Thundorf in Unterfranken
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Bad Kissingen | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Maßbach | |
| Höhe: | 330 m ü. NN | |
| Fläche: | 15,57 km² | |
| Einwohner: |
1.110 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 71 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97711 | |
| Vorwahl: | 09724 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 72 157 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Lindenstr. 2 97711 Thundorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Anton Bauernschubert (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Thundorf i.UFr. im Landkreis Bad Kissingen | ||
Thundorf in Unterfranken (amtlich: Thundorf i.UFr.) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Thundorf liegt am Ransbach – einem kleinen Bach, der bei Theinfeld entspringt und bei Poppenlauer in die Lauer mündet. Die höchste Erhebung, der Dürnberg bei Theinfeld, ist ein Ausläufer der Hassberge. Man könnte Thundorf aber auch dem Grabfeldgau zuordnen.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde hat vier amtlich benannte Ortsteile[2]:
- Rothhausen
- Rothhausermühle
- Theinfeld
- Thundorf in Unterfranken
[Bearbeiten] Geschichte
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Die Erstsiedler waren Kelten. Vor dem ersten Jahrtausend entstand dort eine Burganlage, die die Herren von Thundorf bis etwa um 1300 bewohnten.
Das 1480 erbaute Wasserschloss mit seinen mächtigen Zwiebeltürmen kündet von der Bedeutung des Ortes im 15. Jahrhundert. Weitere Bauzeugen dieser Zeit sind die Zehntscheune, der Gartenpavillon, das Brau- und Kelterhaus und das Forsthaus. Die Reformation wurde in Thundorf fast reibungslos eingeführt.
1676 brachten die Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg die Herren von Schaumberg in solche Finanznöte, dass sie ihren Besitz für 57.000 Rheinische Taler dem Geschlecht derer zu Rosenbach verkauften. Dazu gehörten nicht nur Schloss, Untertanen und Rechte, sondern auch die ganze Markung Thundorf und die Dörfer Rothhausen und Theinfeld. Die Rosenbachs setzten einen Verwalter ein, sie selbst wohnten in Würzburg.
Als 1806 das Rosenbachsche Geschlecht männlicherseits ausstarb, erklärte der Großherzog von Würzburg, Erzherzog Ferdinand von Toskana, das Burggrafentum Thundorf, das inzwischen Würzburger Lehen geworden war, als vermannt und anheimgefallen. 700 Morgen Land wurden unter den Bauern aufgeteilt, 750 Hektar Wald fielen an das Fürstbistum. Das Schlossgut wurde verkauft. Da die letzten Dorfherren katholisch waren, wurde Thundorf größtenteils wieder katholisch und Sitz der Pfarrei, von der heute auch Theinfeld, Rothhausen, Volkershausen und Maßbach betreut werden.
Seit dem Wiener Kongress 1814/15 gehört der Ort zu Bayern.
1974 wurde die evangelische Pfarrei, eine der ältesten in Bayern, aufgelöst und nach Maßbach eingegliedert.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Rahmen der Gebietsreform wurden 1978 Rothhausen und Theinfeld eingemeindet.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 81,2%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| CSU/Freie Wählergemeinschaft | 6 Sitze | (44,4 %) | |
| Wählergemeinschaft Rothhausen | 4 Sitze | (35,4 %) | |
| Bürgerblock Theinfeld | 2 Sitze | (20,2 %) |
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Geteilt von Silber und Rot; oben ein wachsender doppelschwänziger, rot gekrönter und bewehrter schwarzer Löwe, unten eine silberne Pflugschar auf zwei schräg gekreuzten silbernen Reuthauen.
