Thomas Strunz

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Thomas Strunz

Thomas Strunz, im September 2010

Spielerinformationen
Geburtstag 25. April 1968
Geburtsort DuisburgDeutschland
Größe 183 cm
Position Defensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1977–1981
1981–1986
TuRa 88 Duisburg
MSV Duisburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1986–1989
1989–1992
1992–1995
1995–2001
MSV Duisburg
FC Bayern München
VfB Stuttgart
FC Bayern München
94 (30)
59 (12)
79 0(9)
97 (11)
Nationalmannschaft
1990
1990–1999
Deutschland U-21
Deutschland
2 0(0)
41 0(1)
Stationen als Trainer
2009 Rot-Weiss Essen
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Thomas Strunz im Studio Fernsehmacher, Sendung Markus Lanz, 2012

Thomas Strunz (* 25. April 1968 in Duisburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er spielte hauptsächlich im defensiven Mittelfeld. Bei der Europameisterschaft 1996 wurde er mit der DFB-Auswahl Europameister.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Bevor Strunz seinen ersten Profivertrag bekam, hatte er beim Duisburger Lokalverein TuRa 88 und drei Jahre beim Oberligisten MSV Duisburg gespielt, mit dem er 1987 Deutscher Amateurmeister wurde und 1989 in die 2. Fußball-Bundesliga aufstieg.

Dort kam er aber nie zum Einsatz, denn er erhielt einen Lizenzspielervertrag beim FC Bayern München, für den er zunächst drei Spielzeiten lang zum Einsatz kam. Sein Debüt gab er am 31. August 1989 (7. Spieltag) beim 4:0-Heimsieg über den Hamburger SV, als er in der 71. Minute für Olaf Thon eingewechselt wurde. Sein erstes Tor als Profi erzielte er am 27. Oktober 1989 (15. Spieltag) beim 2:0-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli.

Nach drei Spielzeiten (1992–1995) für den VfB Stuttgart kehrte Strunz zu den Bayern zurück. In der Winterpause der Saison 2000/01 wurde er vom Trainer Ottmar Hitzfeld ausgemustert und sein Vertrag vorzeitig aufgelöst. Da Strunz keinen anderen Verein fand, beendete er anschließend seine Profikarriere.[1]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 28. Februar (in Ales) und 14. März 1990 (in Simferopol) kam Strunz zum Einsatz in der U-21-Nationalmannschaft: Frankreich wurde mit 1:0 besiegt und gegen die Sowjetunion wurde ein 1:1-Unentschieden erzielt.

Am 10. Oktober 1990 bestritt er sein erstes Spiel für die A-Nationalmannschaft, die in Stockholm in einem Test-Länderspiel Schweden mit 3:1 Toren besiegte. Strunz nahm 1994 an der Weltmeisterschaft in den USA teil. Ferner gehörte er zum Aufgebot, das 1996 in England Europameister wurde; dabei erzielte er im Halbfinale gegen England im Elfmeter-Schießen ein Tor.

Am 8. September 1999 spielte Strunz letztmals im Nationaltrikot: Im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2000 wurde Nordirland in Dortmund mit 4:0-Toren besiegt.

Sein einziges Tor in 41 Länderspielen erzielte er am 7. Juni 1995 bei der 2:3-Niederlage in Sofia im EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien.

Erfolge[Bearbeiten]

Anmerkungen:

  1. shortnews: Bayernstar beendet Profikarriere
  2. a b nur in der Hinrunde aktiv

Karriere als Berater, Manager und Fernseh-Experte[Bearbeiten]

Nach seiner Karriere als Spieler arbeitete Strunz als Spielervermittler für verschiedene Spieler. Er geriet nach seiner Karriere als Fußballspieler noch einmal in die Schlagzeilen, als der ehemalige Teamkollege Stefan Effenberg ein Verhältnis mit Strunz' Frau Claudia begann. Mit ihr war Strunz von 1997 bis 2002 verheiratet; sie haben zwei gemeinsame Kinder.

Vom 1. Januar bis zum 19. Dezember 2005 war Strunz als Nachfolger des am 24. August 2004 zurückgetretenen Peter Pander Manager und Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg. Nach der Entlassung von Eric Gerets, sowie dem ausbleibenden Erfolg unter dem neuen Trainer Holger Fach geriet auch Strunz in die Kritik. Nach Ende der Hinrunde 2005/06 entließ der VfL Wolfsburg Strunz sowie den von ihm geholten Trainer Holger Fach. Beide erhielten eine Abfindung.

Seit dem 19. April 2008 war Strunz Sportlicher Leiter beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen. Mit einem 5-Jahres-Plan wollte er den angeschlagenen Traditionsverein zurück in die 2. Bundesliga führen. Zudem betreute er seit der Saison 2009/10 die Mannschaft als Teamchef. Nach einer 0:2-Niederlage am 11. September 2009 gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln wurde Strunz mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben suspendiert.

Aktuell arbeitet Strunz als Experte für den Fernsehsender Sport 1. Er ist abwechselnd im Studio oder auch vor Ort im Stadion. Jeden Montagabend analysiert er den abgelaufenen Bundesliga-Spieltag in der Sendung Telekom Spieltaganalyse. In der Fußball-Talkshow Doppelpass ist Strunz regelmäßig als Experte zu Gast. Darüber hinaus ist er wieder als Spielerberater in der TS Sports OHG in Düsseldorf als geschäftsführender Gesellschafter tätig.[1]

Populärkultur[Bearbeiten]

Giovanni Trapattoni, damals Trainer von Bayern München, hatte 1998 bei einer Pressekonferenz einen Wutausbruch und schimpfte dabei auch über seinen Spieler Strunz: „Was erlauben Strunz?!“[2] Daran knüpfte der Titel des TV-Magazins Was erlauben Strunz mit Claus Strunz an, das von 2004 bis 2010 auf N24 lief.[3][4]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Revier-Sport 58/2011, S.11
  2. http://www.stern.de/sport/sportwelt/zornrede-was-erlauben-strunz-519604.html
  3. http://www.presseportal.de/print/1372607-5-jahre-was-erlauben-strunz-interview-mit-moderator-claus-strunz.html
  4. http://www.tagesspiegel.de/medien/ausgetalkt-n-24-setzt-was-erlauben-strunz-ab/1898892.html