ThyssenKrupp Marine Systems

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ThyssenKrupp Marine Systems GmbH
ThyssenKruppLogo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 5. Januar 2005
Sitz Kiel, Deutschland
Leitung Andreas Burmester, CEO
Mitarbeiter 3.700[1]
Umsatz 1,2 Mrd. Euro (2010/11)
Branche Werft
Website tk-marinesystems.de

ThyssenKrupp Marine Systems GmbH (TKMS) mit Sitz in Kiel ist der nach eigenen Angaben führende europäische Systemanbieter für U-Boote und Marineschiffe. Das Unternehmen beschäftigt laut eigenen Angaben derzeit 3700[2] Mitarbeiter und hat ein Umsatzvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro.

Hintergrund[Bearbeiten]

TKMS AG entstand 2005 als Holding der Blohm+Voss GmbH und der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW).

Die Unternehmensgruppe umfasste als wesentliche Beteiligungen dabei Blohm + Voss und Blohm + Voss Repair in Hamburg, die Nordseewerke in Emden, die Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel, Nobiskrug in Rendsburg, Kockums in Schweden und Hellenic Shipyards in Griechenland.

Von 2005 bis Dezember 2008 hielt ThyssenKrupp 75 % der Anteile und hatte die industrielle Führung. Der Private-Equity-Fonds One Equity Partners (OEP) war mit 25 % beteiligt. Seit Januar 2009 ist ThyssenKrupp alleiniger Aktionär. Mittlerweile wird TKMS nicht mehr als Aktiengesellschaft, sondern als Business Unit innerhalb der Business Area Industrial Solutions von ThyssenKrupp geführt.

Konzentration auf das Militärgeschäft[Bearbeiten]

Im April 2010 wurde der Verkauf von Blohm + Voss an Abu Dhabi MAR, eine internationale Schiffbaugruppe mit Sitz in Abu Dhabi, bekannt gegeben. Abu Dhabi MAR sollte jeweils 80 % an den Hamburger Gesellschaften Blohm + Voss Repair und Blohm + Voss Industries übernehmen. Die beiden Unternehmen einigten sich des Weiteren auf eine Partnerschaft (50:50 Joint Venture), die den Bereich Design und Projekt-Management im Überwasser Marineschiffbau beinhaltet.[3] Im September 2010 einigten sich TKMS und Abu Dhabi MAR außerdem über den Verkauf von 75,1 % des griechischen TKMS-Tochterunternehmens Hellenic Shipyards.[4]

Im Juli 2011 gab ThyssenKrupp bekannt, dass der Verkauf von Blohm + Voss nicht zustande komme. Nur der zivile Teil von HDW (sowie Hellenic Shipyards) wurde an Abu Dhabi MAR veräußert.[5]

Im Dezember 2011 gab ThyssenKrupp dann den Verkauf des zivilen Schifffahrtsgeschäfts (Blohm + Voss Shipyards) an den britischen Finanzinvestor Star Capital Partners bekannt.[6]

Nach der Verschmelzung der HDW GmbH mit der Blohm + Voss Naval GmbH 2012 besteht die TKMS GmbH aus den drei Geschäftsbereichen Unterwasser (ex HDW), Überwasser (ex Blohm+Voss Naval) sowie Services (für den Unter- und Marineüberwasserbereich). Die schwedische Werft ThyssenKrupp Marine Systems AB (U-Boote und Marineüberwasserschiffe), die unternehmerisch als vierter Geschäftsbereich geführt wurde, ist im Juni 2014 an die schwedische Saab AB verkauft worden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webseite des Unternehmens, eingesehen am 10. Oktober 2013.
  2. Webseite des Unternehmens, eingesehen am 18. März 2014.
  3. Abu Dhabi MAR und ThyssenKrupp Marine Systems gründen strategische Partnerschaft, Pressemitteilung von TKMS vom 14. April 2010. (PDF)
  4. ThyssenKrupp, Abu Dhabi MAR und die griechische Regierung sichern Zukunft für Hellenic Shipyards, Pressemitteilung von ThyssenKrupp vom 30. September 2010.
  5. ThyssenKrupp scheitert mit Verkauf von Blohm + Voss auf boerse.de
  6. ThyssenKrupp treibt strategische Weiterentwicklung weiter voran: ThyssenKrupp Marine Systems verkauft zivilen Schiffbau an Star Capital Partners aus England auf thyssenkrupp.com