Thomas Windisch

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Thomas Windisch (* 12. Oktober 1914 in Hals, Egerland; † 23. Mai 2005) war ein Komponist, Architekt, Maler, Lyriker und Pianist.

Hauptberuflich war Windisch Architekt und Baumeister, nebenberuflich Komponist, Organist, Chorleiter und Pianist.

Von 1920 bis 1939 studierte er bei seinem Vater Musik und wechselte dann an die Musikschulen in Petschau, Preßnitz und Reichenberg. In Letzteren erhielt er bei Hugo Wagner und Wilhelm Pochmann auch privaten Unterricht. Seine weitere musikalische Ausbildung erlangte er durch Privatstudium in Dresden, Göttingen und Kassel.

Thomas Windisch schrieb in fast allen Stilarten und Systemen, seine Arbeiten umfassten eine Vielzahl von unterhaltenden Werken, über 260 Lieder und Chöre, darüber hinaus auch Messen und vor allem ernste Musik unter anderem für Klavier, Streicherensembles, Chor und Großes Orchester.

Als Hauptwerk und musikalisches Vermächtnis gilt seine Abhandlung „Die Freie Musik“, ein Lehrbuch über ein von ihm entwickeltes neuartiges Kompositions- bzw. Musikkonzept:

Vier Elementare Grundsätze der Freien Musik:

  1. alle tonalen und atonalen Systeme sind aufgelöst
  2. jede Stimme hat auch im Zusammenspiel ihre eigene Melodie
  3. jedes mehrstimmige Musikstück kann auch einzeln oder in verschiedenen Gruppierungen gespielt werden
  4. die Tonleiter–Vielfalt bestimmt das Zusammenspiel und den Zusammenklang der verschiedenen Melodien.

Werke[Bearbeiten]

  • Konzert für Violine, Violoncello und Streichorchester op. 1-FM (1970) - sein erstes Werk in „Freier Musik“
  • Panta Rhei („Alles fließt“) für Klavier Solo op. 3-FM (1972)
  • Konzert für Violoncello und Klavier op. 5-FM (1973)
  • Ein Dutzend Blätter in Freier Musik op. 6-FM (1974)
  • Räuber-Galopp für großes Orchester (1954); Uraufführung: 1955 München (aus dem Märchen-Tanzspiel „Es war einmal...“)
    Aufnahme 5. Januar 1955, Das Fränkische Landesorchester, Ltg. Leo Eysoldt, Produktion: Bayerischer Rundfunk
  • Typsi, das denkende Huhn, erkämpft das Paradies der Tiere. Phantastische Tiergeschichte für jedes Alter. Baden-Baden ²1999 [EA 1982]