Tibet Initiative Deutschland

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Demonstration für die Menschenrechte in Tibet vor der chinesischen Botschaft in Berlin. Vorn rechts Tsewang Norbu, Mitbegründer der TID.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) ist ein 1989 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz ist Berlin. Die TID setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volks und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Bundesweit gibt es 60 Regionalgruppen und Kontaktstellen, in denen sich rund 2.000 Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Die TID zählt zu den größten deutschsprachigen Tibet-Unterstützergruppen. Sie ist Mitglied im Internationalen Tibet-Unterstützer-Netzwerk (Hauptsitz London).

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. wurde am 8. August 1989 anlässlich der schweren Unruhen in Tibet[1] und deren gewaltsamer Niederschlagung von Exiltibetern und deutschen Tibet-Unterstützern in Bonn gegründet [2]. Die TID gründete sich als Basisbewegung (Grass-roots-movement) und agiert seither als politische Interessensvertretung der Tibeter in Deutschland.

Arbeitsweise und Selbstverständnis[Bearbeiten]

Die TID ist parteipolitisch und religiös ungebunden und hat den Status der Gemeinnützigkeit. Sie bekennt sich zu den unveräußerlichen Menschenrechten, demokratischen Prinzipien sowie zur Gewaltlosigkeit. Der Verein unterstützt die Tibeter als politisch und religiös Verfolgte. Er tritt für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter in Tibet ein und unterstützt die Tibeter in ihrem gewaltlosen Kampf für den Erhalt der nationalen Identität, Kultur und geistig-religiösen Tradition. Die TID nimmt mit friedlichen Mitteln Einfluss auf die Volksrepublik China, damit Willkür, Folter, politische und kulturelle Unterdrückung in Tibet ein Ende haben.[3]

Die TID informiert über [3]

  • die aktuelle politische Situation in Tibet
  • Menschenrechtsverletzungen in Tibet
  • politische Gefangene
  • die internationale Tibet-Politik
  • die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und die Zwangsansiedlung der Nomaden.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. spricht mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Der Verein steht in Kontakt mit der Tibetischen Exilregierung in Indien und deren Vertretern in Europa. Um auf die Tibetproblematik aufmerksam zu machen, veranstaltet die TID bundesweit Aktionen, Demonstrationen und Mahnwachen und führt öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen durch. Die TID-Regionalgruppen und Kontaktstellen organisieren zum Beispiel Filmabende, Infoveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und politische Aktionen.[4]

Vierteljährlich erscheint das Magazin Brennpunkt TIBET, das über Neuigkeiten aus Tibet, ein wechselndes Schwerpunktthema und Aktionen in Deutschland berichtet sowie tibetbezogene Filme und Literatur rezensiert.[5] Sonderausgaben sind zu den Themen „Geschichte und Gegenwart Tibets“ (2007), „Der Dalai Lama“ (2008) und „Tibet im Widerstand“ (2009) erschienen.[6]

Der e.V. ist Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.[7]

Siehe auch: Liste von Tibet-Organisationen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThomas Laird: Tibet - Die Geschichte meine Landes. Abgerufen am 2. Juni 2014.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatueber uns. Abgerufen am 2. Juni 2014.
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formattibet. Abgerufen am 20. Oktober 2014.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formataktionen. Abgerufen am 18. August 2014.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgaben von Brennpunkt TIBET Berlin, ISSN 1685-3456, Auflage 4.000. Abgerufen am 17. Juni 2009.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInhaltsverzeichnis der Sonderausgaben Brennpunkt TIBET. Abgerufen am 17. Juni 2009.
  7. www.transparency.de, abgerufen am 6. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]