Tilesius-Gymnasium

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Tilesius-Gymnasium Mühlhausen
Schulform Gymnasium
Gründung 1542 (Neugründung: 1563)
Adresse

An der Burg 19

Ort Mühlhausen/Thüringen
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 12′ 43,5″ N, 10° 27′ 17,8″ O51.21207210.454956Koordinaten: 51° 12′ 43,5″ N, 10° 27′ 17,8″ O
Website www.tilesiusgymnasium.de
Gebäude am Lindenbühl, genutzt zwischen 1870 und 1927
Gebäude An der Burg, genutzt seit 1927
Gebäude der ehemaligen Georgiischule, genutzt seit 1991

Das Tilesius-Gymnasium ist ein staatliches Gymnasium in Mühlhausen in Thüringen. Benannt ist es nach dem Mühlhäuser Naturforscher Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau (1769–1857).

Geschichte[Bearbeiten]

Das Tilesius-Gymnasium ist die älteste derzeit noch existierende höhere Schule Mühlhausens und ging ursprünglich aus der 1542 gegründeten Stadtschule im Franziskanerkloster am Kornmarkt (1543–1547) hervor. Mit der Niederlage des Schmalkaldischen Bund schien 1547 zunächst das Ende dieser protestantischen Schule besiegelt.

Als nach dem Augsburger Religionsfrieden die lutherische Reformation 1557 in Mühlhausen erneut eingeführt wurde, forderte der erste Superintendent Hieronymus Tilesius sogleich die Wiedereröffnung der Stadtschule. Im Jahr 1563 erfolgte schließlich die Einweihung des Neubaus der Schule auf dem Hof der Blasiuskirche. Von dort zog die Einrichtung 1580 in die Neue Straße 10 (seit 1626 unter der Bezeichnung Gymnasium). Im Jahr 1841 erfolgte ein weiterer Umzug in die Brückenstraße 32. Nachdem man bereits zuvor die Unterstufe organisatorisch vom eigentlichen Gymnasium getrennt hatte, konnten in dem Neubau auch eine räumliche Trennung vollzogen werden. Während der südliche Teil des Gebäudes vom Gymnasium genutzt wurde, war im nördliche Teil die neue Knabenbürgerschule untergebracht. Schließlich kam es 1870 zu einem weiteren Umzug des Gymnasiums, in das heute vom Heimatmuseum genutzte Gebäude am Lindenbühl 61. Im Jahr 1927 zog die inzwischen als Reformrealgymnasium neu organisierten Schule schließlich in das Gebäude An der Burg 19, welches noch heute genutzt wird.[1]

Auch wenn bereits vor dem Zweiten Weltkrieg erste Schülerinnen in den Schulunterlagen nachweisbar sind, handelte es sich bei der Einrichtung zu dieser Zeit eigentlich noch um eine Knabenschule, wie auch der seit 1938 übliche Name Oberschule für Jungen deutlich macht. Erst 1946 wurde der getrennte Unterricht für Jungen und Mädchen offiziell aufgegeben, was hauptsächlich dem Lehrermangel, nach der Entlassung von 241 ehemaligen NSDAP-Mitgliedern, geschuldet war.[2] Im Jahr 1959 erfolgte die Umbenennung der Oberschule in Erweiterte Oberschule (seit 1975 Erweiterte Oberschule Erich Weinert).

Seit der Neustrukturierung der Schulen nach der Wiedervereinigung in den Jahren 1990/91 besteht das Tilesius-Gymnasium aus zwei Schulteilen, zum einen dem Gebäude Georgiischule, das von den Klassenstufen 5 bis 9 genutzt wird und dem Gebäude An der Burg, welches von den Klassenstufen 10 bis 12 genutzt wird.

Bedeutende Schüler[Bearbeiten]

Quelle[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatChronik 450 Jahre Mühlhäuser Gymnasium auf der Homepage der Schule. Abgerufen am 18. Juli 2013.
  2. Heinrich Jordan, Gunter Görner, Beate Kaiser (Hrsg.): Chronik der Stadt Mühlhausen in Thüringen. Band 6, Mühlhausen 2006, S. 36.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBedeutende Absolventen auf der Homepage der Schule. Abgerufen am 18. Juli 2013.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Höhere Bürgerschule zu Mühlhausen in Thüringen (Hrsg.): Programm, womit zu der ... abzuhaltenden öffentlichen Prüfung ... ergebenst einladet. Mühlhausen Th. 1873–1876 (Digitalisat)
  • Städtische Realschule zu Mühlhausen Thüringen (Hrsg.): Jahresbericht. Mühlhausen Th. 1902–1905 (Digitalisat)
  • Städtische Oberrealschule i.E., Mühlhausen/Thüringen (Hrsg.): Jahresbericht. Mühlhausen Th. 1906–1907 (Digitalisat)
  • Städtische Oberrealschule zu Mühlhausen Thüringen (Hrsg.): Jahresbericht. Mühlhausen Th. 1908–1924 (Digitalisat Jg. 1908-1911; 1915)
  • Heinrich Jordan, Gunter Görner, Beate Kaiser: Chronik der Stadt Mühlhausen in Thüringen. Mühlhausen 2008, ISBN 978-3-934748-31-6.

Weblinks[Bearbeiten]