Thomas Stewart (Sänger)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thomas Stewart (* 29. Juli 1928 in San Saba, Texas, Vereinigte Staaten; † 24. September 2006 in Rockville, Maryland) war ein US-amerikanischer Opernsänger im Stimmfach Bass-Bariton.

Leben[Bearbeiten]

Stewart studierte an der Juilliard School in New York und begann als Konzertsänger. 1957 debütierte er an der Städtischen Oper in Berlin, wo er bis 1964 sang und seine akzentfreie Beherrschung und auffallend klare Aussprache des Deutschen erwarb. Schon seit 1960 sang er bei den Bayreuther Festspielen (bis 1972). Bis in die 1970er Jahre galt er als einer der führendsten Wagner-Bass-Baritone seiner Zeit. Auch wirkte er 1961 bei der Welturaufführung von Arnold Schönbergs unvollendetem Meisterwerk „Die Jakobsleiter“ mit. An der Wiener Staatsoper war Stewart von 1960 bis 1975 zu hören. An der New Yorker Metropolitan Opera sang er von 1966 bis 1984 und von nochmals von 1991 bis 1993.

Thomas Stewart war mit der Sopranistin Evelyn Lear verheiratet.

Musikalische Einordnung[Bearbeiten]

Thomas Stewart war einer der besten Sänger der Übergangszeit zwischen der Generation Hans Hotters, George Londons und Ferdinand Frantz' einerseits und jener von Willard White und John Tomlinson andererseits, die allesamt über kräftigere und sonorere Stimmen als er verfüg(t)en. Stewart, wie auch Dietrich Fischer-Dieskau, Zoltán Kelemen und John Shirley-Quirk – die anderen großen Sänger seines Stimmfachs seiner Generation – war eher ein Meister der klaren Artikulation und der gesanglichen Nuance. Trotz seiner eindrucksvollen Diskografie geriet er in eine relative Vergessenheit, die sich zum Teil durch seine mehr lyrische und weniger heroische Herangehensweise an die Schlüsselrollen des Wagner-Repertoires erklärt.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]