Thurn

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Thurn (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Karte
Wappen von Thurn
Thurn (Österreich)
DEC
Thurn
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Tirol
Politischer Bezirk Lienz (LZ)
Fläche 12,26 km²
Koordinaten 46° 51′ N, 12° 46′ O46.84972222222212.76855Koordinaten: 46° 50′ 59″ N, 12° 45′ 36″ O
Höhe 855 m ü. A.
Einwohner 617 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 50 Einwohner je km²
Postleitzahl 9904
Vorwahl 04852
Gemeindekennziffer 7 07 31
AT333
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Dorf 56
9904 Thurn
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Reinhold Kollnig (ÖVP)
Gemeinderat (2004)
(11 Mitglieder)
6 Allgemeine Liste Thurn,
5 Neue Liste
Lage von Thurn im Bezirk Lienz
Lage von Thurn im Bezirk Lienz

Thurn ist eine Gemeinde in Osttirol (Bezirk Lienz, Bundesland Tirol) und liegt auf dem leicht ansteigenden Talboden der Bezirkshauptstadt Lienz, etwa 2 km von deren Stadtzentrum entfernt mit Aussicht auf die Berge der Lienzer Dolomiten. Thurn hat eine Fläche von 1.226 ha und 634 Einwohner (Volkszählung 2001). Nachbargemeinden sind Ainet, Gaimberg, Lienz, Nußdorf-Debant und Oberlienz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Thurn hat sechs Ortsteile:

  • Dorf
  • Oberdorf
  • Zauche
  • Prappernitze
  • Zettersfeld
  • Weberlefeld

[Bearbeiten] Geschichte

1308 wird Thurn erstmals urkundlich erwähnt. Es besaß zwei Burgstellen: die ältere stand auf dem "Schlößlbichl", einer Geländekuppe im Großbachtale, und dürfte ein Wehr- und Wohnturm gewesen sein, der dem Dorf Thurn - so die alte Schreibweise für Turm - den Namen gegeben hat. Die jüngere Anlage - Schloss Thurn - stand östlich der St. Nikolauskirche im Hofbereich Mußhauser, einem Herrensitz, über dessen Aussehen wir nichts wissen. Wahrscheinlich umschloss ein Fischteich, der aus dem Großbachtal das Wasser enthielt, halbkreisförmig die Burg. Der Teichwall ist zum Teil noch erhalten. Das Austragsgebäude des Mußhauserhofes steht auf alten Mauern, die von Schloss Thurn stammen könnten.

1938 verlor Thurn seine Selbstständigkeit und wurde mit Gaimberg zur neuen Gemeinde Grafendorf vereinigt. 1949 wurde es wieder eine eigene Gemeinde

Verschiedene Flurnamen weisen heute noch auf die einstige slawische Bevölkerung hin: Lampitze, Frantsche, Ondelt, Prappernitze.

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeister der Gemeinde Thurn ist seit März 2004 Reinhold Kollnig, Bürgermeister-Stellvertreter ist Josef Gander. GV DI Norbert Nemmert GV Ing. Herbert Lukasser

[Bearbeiten] Wirtschaft

Wirtschaftlich hat der Ort einen Schwerpunkt im Tourismus und trotz seiner geringen Größe zwei Beherbergungsbetriebe. Zahlreiche Ferienwohnungen und Privatzimmer werden ebenfalls angeboten.

Thurn war ein Bergbaugebiet, das silberhaltiges Gestein an die Messinghütte in Lienz lieferte. Ob auch Kupfer oder gar Gold im Bereich der Neualplseen-Schleinitz abgebaut wurde, ist nicht erwiesen. Die Namen der Grußen zu "St. Johann ob dem Turm" und zur "Heiligen Dreifaltigkeit" sind belegt. Mehrere noch vorhandene Sondierstollen im Thurner Berg reichen nur 5 bis 10 m in den Felsen.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Weblinks

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