Tilo Frey

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Tilo Frey (* 2. Mai 1923 in Maroua, Kamerun; † 27. Juni 2008 in Neuenburg; heimatberechtigt in Brugg) war eine Schweizer Politikerin (FDP[1]).

Leben[Bearbeiten]

Frey wurde als Tochter eines Schweizer Ingenieurs der ETH Zürich und einer Fulbe in Kamerun geboren. Später wurde sie von einer Schweizerin adoptiert und in die Schweiz gebracht. Tilo Frey blieb ledig und hatte keine Kinder.

Von 1938 bis 1941 absolvierte sie das Lehrerseminar in Neuenburg und war von 1943 bis 1971 Lehrerin an der École de commerce für kaufmännische Fächer. Zwischen 1972 bis 1976 war sie Direktorin der École professionnelle de jeunes filles. Zuletzt war sie von 1976 bis 1984 als Lehrkraft an der École professionelle commerciale tätig.

Das erste politische Amt übernahm Frey im Jahr 1964, als sie als Abgeordnete des Conseil général (Legislative) der Stadt Neuenburg tätig wurde. Fünf Jahre später (1969) wurde sie als erste Frau in den Grossen Rat des Kantons Neuenburg gewählt. Dort setzte sie sich für die Lohngleichheit beider Geschlechter, für die Entkriminalisierung der Abtreibung und für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern ein. Neun Monate nach Einführung des Frauenwahlrechts wurde Frey 1971 als erste dunkelhäutige Person in den Nationalrat gewählt und gehörte zudem zu den ersten zehn Frauen des Nationalrats.[2][3] In den Jahren 1972 bis 1974 war sie als Delegierte der Interparlamentarischen Union tätig. 1973 schied sie aus dem Grossen Rat von Neuenburg und 1974 aus dem Generalrat aus, ein Jahr später 1975 auch aus dem Nationalrat.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKürzlich verstorbene Ratsmitglieder. parlament.ch, abgerufen am 7. Oktober 2009.
  2. Une pionnières’en est allée. In: L’Express vom 28. Juni 2008 (PDF-Datei, S. 4, Archiv-Version)
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTilo Frey est décédée le 27 juin à 85 ans, ont annoncé vendredi les services du Parlement. (Nicht mehr online verfügbar.) lematin.ch, ehemals im Original, abgerufen am 11. November 2010 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/archives.lematin.ch