Tiefgreifende Entwicklungsstörung

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Die tiefgreifenden Entwicklungsstörungen sind, in Abgrenzung zu den umschriebenen bzw. spezifischen Entwicklungsstörungen, gekennzeichnet durch eine Beeinträchtigung der Kommunikation und der sozialen Beziehungen sowie durch ein beschränktes Repertoire an Aktivitäten. Diese Störungen sind angeboren oder im frühesten Kindesalter erworben, und die ersten Symptome zeigen sich bereits vor dem dritten Lebensjahr. Die Entwicklung ist zu keinem Zeitpunkt dem Alter entsprechend.[1]

Die beiden international gebräuchlichen Klassifikationssysteme für Krankheiten kategorisieren die tiefgreifenden Entwicklungsstörungen wie folgt:

Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV) von 1994 benennt fünf tiefgreifende Entwicklungsstörungen:

In der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) von 1992 sind die tiefgreifenden Entwicklungsstörungen in acht Kategorien eingeteilt:

Alle tiefgreifenden Entwicklungsstörungen haben einige Symptome gemeinsam:

  • Schwierigkeiten mit Verwendung und Verständnis von Sprache
  • Schwierigkeiten mit der Beziehung zu anderen Menschen
  • Schwierigkeiten mit Veränderungen der Umgebung und des Tagesablaufs
  • repetitive Körperbewegungen und andere stereotype Verhaltensweisen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franz Petermann (Hrsg.): Lehrbuch der Klinischen Kinderpsychologie. 6. vollständig überarbeitete Auflage. Hogrefe, Göttingen u. a. 2008, ISBN 978-3-8017-2157-2, S. 173 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Entwicklungsauffälligkeiten – kindergesundheit-info.de: unabhängiges Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
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