheschule in Einbeck ab. Anschließend studierte er Germanistik und Anglistik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Von 1976 bis 1978 war er bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in den USA tätig. Nach seiner Rückkehr nahm er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen auf, das er 1983 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach der Ableistung des Referendariats bestand er 1986 auch das zweite Staatsexamen und war danach bis 1990 Richter am Verwaltungsgericht Hannover und später am Verwaltungsgericht Braunschweig. Von 1988 bis 1989 war er als Rechtsdezernent der Stadt Hann. Münden in die Kommunalverwaltung abgeordnet.

Thomas Oppermann hat drei Töchter und einen Sohn.

[Bearbeiten] Partei

Oppermann ist seit 1980 Mitglied der SPD und seit 1989 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Göttingen.

[Bearbeiten] Abgeordneter

Von 1990 bis 2005 gehörte er dem Landtag von Niedersachsen an. Hier war er von 1990 bis 1998 rechtspolitischer Sprecher und von 2003 bis 2005 wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Von 2001 bis 2005 gehörte Oppermann außerdem dem Kreistag des Landkreises Göttingen an.

Seit 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war er von März 2006 bis November 2007 Sprecher der Arbeitsgruppe und Obmann der SPD-Fraktion im Geheimdienst-Untersuchungsausschuss. Am 26. November 2007 wurde er zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Er löste damit Olaf Scholz ab, der zum Bundesminister im Kabinett Merkel ernannt worden war. Er gehört dem Netzwerk Berlin und dem Leitungskreis der Seeheimer an. Außerdem ist Oppermann stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe.

Thomas Oppermann ist als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Göttingen in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 46,8 % der Erststimmen.

[Bearbeiten] Öffentliche Ämter

Am 30. März 1998 wurde Oppermann als Minister für Wissenschaft und Kunst in die von Ministerpräsident Gerhard Schröder geführte Landesregierung von Niedersachsen berufen. In diesem Amt gehörte er auch den von dessen Nachfolgern Gerhard Glogowski und Sigmar Gabriel geleiteten Regierungen an. Nachdem die SPD bei der Landtagswahl 2003 ihre absolute Mehrheit verloren hatte und es zur Bildung einer Koalition aus CDU und FDP kam, schied Oppermann am 4. März 2003 aus der Regierung aus.

[Bearbeiten] Kabinette

[Bearbeiten] Gesellschaftliches Engagement

Gegenwärtig ist Thomas Oppermann u.a. in folgenden Gremien und Institutionen aktiv:

  • Vorstand des Kuratoriums Fagus-Werk Alfeld
  • Kuratorium der Technischen Universität Dresden
  • Beirat der Goethe-Institute Deutschland
  • Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Sonnenphysik Lindau
  • Kuratorien der Max-Planck-Institute für Biophysikalische Chemie und Experimentelle Medizin Göttingen
  • Kuratorium der Palliativ-Stiftung Göttingen
  • Stiftungsrat der Bürgerstiftung Göttingen
  • Stiftungsrat der Wissenschaftsstiftung Ernst Reuter des Wissenschaftskollegs zu Berlin
  • Vorstand der Händelgesellschaft Göttingen
  • Förderverein Deutsches Theater Göttingen

[Bearbeiten] Weblinks

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