Thomas Vinterberg

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Thomas Vinterberg auf der Berlinale 2010

Thomas Vinterberg (* 19. Mai 1969 in Frederiksberg) ist ein dänischer Filmregisseur. Er lebt mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Helene Reingaard Neumann und seinem Sohn in Kopenhagen.[1] Vinterberg wurde weltweit als Mitbegründer der Dogma-95-Bewegung bekannt.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Thomas Vinterberg hat als der jüngste Absolvent aller Zeiten die Danske Filmskole 1993 abgeschlossen. Sein Abschlussfilm Sidste omgang war für den Studenten-Oscar nominiert. De Største Helte/Zwei Helden hieß sein erster Langspielfilm, ein Road Movie, für den er drei Roberts, den Preis der Dänischen Filmakademie, erhielt. Der Film hatte Premiere auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.

Vinterberg schrieb das Drehbuch und führte Regie in dem ersten Dogma-Film Festen (Das Fest). In einem Kurzauftritt spielt er hier auch einen Taxifahrer. Das Drehbuch wurde später auch als Theaterstück adaptiert und in Deutschland an verschiedenen Theatern aufgeführt.

Zu Silvester 2000/2001 war er einer der vier Regisseure bei dem Fernseh-Experiment D-Day. Hierbei wurde eine Geschichte in Kopenhagen gespielt, welche live und parallel von den vier Regisseuren geleitet wurde. Gesendet wurden die vier verschiedenen Kameraaufnahmen in Echtzeit auf vier verschiedenen dänischen Fernsehkanälen.

Im Jahr 2003 drehte Vinterberg die große internationale Produktion It's All About Love. Auf der Basis eines Drehbuchs von Lars von Trier entstand 2005 das Drama Dear Wendy. Beide Filme waren keine finanziellen und cineastischen Erfolge.

Mit seinem Spielfilm Submarino, einer Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans des dänischen Autors Jonas T. Bengtsson, die von einem drogensüchtigen Vater handelt, wurde Vinterberg zum Wettbewerb der Berlinale 2010 eingeladen. Am 20. Oktober 2010 wurde Submarino mit dem Filmpreis des Nordischen Rates ausgezeichnet.

2012 stellte Vinterberg den Spielfilm Die Jagd fertig, in dem ein geschiedener Lehrer in der dänischen Provinz fälschlicherweise des Missbrauchs an der Tochter seines Freunds bezichtigt wird. Der Film erhielt 2012 eine Einladung in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes, gewann den Europäischen Filmpreis für das beste Drehbuch, den Robert u. a. in den Kategorien Film, Regie und Drehbuch. 2014 war er für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Thomas Vinterberg hat auch Musikvideos für Metallica und Blur gedreht. 2010 hat er sein eigenes Theaterstück Das Begräbnis/Begravelsen am Wiener Burgtheater instruiert. Thomas Vinterberg ist Inhaber des Kopenhagener Unternehmens Thomas Vinterberg, die Filme produziert.[2]

Filmografie/Regie (Auswahl)[Bearbeiten]

Theaterarbeiten/Regie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Vinterberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.billedbladet.dk/Kendte/Nyheder/2012/6/Thomas%20Vinterberg%20fik%20sin%20soen.aspx
  2. http://www.eniro.dk/query?search_word=thomas+vinterberg&geo_area=&what=all
  3. Der Spiegel vom 1. März 2010, Seite 120/121: Die Hamlet-Sexmaschine
  4. Abrechnung mit dem Feminismus in: FAZ vom 12. September 2011, Seite 29