Wappengeschichte: Thundorf entstand 1978 durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Thundorf und Rothhausen und der Ortschaft Theinfeld, die früher zum Markt Massbach gehörte. Aus dem durch den Zusammenschluss untergegangene Gemeindewappen von Rothhausen wurde der Löwe in das heutige Wappen übernommen. Er ist das Wappentier der Herren von Rosenbach, die im Mittelalter das Gemeindegebiet beherrschten. Die gekreuzten Reuthauen sind Hinweis auf die Entstehung des Ortes Rothhausen durch Rodungen. Die Pflugschar weist auf den landwirtschaftlichen Ursprung von Theinfeld hin. Auf die Lage in Franken wird durch die Farben Silber und Rot hingewiesen.
Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 17. Oktober 1979 verliehen
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Öffentlicher Busverkehr mit Anschluss in die nächsten bedeutenderen Städte Schweinfurt, Bad Kissingen und Münnerstadt ist gegeben.
[Bearbeiten] Vereine
- TSV Thundorf
- TSV Rothhausen/Thundorf
- Freiwillige Feuerwehr Thundorf
- Eigenheimervereinigung Thundorf
- Kindergartenverein
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Saal-Bau
- Metallbau Saal
- Schreinerei Heribert Klöffel
- Schreinerei Egon Klöffel
- Getränke Göbel
[Bearbeiten] Bildung
- Grundschule Rothhausen
- Hauptschule Maßbach
Gymnasien, Real-, Berufsschulen und andere weiterführende Schulen sowie Einrichtungen der Erwachsenenbildung finden sich im näheren Umkreis.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Theater
Die Theatergruppe Thundorf spielt jährlich in der Zeit nach Fasching bis Ostern lustige Volks- und Bauernstücke. Sie kann auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken.
Seit 1998 finden jedes zweite Jahr im September im Ritterkeller die Thundorfer Theatertage statt.
[Bearbeiten] Bauwerke
[Bearbeiten] Katholische Kirche (ehemaliges Wasserschloss)
Das Thundorfer Wasserschloss, in dem sich heute unter anderem das Jugendheim befindet, wurde 1610 erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde es mit dem Nordflügel erweitert. Dieser wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Pfarrkirche umgestaltet. Zu dieser Zeit wurde auch der Gartenpavillon im Pachtgarten erbaut. Die Kirche steht teilweise im Pfarrsee. Das Wasserschloss steht zusammen mit dem Pachtgarten und der Stadtmauer unter Denkmalschutz.
[Bearbeiten] Gemeindebrauhaus
Das Gemeindebrauhaus in Thundorf in der Nähe des Wasserschlosses gehört zu den letzten seiner Art und ist das einzige im ganzen Umkreis, das noch in Betrieb ist. Das genaue Alter lässt sich nicht genau feststellen. Es dürfte aber um das Jahr 1680 gebaut worden sein.
In seiner Glanzzeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden jährlich etwa 24 Sud gebraut, was etwa 90 hl entspricht. Heute werden etwa 90 hl pro Jahr gebraut.
Die sehr seltene Kombination zwischen obergäriger Hefe, die meistens nur beim Weizenbier anzutreffen ist, und Gerstenmalz verleiht dem Thundorfer Haustrunk einen unverwechselbaren Geschmack. Ist das Bier, das keinerlei Filterung unterzogen wird, in Aluminiumfässern unter Druck gelagert, schmeckt es sehr hefig. Reift es in traditionellen Holzfässern oder den moderneren Kunststofffässern, setzt sich die Hefe am Boden ab, so dass das volle Aroma des Bieres ohne den starken Hefegeschmack erreicht wird.
Da die Herstellung vom Einmaischen bis zum ersten Anzapfen Handarbeit und nicht automatisiert ist, hat jeder Sud seine eigene Geschmacksnote.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111113/010517&attr=OBJ&val=1582
[Bearbeiten] Weblinks
- Gemeinde Thundorf i.Ufr. Webseiten von Alfred Stürmer
- Datenbank Regionalwirtschaftlicher Zahlen
- Thundorf in Unterfranken: Wappengeschichte vom HdBG
- Thundorf in Unterfranken: Amtliche Statistik des LStDV
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