Tibarener

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Die Tibarener (gr. Τιβαρηνοί, lat. Tibareni) waren ein (laut antiken Scholien) skythischer Volksstamm an der Südküste des Pontos Euxeinos oberhalb des Kaps Genetaia. Sie lebten von der Viehzucht[1] und gelten neben den Chalybern und anderen Völkern als Erfinder der Metallverarbeitung. Apollonios berichtet (Arg. 2,1011-1014), daß die Tibarener das Ritual der Couvade praktizierten. Laut Plinius bemalten oder tätowierten sie ihre Körper.[2]

Zusammen mit den benachbarten Moschern, Makronern, Mossynoikern und Marern bildeten sie die 19. Satrapie im Perserreich. An den Perserkriegen nahmen sie, bewaffnet mit Holzhelmen, Schilden und Spießen, unter der Führung von Ariomardos teil.

Zuweilen werden die Tiberaner mit den in der Bibel erwähnten Tubal[3] oder dem Reich Tabal identifiziert.

Quellen[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. vgl. z.B. Apollonios v. Rhodos, Arg. 2,377: πολύρρηνες Τιβαρηνοί (polýrrhenes Tibarenoí: "die herdenreichen Tibarener")
  2. vgl. Plinius, NH 6,11: "gentes Tibareni [...] notis signantens corpora" (etwa: "die Tibarener, [...] die ihre Körper mit Zeichen versehen")
  3. E. Dhorme, Les Peuples issus de Japhet d'après le chapitre X de la Genèse. Syria, 13/1 1932, 38