Tim Hortons

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tim Hortons Inc.
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft (Kanada)
ISIN CA88706M1032
Gründung 1964
Sitz Oakville (Ontario, KanadaKanada Kanada)
Leitung Paul D. House, CEO
Mitarbeiter ca. 70.000 (2005)
Umsatz 1,428 Mrd. CAD
Branche Systemgastronomie
Website timhortons.com
Tim-Hortons Hauptsitz in Oakville
Tim-Hortons-Filiale
Tim-Hortons-Filiale in Ottawa
Tim-Hortons-Filiale in New York City

Tim Hortons Inc.[1] ist eine kanadische Schnellrestaurantkette. Ursprünglich auf Donuts und Kaffee spezialisiert, hat die nach ihrem Gründer Tim Horton genannte Kette seit der Mitte der 1990er Jahre ihr Angebot auch auf Sandwiches und andere Frühstücksspeisen ausgeweitet. Tim Hortons ist im Finanzindex S&P/TSX 60 an der Toronto Stock Exchange gelistet. Das Unternehmen wurde 1964 in Hamilton (Ontario) gegründet und besitzt 4485 Filialen (Stand 2013) in Kanada, den Vereinigten Staaten und Ländern des Golf-Kooperationsrats[2]. Tim Hortons ist mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden[3] kanadischer Dollar der größte Betreiber von Kaffee- und Donut-Restaurants in Kanada. In den Vereinigten Staaten liegt Tim Hortons hinter Starbucks und Caribou Coffee an dritter Stelle.[4] Im August 2014 gab Burger King Worldwide Inc. bekannt, Tim Hortons Inc. für 12,5 Milliarden C$ (etwa 8,6 Milliarden Euro) zu übernehmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste „Tim Horton“ (das „s“ kam später hinzu) Restaurant eröffnete 1964 in Hamilton. Das Unternehmen wurde von Tim Horton gegründet, der ein bekannter Eishockeyspieler der National Hockey League war. Kurz nachdem Horton sein erstes Geschäft eröffnete, traf er Ron Joyce, einen ehemaligen Polizisten aus Hamilton. 1965 übernahm Joyce die Geschäftsführung des ersten Restaurants und eröffnete bis 1967 zwei weitere. Joyce und Horton wurden gleichwertige Partner des Unternehmens. Nach dem Tod von Horton im Jahr 1974 bei einem Autounfall übernahm Joyce dessen Anteile und wurde alleiniger Besitzer der bereits existierenden 40 Filialen. Nun begann eine Zeit der aggressiven Expansion des Filialnetzes und der Produktauswahl. 1991 wurde bereits die 500. Filiale in Aylmer (Québec) eröffnet.

Die aggressive Expansion von Tim Hortons hatte zwei große Veränderungen in dem Kaffee- und Donutmarkt zur Folge: Unabhängige Donutshops wurden in Kanada nahezu gänzlich eliminiert, und das Verhältnis von Donutshops zu Einwohnern übertrifft nun alle anderen Staaten.[5]

Am 8. August 1995 fusionierte Tim Hortons (TDL Group) mit Wendy’s International Inc. Mit der Fusion wurde Joyce größter Anteilseigner an Wendy’s.[6] Unter der Führung von Wendy’s wurden viele kombinierte Filialen mit beiden Marken in Kanada und im Nordosten der Vereinigten Staaten eröffnet.

2004 expandierte Tim Hortons ins US-amerikanische Rhode Island, Connecticut und Massachusetts durch die Übernahme von 42 „Bess Eaton coffee and donut restaurants“.

Auf Grund der Stärke und Rentabilität der Marke Tim Hortons verkaufte Wendy’s International Inc. im März 2006 auf Druck der Anteilseigner zwischen 15 und 18 % seiner Anteile an der TDL Group. Der Rest der Anteile sollte bis Ende 2006 verkauft werden.[7]

Von 2006 bis 2011 betrieb Tim Hortons ein Restaurant auf dem Stützpunkt der Kanadischen Streitkräfte in Kandahar. Franchisenehmer war hier das Canadian Forces Morale and Welfare Services.[8]

Wachstum von Tim Hortons[9][Bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
  • Kleinere Ortschaften und Städte werden nach der Anzahl der vorhandenen Tim-Hortons-Filialen beurteilt (zum Beispiel 3-Tim town – Stadt mit drei Filialen)
  • Auf Wunsch des kanadischen Militärs eröffnete Tim Hortons eine Filiale auf einem Stützpunkt in Kandahar, Afghanistan.[10]
  • Zwar gibt es nach wie vor keine Filiale in Europa, Tim-Hortons-Produkte sind jedoch bei einigen Supermärkten der Ketten Spar und Tesco in der Republik Irland, sowie in Großbritannien erhältlich.
  • Tim Hortons unterstützt die „Tim Horton Children’s Foundation“, die unterprivilegierte Kinder aus Kanada und den Vereinigten Staaten den Besuch eines Sommercamps ermöglicht. Die Stiftung betreibt sechs Sommercamps in Parry Sound, Tatamagouche, Kananaskis, Quyon,Campbellsville (Kentucky) und St. George (Ontario).
  • Einzelne lokale Tim Hortons Filialen unterstützen Kindersportprogramme unter dem Namen „Timbits minor sports“.
  • Tim Hortons ist seit 2005 Hauptsponsor der kanadischen Curling-Meisterschaften der Männer (Tim Hortons Brier).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tim Hortons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Der Name „Tim Hortons“ wird offiziell ohne Apostroph geschrieben. [1]
  2. 2013 Tim Hortons Annual Report. Winning the new Era. In: timhortons.com. TDL Group, S. 172, abgerufen am 15. September 2014.
  3. „Tim Hortons stock jumps in trading debut“, CTV News, 24. März 2006 [2]
  4. „The 10 largest coffee chains in the US“, Slashfood, 11. Juni 2006.
  5. "The unofficial national sugary snack", Canadian Broadcasting Corporation, 1. September 1994 [3]
  6. "US burger giant buys Tim Hortons doughnut chain", Canadian Broadcasting Corporation, 8. August 1995 [4]
  7. "Wendy’s International, Inc. Announces Comprehensive Strategic Initiatives to Enhance Shareholder Value", secinfo.com, 29. Juli 2005 [5]
  8. Tim Hortons closes up shop in Kandahar. In: news.nationalpost.com. National Post, 24. November 2011, abgerufen am 15. September 2014 (englisch).
  9. Tim Hortons Official History
  10. „Tim Hortons touches down in Kandahar“, CBC.ca, 12. Juni 2006 [6]